ChinaNeujahr in Beijing

Ankunft und Spring Festival

17.02.2007 |

Raus aus Shanghai und ab nach Bejing, der Hauptstadt von China. Das heißt raus aus der 18 Millionen Metropole mit Hunderten von Wolkenkratzern, dem ewigen Lärm, den engen, überfüllten Straßen, den 45.000 Taxis und einer unglaublich dreckigen Luft. Hinein in eine Stadt, die gegensätzlicher nicht sein kann. Keine Wolkenkratzer, sehr viel weniger Lärm, breite Straßen und nicht die ewige Hektik, die in Shanghai allgegenwärtig ist.

Das war unser erster Eindruck nach der Landung in Bejing und einer halbstündigen Fahrt zum Jade International Youth Hostel. Direkt östlich von der „Verbotenen Stadt“ gelegen bietet sie den perfekten Ausgangspunkt, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Bejing anzusehen. Nebenbei zahlen wir für ein 2-Bett Zimmer mit eigenem Bad jeder 10 Euro pro Nacht, das kann sich sehen lassen.

Erster Anlaufpunkt für uns war der Kohlehügel (Jingshan Gonyuan), welcher nördlich der „Verbotenen Stadt“ liegt und einen wunderschönen Panoramablick über dieselbige bietet. In einem Park gelegen ist dieser Hügel aus dem Aushub des um die Verbotene Stadt führenden Grabens entstanden. Auf dem höchsten Punkt liegt ein Tempel, von welchem aus ein Rundblick über die ganz Stadt möglich ist.

Nächster Punkt auf unserem Nachmittagsprogramm war der Nord-See-Park (Beihan Gongyuan), welcher nordwestlich der Verbotenen Stadt liegt und über verschiedene Brücken zu erreichen ist. Auch dieser Park hat einen Hügel, den wir erklimmen mussten, um oben angekommen die „Weiße Dagoba“ zu bestaunen, die anlässlich des Besuchs des Dalai Lama im 17. Jahrhundert geweiht wurde.

Danach ging’s ab zum Platz des himmlischen Friedens. Der Weg dorthin war nicht immer einfach, da in diesem Teil der Stadt sämtliche Straßen kompliziert und nicht immer auf direktem Weg unterquert werden. Egal, am Platz angekommen kam eine kleine Enttäuschung. Alles war abgesperrt, niemand durfte den Platz betreten, offensichtlich wegen des anstehenden Neujahrsfests. Egal, man kann den Platz auch von der anderen Straßenseite ansehen. Mit Mao im Rücken und direktem Blick auf das Denkmal der Volkshelden (Renmin Yingxiong Jinianbei) bot sich ein beeindruckender Blick. Allerdings hatten wir uns den Platz noch größer vorgestellt. Mal sehen, wie das bei Tag aussieht.

Also erstmal zurück in die Herberge und für den Abend stärken, denn schließlich steht ja das chinesische Neujahrsfest an, das absolute Highlight des Jahres für ganz China. Besonderes Schmankerl für 2007 ist die Tatsache, dass nun das Jahr des goldenen Schweins beginnen sollte, das kommt immerhin nur alle 60 Jahre vor!

Verbracht haben wir den Abend dann auf dem Platz zwischen dem „Bell-Tower“ und dem „Drum-Tower“. Im Norden der Stadt gelegen ist er am Silvester Abend ein beliebter Treffpunkt, um Raketen und andere Knaller abzufeuern. Im Gegensatz zu Deutschland lief dies sogar sehr kontrolliert ab. Anstatt sich gegenseitig mit Böllern zu bewerfen, wurden Böller und Raketen vorschriftsmäßig auf den Boden gelegt und angezündet. Sehr beeindruckend für uns, allerdings haben wir uns erklären lassen, dass in Peking böllern erst seit zwei Jahren wieder erlaubt ist, zuvor gab es wohl diverse Brände, daher jetzt auch die Sicherheitsmaßnahmen…

Im Laufe des Abends wurde aus anfänglichem Geknalle dann mehr und mehr ein wahres Feuerwerk, es schien, als ob alle Chinesen gleichzeitig ihre Böller und Raketen zünden wollten! Zusammen mit gelegentlichen Showeinlagen, Volkstanz und den Maskottchen für Olympia 2008 in Bejing wurden wir sehr gut unterhalten und haben uns mindestens genauso gut amüsiert, wie die 800 Millionen Chinesen, die den Silvesterabend im Kreis der Familie vor der Glotze verbracht haben! Alles in allem ein gelungener Abend, wie die Bilder hoffentlich auch zeigen!

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Verbotene Stadt vom KohlehügelHalle des VolkesHimmlischer Frieden in der DämmerungKohlehügelMädchen FeuerwerkMaskottchenBelltower FeuerwerkBöllerresteWeisse Dagoba
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Felix Seeliger
Alter
jung geblieben
Ort
Shanghai
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Alle Reisen von Felix Seeliger

Neujahr in Beijing

Zusammen mit seinem Kollegen Martin macht sich Felix auf nach Peking um zusammen mit geschätzen 1,2 Millionen Chinesen das alte Jahr zu verabschieden und das Jahr des Schweines zu begrüßen.