"Les Voiles de Saint-Tropez" Segel-Regatta
The day after
05.10.2000 |
Der Morgen empfängt einige unsere Crewmitglieder mit deutlichem Kopfschmerz.
Nach dem Bouleturnier gestern Abend ging es zum Crew-Abendessen in ein feines Restaurant. Danach noch einige Drinks in einer netten Bar am Weg und dann, man ahnt es schon fast, sind wir doch wieder in die Disco-Falle gelaufen. Der Start zum Rennen war heute fast pünktlich, aber das Rennen verlief ziemlich unspektakulär. Zwar schafften wir einen ganz guten Start, doch dann, bei den leichten und drehenden Winden in der Bucht von St. Tropez wurde die Reihenfolge mehrmals durcheinander gewürfelt.
Nach den ersten zwei Stunden, in denen wir kaum drei Meilen gesegelt waren, setzte dann ein thermischer Wind von der See her ein. Der Rest des Kurses war dann nur noch wie eine Straßenbahnfahrt.
Zum ersten Mal gab es heute keinen strahlend blauen Himmel, sondern es war ein wenig diesig. Deswegen heute keine Segelbilder, dafür etwas vom Leben rund um den Hafen.
Es ist schon wieder 18.20 Uhr und wir müssen uns sputen. Um 19.15 geht es zum Picknick Tropezienne. Mal sehen was das wohl ist. Morgen werdet ihr es erfahren.
Jochen
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- Name
- Jochen Krewitt
- Alter
- 49
- Ort
- Weltmeere
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"Les Voiles de Saint-Tropez" Segel-Regatta
Am Anfang stand eine Wette.
Im Jahr 1981 begegneten sich im Club 55 in St. Tropez zwei Yachtbesitzer. Nach ein paar Drinks kam unausweichlich die Frage auf, wer von beiden die schnellere Yacht habe. Da diese Frage am Tresen nicht zu beantworten war, kamen sie überein, die Sache am nächsten Tag mit einer kleinen Wettfahrt zu klären.
Dies war so etwas wie die Geburtsstunde einer jährlichen Veranstaltung, die sehr schnell zu einer der größten und spektakulärsten Regatten in der Welt avancieren sollte. Sie erhielt als Namen den Namen der Tonne, zu der das erste Rennen geführt hatte - La Nioulargue.
Meine erste Teilnahme an der Nioulargue war im Jahr 1985 als Crewmitglied auf einer amerikanischen Maxi-Rennyacht ( so etwas wie die Formel 1 auf dem Wasser) namens "Kialoa IV". Zehn Jahre später kam es im Verlauf der Regatten zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Segler ums Leben kam. In den folgenden Jahren wurde auf die Austragung der Regatten verzichtet und lediglich von einigen Yachten eine Trauerparade zum Gedenken an den umgekommen Segler gefahren. Da aber die "Nioulargue" von allen sehr vermisst wurde, hat die Stadt St. Tropez im Jahr 2000 beschlossen eine Ersatzveranstaltung abzuhalten, die zur deutlichen Abgrenzung den schönen Namen "Les Voiles de St. Tropez" erhielt.
So sind sie nun wieder versammelt, die schönsten und größten Oldtimer und die schnellsten und aufregendsten Rennyachten aus dem Mittelmeer - und auch ich bin wieder dabei. Jochen



