Frankreich"Les Voiles de Saint-Tropez" Segel-Regatta

Morgenroutine!

03.10.2000 |

Morgenroutine wie gehabt. Als wir aus dem Hafen kommen weht nur eine leicht Brise, die sich aber je näher wir dem Startschuss kommen, in nichts auflöst.

Startverschiebung – warten auf Wind. Die Crew relaxt, einige gucken Video. Velsheda's ganze Crew (ca.40 Mann) sitzt im Schatten des Segels auf dem Großbaum – sehr fotogen.

Um 15.00 hat das Warten ein Ende. Es gibt immer noch keinen Wind und so lässt uns die Regattaleitung in den Hafen zurückkehren. Aufräumroutine wie gestern.

Von Bord direkt an die Bar des Cafe de Paris. Nach den ersten Drinks kommt die Frage nach dem zulässigen Crewgewicht auf. Schnell ist eine Waage organisiert und dann sprechen die Zahlen für sich.

Gegen 20.00 Uhr verziehen wir uns erstmal zurück in unser Appartement. Die Dusche erwartet mich und es müssen noch ein paar Texte geschrieben werden.

21.00 Uhr – ich kann nicht mehr, die Nacht im Auto fordert ihren Tribut. 21.30 Uhr – im Bett, Augen zu.

Jochen

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Barni ruhtCrew im SchattenCabriodach schlieátBeim WiegenHochLunchVelsheda legt anNachwuchskräfte
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Jochen Krewitt
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Weltmeere
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"Les Voiles de Saint-Tropez" Segel-Regatta

Am Anfang stand eine Wette.

Im Jahr 1981 begegneten sich im Club 55 in St. Tropez zwei Yachtbesitzer. Nach ein paar Drinks kam unausweichlich die Frage auf, wer von beiden die schnellere Yacht habe. Da diese Frage am Tresen nicht zu beantworten war, kamen sie überein, die Sache am nächsten Tag mit einer kleinen Wettfahrt zu klären.

Dies war so etwas wie die Geburtsstunde einer jährlichen Veranstaltung, die sehr schnell zu einer der größten und spektakulärsten Regatten in der Welt avancieren sollte. Sie erhielt als Namen den Namen der Tonne, zu der das erste Rennen geführt hatte - La Nioulargue.

Meine erste Teilnahme an der Nioulargue war im Jahr 1985 als Crewmitglied auf einer amerikanischen Maxi-Rennyacht ( so etwas wie die Formel 1 auf dem Wasser) namens "Kialoa IV". Zehn Jahre später kam es im Verlauf der Regatten zu einem tragischen Unfall, bei dem ein Segler ums Leben kam. In den folgenden Jahren wurde auf die Austragung der Regatten verzichtet und lediglich von einigen Yachten eine Trauerparade zum Gedenken an den umgekommen Segler gefahren. Da aber die "Nioulargue" von allen sehr vermisst wurde, hat die Stadt St. Tropez im Jahr 2000 beschlossen eine Ersatzveranstaltung abzuhalten, die zur deutlichen Abgrenzung den schönen Namen "Les Voiles de St. Tropez" erhielt.

So sind sie nun wieder versammelt, die schönsten und größten Oldtimer und die schnellsten und aufregendsten Rennyachten aus dem Mittelmeer - und auch ich bin wieder dabei. Jochen