SpanienIbiza Special

Alles was du willst gibt es auf Ibiza

01.08.2001 |

Es gibt nur wenig, dass über die Isla Blanca noch nicht berichtet wurde. Party-Eiland der Superlative und Ruhepol gestresster Nordeuropäer, Hippie-Heimat und Jetset-Treff, Musiker-Eldorado und Techno-Terror.

Tatsächlich bekommt man auf Ibiza, was man sucht. Jeder Allgemeinplatz wird bestätigt – und das hat ziemlich gute Seiten. Die Party Crowd muss sich allerdings ranhalten, um alle entscheidenden Events auch mitzubekommen.

Sonntag morgen, 11.00 Uhr: Die Schlange vor dem Space nimmt beachtliche Ausmaße an – soll man sich anstellen oder doch lieber vorher noch im Bora-Bora vorbeisehen? Und heute abend? SCANDAL im Pacha oder lieber entspannt das SUNDAY BEST @ Coastline in San An zum Sunset, schließlich soll morgen Sven Väth persönlich seinem COCOON CLUB im Amnesia beistehen. Montag morgen hätte das DC 10 natürlich auch was und dann gleich weiter zum MANUMISSION ins Privilege. Wem die Italiener näher stehen als die Engländer, verpasst nicht das MADE IN ITALY im Pacha. Dienstags legt die COCOON Crew noch einmal am Cala Llonga nach. Leider ist der Event öfter ausgefallen, da der Barbesitzer seine finanziellen Vorstellungen verwirklichen wollte und so den Vibe zu zerstören drohte…

Also, in diesem Fall auf in die Benimussa Hills zum SUNDANCE FESTIVAL (6.00 Uhr-?). Für jeden Tag der Woche ist reichlich Party am Start. Das kann auch mal zu viel werden oder nicht jedermanns Sache sein. Ich konnte schon einige beobachten, die den Sonntagmorgen lieber am Strand verbracht haben. Natürlich gerne in Las Salinas beim Sa Trincha, wo die "Beautiful People" sich am frühen Nachmittag um einen Handtuchplatz bemühen.

Diese Saison bekommt d e r Beach-Hotspot Konkurrenz vom Cala Jondal. Im Jockey Club stehen die Korbstühle im Sand und der Service ist ebenso gut wie im Malibu, Salinas, dem sogenannten "Rolex-Strand". Wer sich von dieser Bezeichnung angesprochen fühlt, ist dort auch richtig.

Die absolute In-Bar am Jondal ist jedoch das Particular.

Von Eros Ramazotti, über Goldie Hawn und Kurt Russell bis Mehmet Scholl hielt diesen Sommer die Insel-Prominenz dort Einzug. Sie wird von Deutschen geführt und das scheint sich bei uns herumgesprochen zu haben. Deutsche Beauties bevölkern die Liegen. Sehr entspannt das Ganze, mit Live-DJ, Hängematten, Super-Essen und einem "Relaxing House" mit Liegen in einer Hütte, falls die Sonne nervt (herrliche Vorstellung, oder? Schöne Grüße nach Hamburg). (Danke, die Red.)

Sonntag ist übrigens Cala-Jondal-Nacht. Die einzige Nacht in der Woche, an der alle Bars geöffnet haben und der Jockey Club seine Beach-Party feiert.

Ein guter Beginn des Abends ist das Essen im Yemanjá, neben dem Jockey Club. Unter Palmwedeln sitzt man mit den Füßen im Sand und wartet auf den frisch gegrillten Fisch. Am Ende des Strandes, im Club Tropicana, treten derweil südamerikanische Livebands auf (ab 19.00 Uhr). Irre voll und gute Laune guaranteed.

