
Graffiti Down Under
Sydney - Auckland
30.10.2003 |
Von Bronte aus fahren wir mit dem Bus zum Circular Quay, um von dort mit der Fähre zum Taronga Zoo zu fahren.
Neben den einheimischen Klassikern wie Koala, Känguruh und Emu gibt es Tiere der ganzen Welt zu sehen. Wir staunen – und immerhin starren nicht nur die Erdmännchen genauso zurück. Der Zoo ist – von allen Skrupeln gegenüber Zoos mal abgesehen – wirklich schön und bietet außerdem noch einen schönen Blick über Sydney.
Wieder am Circular Quay angekommen, gehen wir noch ein bisschen in The Rocks (Sydneys ältestem Stadtteil) spazieren und treffen anschließend Shannon, seine Freundin Natalie und unsere Gastgeber-WG und wir sehen uns gemeinsam Quentin Tarentinos "Kill Bill" an, in dem übrigens nicht nur Bill umkommen soll (Hollywood muss zur Zeit an echtem Blutmangel leiden).
Shannon holt uns am Morgen ab und bringt uns zum Hardware Shop auf der Oxford Street, wo Gerrit sich mit Farben versorgt. Anschließend malen die beiden zusammen mit Pudl in der Rose Street in Chippendale eine Wand, während Heike zusammen mit Sarah noch einmal Paddys Market erkundet. Am Abend steht eine Lomo-Ausstellung ganz in der Nähe auf dem Programm, von wo aus wir zu einem Pub Abend weiter ziehen.
Der gestrige Abend rächt sich etwas und wir kommen kaum aus den Schlafsäcken.
Nachdem sich ein Gewitter (in einigen Teilen Sydneys sogar mit Golfball-großen Hagelkörnern) über uns zusammenbraut, beschließen wir, den Tag in Bronte zu verbringen und sehen uns abends nur noch "Spirited away" an – einer der besten Zeichentrickfilme überhaupt!
Heute ziehen wir um so früher los, um mit der Fähre nach Manly zu fahren und das Bild zu fotografieren, das Gerrit vor zwei Jahren gemeinsam mit Daim, Seak, Codeak, Dmote und einigen Locals an einem Surf-Shop gemalt hat. Nach einer grandiosen Fahrt durch den Hafen bei feinstem Sommerwetter müssen wir leider feststellen, dass das Bild an zwei Stellen schon ein bisschen gecrosst wurde und einige der australischen Sprüher immer noch nicht fertig sind – no worries, sozusagen.
Am Nachmittag arbeitet Gerrit weiter mit Shannon und Pudl an der Wand, während Heike den Botanischen Garten erkundet. Mit gegrilltem Fisch in Johnnies Fish Cafe und einem Bier auf der Oxford Street endet unser vorerst letzter Tag in Sydney.
Heute heißt es schon wieder weiterziehen – am Mittag geht unser Flug nach Auckland. Inzwischen finden wir routiniert unseren Weg zum Flughafen und nach drei Stunden Flug landen wir in Auckland, wo wir auf dem Flughafen noch kurz Wow, Can2 und Atom treffen, die nach 17 Tagen Neuseeland nun noch 10 Tage Australien vor sich haben.
Askew nimmt sichtlich geschafft die nächste deutsche Invasion in Empfang und bringt uns zu Johnny, wo wir die Nacht verbringen werden. Am Abend gehen wir noch auf eine kleine T-Shirt Ausstellung in der Nähe und genießen anschließend das günstige und gute Sushi – Australien und Neuseeland sind in der Beziehung wirklich der reinste Himmel.
Heute steht das Wohnmobil-Angebot Aucklands auf dem Programm. Wir fahren mit Elliott in die Stadt und testen ein paar Autovermietungen an. In einem kleinen Backpacker Reisebüro finden wir schließlich ein sehr gutes Angebot und lassen uns einen Wagen für die nächsten elf Tage reservieren, den wir morgen abholen wollen.
