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Sushi und Süsswasser auf Antigua

26.05.2003 |

10. Tag: Also wir hatten ja schon damit gerechnet das Antigua wunderschön sein soll – aber die Einfahrt nach Jolly Harbor verschlägt uns die Sprache! Eine schöne Yacht neben der anderen, türkis-blaues Meer und wunderschöne Häuser am Ufer.

Das erste mal werden wir richtig im Hafen anlegen! Wir müssen Süßwasser "tanken" und auch wir selber und die Peter brauchen dringend eine ausgiebige Süßwasserdusche!

Im Hafen angekommen ist es auch das erste was wir machen! Nicht das wir eine Woche nicht geduscht hätten – aber es ist einfach etwas komplizierter, da wir mit dem Süßwasser haushalten müssen. Wir springen vom Boot ins Meer, schwimmen an den Strand oder um die Peter, klettern an Bord und duschen uns mit dem Schlauch (sehr sparsam) ab, Einseifen (das geht nur mit Süßwasser, mit Salzwasser schäumt´s nicht) und zum abspülen wieder über Bord, wieder hochklettern und wieder mit Süßwasser spülen – fertig! Ist kein Problem, aber eine echte Dusche mit warmen Wasser so viel man will ist einfach der Hit!

Danach wird auch die Peter vom Salzwasser befreit.

Frisch gespült nehme ich den Hafen erst mal in Augenschein und bewundere die umliegenden Yachten. Antigua scheint wirklich ein beliebtes Ziel für Segler zu sein.

Heute Abend nehmen wir den Sundowner natürlich an Land – in Jolly Harbor gibt es zahlreiche Hafenbars und wir suchen uns das Yellow Dog (oder hieß es Orange Dog) aus. Eiskaltes Bier (so kalt war es noch nie zuvor) und eine Runde Billard, so einfach kann Luxus sein!

Wer ebenfalls kurz in Süßwasser gespült wurde ist unser FRISCH GEFANGENER THUNFISCH! Jawohl: Wanka hat es geschafft! Beim Geräusch der zwirbelnden Angelspule machte sich doch allgemeine Unruhe an Bord breit. Allen vorne weg Wanka – helle Aufregung und – der erste Fisch wird mit dem Bootshaken an Deck geholt. Eine wider Erwarten, doch recht blutige Angelegenheit, ein Fisch dieser Größe ist eben doch ein ungewohnter Anblick. Ich nutze die Chance wirklich frischen Fisch zu essen und probiere ein Stück roh – ganz köstlich und, eigentlich ganz klar, wunderbar kühl. Leider fehlt das echte Beweisfoto mit Wanka und Fisch, aber die Trophäe haben wir natürlich aufbewahrt…

Nach köstlichem Mahl, köstlichem Bier und viel Süßwasser genießen wir den Abend im Hafen.

11. Tag: So schön es auch im Hafen ist, aber in den einsamen Buchten schläft es sich doch deutlich besser und ruhiger, gerade mit viel Bier im Magen weiß man das zu schätzen.

Heute Vormittag nutzen wir noch die Annehmlichkeiten des Hafens. Wir geben unsere Wäsche in die kleine Hafenwäscherei, wo wir sie nach zwei Stunden wieder abholen können. Das erstaunliche: hier laufen die Maschinen mit Gas!

In der Zwischenzeit genießen wir die "Freizeit" zum E-Mails schreiben im Internet-Café, erneuten Duschen oder einfach dem Beobachten der Nachbarn auf der Yacht neben uns. Sie, blond, im knappen Bikini, goldbehangen und mit eindeutig OP-geschönter Oberweite und er, eindeutig älter, tief gebräunt, nicht minder goldbehangen und mit natürlich gewachsener Brust – bei so viel Kino geht ein Vormittag schnell vorbei und die Wäsche kann abgeholt werden!

Gegen Mittag brechen wir zu unserer vorletzten Station Barbuda auf. Ein echtes Badeparadies, ca. 40 km nordöstlich von Antigua, erwartet uns und die Ausfahrt aus Jolly Harbor lässt uns schon träumen…

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Ulrike Kretschmer
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Hamburg
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Alle Reisen von Ulrike Kretschmer

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