


Segeln in der Karibik
Barbuda - Paradies in Türkis und Pink
28.05.2003 |
12. Tag: Oh – mein – Gott! Die Bucht vor Jolly Harbour war ja wirklich schön, aber dass hier ist einfach unglaublich – jetzt wird es richtig ekelig!
Und noch haben wir unser Ziel, eine kleine Lagune an der Karibikseite von Barbuda, deren Sandstrand durch die Korallen leicht rosafarben sein soll, gar nicht erreicht. Die kleine Insel nordöstlich von Antigua ist völlig flach und taucht vor uns wie aus dem nichts auf und schon jetzt ist der Blick wunderschön. Wir müssen unseren Ankerplatz bei Tageslicht finden, denn hier ist das Wasser sehr flach und überall gibt es kleine Korallenriffe, vor denen wir uns vorsehen müssen.
Einer hat immer den Tiefenmesser im Blick – 10 Meter … 9,8 … 8,2 … Wolle steht vorne mit dem Blick fest auf dem Wasser, um eventuelle Untiefen anzusagen. Im letzten Jahr erst ist ein Freund von Christoph hier vor der Küste mit seiner Yacht auf Grund gelaufen (allerdings bei Nacht).
Voll konzentriert und nur eine Handbreit Wasser unterm Kiel, ankern wir und hoffen das der Anker auch hält, denn der Grund besteht nur aus Sand und bietet kaum Halt. Der Anker sitzt und jetzt können wir es wirklich kaum fassen – ein Traum! Vor uns, hinter uns, rechts und links haben wir einen phantastischen Blick und nur eine einzige weitere Yacht ankert ca. 30 Meter weiter. Schon vom Wasser aus können wir sehen – der Strand ist tatsächlich rosa!
Vom Boot aus kann man bis auf den Grund gucken, so klar und flach ist das Wasser und die Korallenriffe sind in Sichtweite. Optimale Verhältnisse zum Schnorcheln – gibt es hier eigentlich Haie??? Och, in so flachem Wasser wohl eher nicht… Christoph gibt uns die Antwort mit einem breiten Grinsen. Vor uns liegen ein paar Tage gemütlichen Faulenzens, segeln mit dem Dingi, schnorcheln, schwimmen, am Strand liegen, auf dem Boot liegen und wieder schnorcheln.
Den Rest des heutigen Tages verbringen wir im Wasser und genießen den Blick auf den inzwischen nur noch vom Mondlicht beleuchteten einsamen Strand – wow!
13. Tag: Ein Teil der Crew plant für heute einen Ausflug zur Codrington Lagoon, um sich dort eine Fregattvogel-Kolonie anzusehen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl (Taxiplätze) und meiner desolaten finanziellen Lage, bleibe ich mit Wanka und Christoph an Bord. Es ist zwar schade aber angesichts dieser traumhaften Umgebung und einem Strand für uns alleine, leicht zu verschmerzen. Ich genieße einen Tag am "Pink Beach" und fühle mich einfach nur gut!
In den kleinen Korallenriffen überall um uns herum gibt es schön viel zu sehen, jede Menge Papageienfische, kleine und größere Schwärme und sogar ein Kugelfisch, der vor Schreck aber sofort abdreht. Im Schatten der Peter hat es sich ein riesiger Rochen gemütlich gemacht. Der gute ist uns nicht ganz geheuer, aber er liegt nur ruhig halb im Sand und rührt sich nicht, dennoch vergewissern wir uns vor jedem Sprung ins Wasser ob er noch da ist – man weiß ja nie!
14. Tag: So langsam schleicht es sich ein, das Gefühl, bald wieder nach Hause zu müssen. Heute Mittag wollen wir wieder nach Antigua aufbrechen, bis dahin genießen wir aber noch einmal das Paradies von Barbuda. Noch mal segeln mit dem Dingi und schnorcheln, schnorcheln, schnorcheln.
Auf dem Rückweg nach Antigua segeln wir jetzt gegen den Wind und müssen viel kreuzen. Hart am Wind ist die Krängung (Schieflage) der Peter besonders stark, zwar sitzen wir schon alle auf der hohen Kante aber viel bringt das natürlich nicht. Um die Segelfläche zu verringern und damit etwas Druck vom Segel zu nehmen, segeln wir mit geräfftem Segel, d.h. das Segel wird nicht ganz gesetzt und ein Teil wird am Baum festgebunden. Dennoch bleibt der Druck wohl noch recht stark und das Fall vom Besansegel reißt. Das ist nicht weiter tragisch aber einen Schrecken kriegen wir dennoch.
Wohl wegen der guten Fahrt ist uns heute das Anglerglück hold – nach zwei Baracudas, haben wir nun wieder einen Thunfisch an der Angel und danach noch einen Kingfish und zu guter letzt noch einen kleinen, dessen Namen ich vergessen habe. Hochseefischen im Akkord!
Nach einem langen und anstrengenden Segeltag laufen wir am Abend in Falmouth Harbour ein und ankern unweit der großen Mega-Yachten und einem kleinem Strand in der Marina. Bunte Lichter und Musik vom Hafen locken uns wieder in die Zivilisation. Die kleine Hafenbar verlassen wir erst wieder recht spät und hoffen, dass der Kingfish für genügend Grundlage gesorgt hat…
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- Name
- Ulrike Kretschmer
- Alter
- 36
- Ort
- Hamburg
- Webseite
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Alle Reisen von Ulrike Kretschmer
Segeln in der Karibik
Von Martinique im Süden des Karibischen Meers über Dominica, Guadeloupe bis hinauf nach Antigua geht die Reise der 10 selbsternannten "Mojito Schnorklers um Ulli Kretschmer, Skipper Christoph und Crew.
Vorbei an einsamen Palmenstränden und bunten Fischerdörfern, dichtem Dschungel und felsigen Gipfeln.
Die 18 Meter lange Segelyacht "Peter von Seestermühe" von 1936 war lange Zeit das Flaggschiff des Akademischen Segler- Vereins (ASV) in Kiel.







