Frankreich"Les Voiles de Saint-Tropez" Segel-Regatta

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09.10.2000 |

An unserem letzten Morgen in St. Tropez können wir das erste Mal in dieser Woche etwas länger schlafen. Das hatte ich auch dringend nötig, denn die Margheritas vom Samstags-Crewdinner hatten mehr Wirkung gezeigt als mir lieb sein konnte.

Um 10.30 quälten wir uns aus den Betten und packen unsere Sachen zusammen. Gegen 12.00 ist alles im Auto verstaut und wir haben Madame Duprez die Schlüssel für das Appartement zurückgegeben und uns verabschiedet.

Eigentlich wollten wir direkt losfahren, aber irgendwie können wir uns nicht von St. Tropez und seiner Atmosphäre losreißen. Also fuhren wir zum Hafen und nahmen einen letzten Cafe au Lait mit Croissant im Cafe de Paris. Von dort ging es noch einmal an Bord der Wally B. Wir verabschieden uns bei den Crewmitgliedern die noch an Bord waren, machten noch ein letztes Foto (das kennt Ihr schon) und starten schließlich gegen 13.00 Uhr die Rückreise.

Ich war froh, dass Tania das erste Stück fuhr und ich noch ein kleines Nickerchen machen konnte. Die Fahrt verlief ohne Probleme und erst, wie sollte es anders sein, als wir uns der Grenze bei Freiburg näherten, fing es an zu regnen. In Freiburg setzte ich Tania bei Freunden, die sie für ein paar Tage besuchen wollte, ab. Wir aßen gemeinsam zu Abend und kurz nach 22.00 ging ich dann allein die letzte Etappe der Reise an.

Es wurde eine lange Nacht. Der Regen fiel ohne Pause und die Woche steckte mir in den Knochen. Um 05.00 Uhr am Montag morgen kam ich endlich in Hamburg an.

Insgesamt war diese Woche ziemlich anstrengend, aber die Regatta in St. Tropez, ob sie nun "La Nioulargue" oder "Les Voiles de St. Tropez" heißt war die Mühe wert und ich würde sofort wieder dorthin fahren.

Jochen "Yogi" Krewitt

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Schoner unter vollen SegelnImpressionenvor der Rückfahrt
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Weltmeere
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"Les Voiles de Saint-Tropez" Segel-Regatta

Am Anfang stand eine Wette.

Im Jahr 1981 begegneten sich im Club 55 in St. Tropez zwei Yachtbesitzer. Nach ein paar Drinks kam unausweichlich die Frage auf, wer von beiden die schnellere Yacht habe. Da diese Frage am Tresen nicht zu beantworten war, kamen sie überein, die Sache am nächsten Tag mit einer kleinen Wettfahrt zu klären.

Dies war so etwas wie die Geburtsstunde einer jährlichen Veranstaltung, die sehr schnell zu einer der größten und spektakulärsten Regatten in der Welt avancieren sollte. Sie erhielt als Namen den Namen der Tonne, zu der das erste Rennen geführt hatte - La Nioulargue.

Meine erste Teilnahme an der Nioulargue war im Jahr 1985 als Crewmitglied auf einer amerikanischen Maxi-Rennyacht ( so etwas wie die Formel 1 auf dem Wasser) namens "Kialoa IV". Zehn Jahre später kam es im Verlauf der Regatten zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Segler ums Leben kam. In den folgenden Jahren wurde auf die Austragung der Regatten verzichtet und lediglich von einigen Yachten eine Trauerparade zum Gedenken an den umgekommen Segler gefahren. Da aber die "Nioulargue" von allen sehr vermisst wurde, hat die Stadt St. Tropez im Jahr 2000 beschlossen eine Ersatzveranstaltung abzuhalten, die zur deutlichen Abgrenzung den schönen Namen "Les Voiles de St. Tropez" erhielt.

So sind sie nun wieder versammelt, die schönsten und größten Oldtimer und die schnellsten und aufregendsten Rennyachten aus dem Mittelmeer - und auch ich bin wieder dabei. Jochen