Frankreich"Les Voiles de Saint-Tropez" Segel-Regatta

Abendrot, Morgensonne und die große Freitagsparade

06.10.2000 |

Das Picknick gestern Abend war ein voller Erfolg. Es gab gut und reichlich zu essen und die Torte als Nachtisch war beeindruckend. Dazu Wein und Bier soviel man wollte bzw. konnte und Live-Musik.

Gegen 23.00 Uhr traten wir den Heimweg an. Am Hafen machten wir noch ein paar Fotos von der spektakulären Szenerie die die Schiffe mit ihren beleuchteten Masten bieten. Nach einem letzten Absacker in der Bar des Hotel Sube sind wir gegen Mitternacht zurück im Appartement und fallen mal wieder mal reichlich geschafft in die Betten.

Der Freitag morgen empfängt uns mit einem blauen Himmel und anscheinend etwas mehr Wind als die Vortage. So schickt die Regattaleitung uns zum ersten Mal pünktlich ins Rennen. Nach der halben Strecke liegen wir an zweiter Stelle. Aber dann schläft der Wind mal wieder ein. Als er zurückkommt tut er das zuerst in der Nähe des Ufers. Leider sind wir davon weit entfernt und so ziehen die Schiffe, die in Landnähe sind, uneinholbar davon. Es ist eine Lotterie.

Zurück im Hafen heißt es wie jeden Tag: Schiff aufklaren, Segel packen, Deck waschen usw.. Darüber wird es zu spät um noch eine Kostümierung unserer Mannschaft für die abendliche Parade zu organisieren. So bleibt uns weiter nichts zu tun als uns das Spektakel von Bord aus anzusehen. Einige Crews waren deutlich besser vorbereitet als wir und hatten sich mächtig in Schale geschmissen.

Nach der Parade essen wir noch einen Happen am Place de Lice und machen uns dann auf den Heimweg. Es heißt Kräfte sparen für den letzten Tag der Regatta und das anschließende Crewdinner.

Darüber morgen.

Jochen

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² sagen wir auch nich' weiter. Versprochen!

Kleine Torte statt vieler WortePicknik 2Live on stage 2Hafen bei Nacht 2Blick in die BuchtMit Pauken ohne TrompetenGauklerUmzug 1Santa Claus is comming...AbendstimmungAbendstimmung 2
Jochen
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"Les Voiles de Saint-Tropez" Segel-Regatta

Am Anfang stand eine Wette.

Im Jahr 1981 begegneten sich im Club 55 in St. Tropez zwei Yachtbesitzer. Nach ein paar Drinks kam unausweichlich die Frage auf, wer von beiden die schnellere Yacht habe. Da diese Frage am Tresen nicht zu beantworten war, kamen sie überein, die Sache am nächsten Tag mit einer kleinen Wettfahrt zu klären.

Dies war so etwas wie die Geburtsstunde einer jährlichen Veranstaltung, die sehr schnell zu einer der größten und spektakulärsten Regatten in der Welt avancieren sollte. Sie erhielt als Namen den Namen der Tonne, zu der das erste Rennen geführt hatte - La Nioulargue.

Meine erste Teilnahme an der Nioulargue war im Jahr 1985 als Crewmitglied auf einer amerikanischen Maxi-Rennyacht ( so etwas wie die Formel 1 auf dem Wasser) namens "Kialoa IV". Zehn Jahre später kam es im Verlauf der Regatten zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Segler ums Leben kam. In den folgenden Jahren wurde auf die Austragung der Regatten verzichtet und lediglich von einigen Yachten eine Trauerparade zum Gedenken an den umgekommen Segler gefahren. Da aber die "Nioulargue" von allen sehr vermisst wurde, hat die Stadt St. Tropez im Jahr 2000 beschlossen eine Ersatzveranstaltung abzuhalten, die zur deutlichen Abgrenzung den schönen Namen "Les Voiles de St. Tropez" erhielt.

So sind sie nun wieder versammelt, die schönsten und größten Oldtimer und die schnellsten und aufregendsten Rennyachten aus dem Mittelmeer - und auch ich bin wieder dabei. Jochen