Man sagt von neuseeländischem Wetter, dass es 4 Jahreszeiten an einem Tag zu bieten hat.
Nachdem es am Morgen in Strömen geregnet hat, scheint plötzlich die Sonne. Anscheinend kann man der Wetter-Weisheit also zustimmen. Nach dem Ausflug in die Stadt gehen wir zu Elliotts Wohnung, wo wir heute die Nacht verbringen werden und machen ein Fish-und-Chips-TV-Dinner. Einige Dinge sind international.
Bevor uns Deirdre, eine Freundin von Elliott zur Wohnwagenvermietung bringt, treffen wir noch kurz Mike, den Galeristen, bei dem Gerrit am 10. November ausstellen wird. Der kleine Wohnwagen mit Kochecke, Dusche, Sitzecke und riesigen Fenstern lässt uns sofort in die Profi-Camping-Liga aufsteigen! Ab jetzt sind wir Adventure Deluxe Camper!
Aus Auckland fahren wir Richtung Osten auf die Coromandel Halbinsel und decken uns in Thames, der ersten größeren Stadt, an der wir vorbeifahren, mit dem nötigsten für die nächsten Tage ein. Die Fahrt von Thames in den Norden Richtung Coromandel ist ein Traum: eine kleine kurvenreiche Straße direkt am Meer bei Sonnenuntergang – ohne Worte. An einer Bucht finden wir mit Blick aufs Meer einen Schlafplatz und verbringen unsere erste Nacht im Wohnmobil.
Am nächsten Morgen ist das Wasser zwar verschwunden, dafür geht die Sonne über bewaldeten Bergen in einer großartigen Kulisse auf. Wir kriechen mit unserem Spaßmobil die Berge Richtung Whitianga auf der anderen Seite der Coromandel Peninsula hoch. Bei einem Scenic Look out auf einem der höchsten Berge lockt ein Schild mit einem 2,5 stündigen Wanderung durch den Wald, die wir neugierig mitmachen.
Bis auf ein paar Zeichen am Wegesrand kann man auf den schmalen Pfaden den Berg hinauf kaum erkennen, dass schon Menschen vor uns hier waren: überall Farne, dicht stehende Bäume und sogar ein kleiner Wasserfall. Wenn man aus dem Dickicht heraus gucken kann, sieht man die spitzen der umliegenden Berge in dunstige Nebelschwaden getaucht. Oben auf einem der Berge angekommen, genießen wir den Ausblick auf den dichten Wald unter uns und die Buchten zu beiden Seiten.
Später quälen wir unser Spaßmobil unter tief hängenden Wolken die bergige Tour Richtung Hot Water Beach an schwarzbunten Kühen und unzähligen Schafen auf den knallgrünen Wiesen vorbei. Hier würde sich ein Geländewagen eigentlich eher anbieten, aber so geht eben nichts über Tempo 20 den Berg hinauf. Am Hot Water Beach angekommen, bestaunen wir, wie sich in den Löchern am Strand unzählige Touristen aalen. Auch wir stecken unsere Füße ins Wasser und trotz des Regens von oben werden wir langsam aber sicher gekocht. Was für ein abgefahrenes Gefühl!
Der von Vulkanen beheizte Strand hat es uns angetan und deswegen wollen wir auch den nächsten Tag hier verbringen, um das Schauspiel bei der nächsten Ebbe noch einmal miterleben zu können.
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- Name
- Gerrit Peters
- Alter
- 35
- Ort
- Hamburg
- Webseite
- besuchen
Graffiti Down Under
Im November/Oktober 2003 reisten der Hamburger Graffiti-Künstler Gerrit und seine Freunde Heike für sechs Wochen mit Rucksack, DigiCam und Notebook durch Australien und Neuseeland.
Stationen der Reise sind Bangkok, Sydney, Melbourne, Auckland (wo es kurz vor Abreise eine Ausstellung mit Tasek geben wird) und eine kleine Rundfahrt durch Neuseeland.






















