


Segeln in der Karibik
Von den Les Saintes nach Guadeloupe
22.05.2003 |
7. Tag: Gleich nach dem Frühstück holen wir den Anker ein und stechen in See. Weiter Richtung Norden wollen wir zu den Les Saintes, unsere Zwischenstation auf dem Weg nach Guadeloupe.
Nach Natur pur freuen wir uns schon auf frische Baguettes und Milchcafé und natürlich den Besuch eines Internetcafes um zu sehen was in der Welt passiert ist. Am Nachmittag ankern wir bereits vor dem Fährhafen.
Die Les Saintes sind eine sehr kleine Inselgruppe und hauptsächlich Ziel von Tagestouristen. Entsprechend sieht die Infrastruktur an Land aus. Viele kleine Geschäfte mit typischen Artikeln: von Sonnenhüten über diversen Andenken-Schnickschnack bis hin zur Profi-Angelausrüstung.
Letzteres freut uns sehr! Trotz beinahe täglicher Angelversuche hatten wir bisher kein Glück, das soll sich nun mit dem neuerworbenen Ködern ändern! Nach dem kurzen Schock über den Preis, ist Wanka (unsere Hochseefischerin) aber schon am philosophieren, was sie denn fangen wird.
Wir nutzen den Nachmittag für den Besuch im Internetcafé und weitere kleine Erledigungen, bummeln durch die kleinen Gassen und entdecken eine Eisdiele mit extrem leckerem Eis, yammi-yammi! Wir haben wirklich den Eindruck, eher in Südfrankreich als in der Karibik zu sein und sind uns alle einig, gleich morgen weiter nach Guadeloupe zu segeln.
8. Tag: "KLÜVER DICHTER! ... HEUT´ NOCH!" Eine der typischen Ansagen von unserem Skipper Christoph…
Die Aufgabenverteilung hat sich im Laufe der Zeit ergeben: Wolle und Yann sind unsere Männer an der Ankerwinsch (ein schweißtreibender Job, da die Winsch manuell bedient werden muss), Wolle ist zusätzlich für das Vorsegel zuständig. An den Winschen zum Dichtholen oder Fieren der Schoten packen alle mal mit an. Rudergänger ist zwar meistens Christoph aber auch häufig Alix (ihr spezielles Mittel gegen Seekrankheit) oder wer gerade kann oder Lust hat.
Der Küchendienst geht paarweise Reih um, vom Frühstücksbuffet aufbauen, kleinem Lunch (in der Regel bestehend aus Resten vom Vortag, Kokosnuss, Früchten oder Reissalat), Teatime (mit heißbegehrten Keksen) bis hin zum Abendessen und sauber machen.
Den Lunch auf See zuzubereiten ist für nicht ganz so seefeste Segelneulinge wie mich ein lustiges Unterfangen. Der Herd sitzt in einer beweglichen Aufhängung, um bei Seegang die Bewegungen auszugleichen und nichts überschwappen zu lassen. Das Kochen ist also relativ unproblematisch.
Interessanter wird es beim Abfüllen von Süßwasser in unsere Wasserflaschen – dank des Trichters und ausgeklügelter Beinarbeit geht natürlich nie, niemals etwas daneben, bestimmt nicht! Die übrige Zeit an Bord wird mit Klönschnack, lesen oder Kartenspielen verbracht…
...und warten auf DEN Fisch! Kaum ausgelaufen legt Wanka schon die Angel aus und schwört schon jetzt auf den neuen Köder – wir werden sehen.
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- Name
- Ulrike Kretschmer
- Alter
- 36
- Ort
- Hamburg
- Webseite
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Alle Reisen von Ulrike Kretschmer
Segeln in der Karibik
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