Tauchsafari am St. Johns Riff
Anreise und Einschiffen
20.07.2002 |
Die Anreise erfolgt über Frankfurt oder München mit Aero Lloyd, die Marsa Alam im Wochenrhythmus anfliegen. Der neu eröffnete Flughafen war bis vor kurze Zeit ausschließlich der militärischen Nutzung vorbehalten. Ab hier sind es nochmals 2 Stunden Transfer mit dem Bus, vorbei an wenigen Hotels bis nach Hamata, nördlich von Port Berenice.
Findet dieser Transfer nachts statt, so hat man die Möglichkeit, die Unterschiede europäischer und arabischer Fahrkünste besonders eindrucksvoll kennenzulernen. Auf der gut ausgebauten Straße längs der Küste wird vor jeder Kurve der Fahrtrichtungsanzeiger betätigt. Jede Ortspassage artet zu einem Hupkonzert aus und Fahrräder und Fußgänger finden keine Rücksicht. Auf der Strecke gibt es zwei Polizeiposten. Hier entspricht die Fahrt dem aus der Heimat gewohntem.
Hamata ist kein Hafen. Auch mit dem Begriff Steg habe ich mir angesichts der abenteuerlichen Konstruktion schwer getan. Alle Güter für die Versorgung der ca. 8 Boote, die von hier aus versorgt werden, wackeln in Tanklastzügen oder kleinen Lieferwägen über eine schmale und unbefestigte Fahrbahn. Leider können nur 3 Boote an der Stirnseite festmachen, unsere beiden Boote waren nur mit dem Schlauchboot zu erreichen. Also hieß es, die schweren Tauchtaschen ein letztes Mal umzuladen.
Das Boot MY Sea Fair bietet 16 Tauchtouristen in 8 Doppelkabinen Platz. Die Besatzung besteht aus 5 Mann. Mit von der Partie ist auch immer ein Divemaster, der für die Tauchsicherheit verantwortlich ist. Die Tauchboote im Roten Meer zeigen nach wenigen Monaten bereits deutliche Spuren der Salzwassereinflüsse und an vielen Stellen sorgt viel Farbe für ein ansprechendes Äußeres. Im Vergleich zu den Tauchbooten der vergangenen Reisen belegt die MY Sea Fair einen guten Mittelfeldplatz. Störend war der Dieselgeruch unter Deck, der sich immer während der Fahrt einstellte. Auf der Südroute wurden wir vom Schwesterschiff Sea Fun begleitet, das Freunde von uns gechartert haben.
Crew: Wir hatten viel Spaß mit der 6 köpfigen Crew. Abdu, der Kapitän, steuert das Boot auf eine sehr ruhige Art, zu erkennen für mich während der manchmal komplizierten Anlegemanöver. Aiid, der Koch, ist für Touristen der zweitwichtigste Mann. Tauchen macht hungrig und wir haben uns auf jede Mahlzeit gefreut. Saiid (Spitzname Habibi) ist Bootsjunge und die Ulknudel des Schiffs. Ihn muss man auf der Plattform immer im Auge behalten, sonst liegt man be der Tauchvorbereitung im Wasser. Ahmeds Aufgabe beeindruckte mich am stärksten. Er legte bei den Anlegemanövern unter Wasser die Drahtschlingen um die Korallenstempel. Ahmed, der Maschinist und Ali, der Bruder des Kapitäns vervollständigen die Mannschaft. Unser Divemaster Chris ist Holländer und taucht erst seit 2 Jahren. Er hat vor einem Jahr die Tauchlehrerprüfung abgelegt und hat bereits jetzt eine sehr hohes Niveau erreicht. Er fotografiert, auch professionell, und hat uns durch seine lustige und besonnene Art überzeugt. Ich habe ihn nie mit schlechter Laune erlebt und man konnte mit ihm über alles reden.
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Tauchsafari am St. Johns Riff
Gemeinsam mit 15 anderen Tauchern ist Uli aus Karlsruhe für 1 Woche untergetaucht an einem der schönsten Riffe der Welt, dem St. Johns Riff im Roten Meer. Ca. 400 km südlich vom Ägyptischen Taucher-Mekka Hurghada gelegen kommen bislang nur wenige Touristen in die noch unerschlossene Region. Während das Leben an Land hier extrem karg ist und die Menschen weder Telefon noch Fernsehen haben, ist der Reichtum der Natur unter Wasser nicht zu überbieten. Die Riffe sind noch völlig unberührt, und bei Sichtweiten von 30m kann man regelmäßig Großfische wie Mantas, Haie oder auch Delphine erleben!

















