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One night in Bangkok

10.10.2003 |

Hamburg macht – zumindest wettermäßig – den Abschied leicht: Nieselregen, Windböen und ein klassisch grauer Himmel.

Über London geht unser Flug mit einer Nacht Aufenthalt in Bangkok nach Sydney, wo wir am Freitag angekommen sind. Bis auf einige zu lange anhaltende Luftlöcher, geht der 12 Stunden Flug nach Bangkok mit Kinoprogramm und einer grandiosen Sicht auf die afghanische Wüste relativ schnell rum.

In Bangkok prallen wir aus den klimatisierten Räumen gegen eine Wand aus feuchter, stehender Hitze. Was für ein absurder Normalzustand: innen regiert die Klimaanlage, so dass man fast friert und draußen sollte man am besten jede zu schnelle Bewegung vermeiden.

"Cider" aka Victor, ein befreundeter Graffiti-Sprüher aus Bangkok, holt uns vom Flughafen ab.

Durch das regnerische Bangkok fahren wir zuerst zu seinem Haus und später weiter zu einer Galerie, die sich in einem kleinen Modeladen befindet. Wir lernen Roman, französischer Aktivist in Sachen Graffiti in Bangkok und seine Freundin Kay kennen. Später entführt uns Victor noch zu einem netten thailändischen Restaurant – die thailändische Importküche in Deutschland ist damit kaum zu vergleichen. Nach einem Spaziergang über die touristenbevölkerte Khao San und zwei Jugs Bier in Victors Lieblingsbar fallen wir im Hotel in unsere Betten.

Am nächsten Morgen staunen wir erneut darüber, wie viele Jobs und Kleinstjobs in Thailand geboten werden. Allein im Frühstücksbereich des Hotels hätte man mit europäischem Sparprogramm fünf Leute wegrationalisiert.

Nachdem Victor sich durch Bangkoks Verkehrschaos zu uns ins Hotel gekämpft hat, fahren wir an eine Wand in der Stadtmitte, die auf Initiative von Kunstfreunden und gegen den Widerstand der Regierung nicht einer weiteren Shoppingmall Platz machen musste, sondern nun den lokalen Sprühern zur Verfügung steht. In den wenigen verbleibenden Stunden, bevor wir schon wieder zum Flughafen müssen, verewigt Gerrit sich unter den neugierigen Augen einiger anderer Sprüher in Bangkok.

Über einen riesigen Highway mit perfektem Blick über die Stadt machen wir uns auf den Weg zum Flughafen.

Zusammen mit heimkehrenden, sehr trinkfreudigen Australiern fliegen wir weiter nach Sydney, wo uns Jette am nächsten Morgen abholt und in ihre Wohnung am Bondi Beach mitnimmt. Als wir mit Blick auf Wellen und Surfer am Strand fast einschlafen, beschließen wir, uns erst einmal bei Jette auszuschlafen und alles weitere auf den nächsten Tag zu verschieben.

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Gerrit
hat nur 8 Bilder geschickt
Gerrit
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Gerrit Peters
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35
Ort
Hamburg
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Alle Reisen von Gerrit Peters

Graffiti Down Under

Im November/Oktober 2003 reisten der Hamburger Graffiti-Künstler Gerrit und seine Freunde Heike für sechs Wochen mit Rucksack, DigiCam und Notebook durch Australien und Neuseeland.
Stationen der Reise sind Bangkok, Sydney, Melbourne, Auckland (wo es kurz vor Abreise eine Ausstellung mit Tasek geben wird) und eine kleine Rundfahrt durch Neuseeland.