Sobald es dunkel wird, ist der Strand zwischen Jockey Club und Particular von Kerzen erleuchtet. Also, auf die Plätze…

Strandmäßig ist natürlich auch Formentera sehr zu empfehlen: Eine halbe Stunde Fahrt, und Ihr befindet Euch in der Karibik, das Wasser fluoreszierend türkis, der Strand schneeweiß. Und wenn Ihr schon ´mal dort seid, solltet Ihr nicht Sigi-Spezial missen, im Tiburón, dem Strandrestaurant in Ses Illetes. Zwei Gläser von dieser Champagnerbowle und Ihr hört WHAM singen und das Meer ist noch einmal so blau…

Apropos Sangria, wir sind ja in Spanien und da dürfen Tapas wohl nicht fehlen. Absolut herrlich ist ein Abend in Sant Josep, im El Destino, d a s Tapas-Restaurant auf Ibiza (unbedingt vorbestellen – Tel: 971 800 341). Hinterher geht es natürlich in das legendäre KM 5, zwischen Eivissa und Sant Josep, am besagten KM5. Diese umgebaute Finca, in deren Garten Beduinenzelte von Kerzen und Fackeln beleuchtet werden, ist ein absolutes must in Ibizas Nachtleben. Musik gibt es leider nur drinnen, aber dafür sind ständig hippe DJs gebucht.

Während der ersten zwei Septemberwochen wird es leider keine Musik geben, es hält sich das Gerücht, dass die Bar geschlossen wird. Offiziell hätten sich Nachbarn beschwert, inoffiziell lief der Laden wohl den Diskobetreibern zu gut. Letzte Woche haben aber schon wieder die Gebrüder TIEFSCHWARZ aufgelegt – hoffentlich um diese Hiobsbotschaft zu widerlegen, denn dieser Club ist sowohl zum chillen, als auch als erste Station auf der Partyliste ungeschlagen – essen kann man dort übrigens auch gut.

Wer beim letzten Mal vergessen hat, einen Tisch zu bestellen und etwas Geduld hat, sollte die Trattoria del Sole besuchen (KM 8). Ein Garten wie für einen Film dekoriert – Mallorca-Style. Das Essen ist super, aber die Bedienung leidergenauso zahlenstark wie langsam.

Für alle, die aus der Stadt kommen und Hunger haben, kann ich El Coyote empfehlen (Eivissa-Sant Josep, KM 2). Der französische Restaurantbesitzer kocht dort selbst, französisch-spanische Küche. Serviert wird auf der mexikanisch anmutenden Terrasse oder drinnen in entspanntem Ambiente.

Da man schließlich nicht jeden Abend dieselbe Bar besucht, wurden auf der Insel noch andere Oriental-Chill-Out-Spots eröffnet. Neben dem Naif (Eivissa-Sant Josep Km 4), das nicht so stark besucht ist, aber in seinem sehr schönen Garten Djs auflegen lässt, versucht sich das AK Morgana zu etablieren (Straße zum Flughafen). Die Bar gehört zu der Italian Posse aus Sa Penya und versprach daher, gut zu laufen. Obwohl die Eröffnungs-Party ein Riesenerfolg war, verlief die Saison jedoch schleppend. Das Publikum und die Musik sind zwar eher mäßig, aber der Orient-Express im ersten Stock rechtfertigt einen Besuch allemal. Hier liegt man auf riesigen Sofas: Chilling Ibiza. Dort kann man sich noch überlegen, ob man den Abend ausklingen lässt oder sich dem Nightlife stellt…

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Stephanie Janßen
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hamburg
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Alle Reisen von Stephanie Janßen

Ibiza Special

Für einen Sommer haben Stephy und Andreas ihre Wohnung in Hamburg gegen ein Haus auf Ibiza eingetauscht, um dort zu leben und zu arbeiten - oder umgekehrt. Die beiden erzählen Euch vom Leben hinter und neben den Fassaden der Schaumparties.
Von chilligen Strandbars, kleinen Ateliers, trendigen Restaurants, Hippie-Leben - und natürlich auch von den coolsten Parties.