ChinaNeujahr in Beijing

Verbotene Stadt und Abreise

22.02.2007 |

Am Tag der Abreise sollte das Wetter wieder wie gewohnt sonnig sein, also ideal, um noch ein paar Stunden in der Verbotenen Stadt, dem Palast des Kaisers, zu verbringen. 40 RMB Eintritt plus weitere 40 RMB für die Audiotour sollten bei einem Besuch investiert werden, um sich von einer netten Stimme die Verbotene Stadt erklären zu lassen. (Wenn sie denn rechtzeitig zur passenden Sehenswürdigkeit anspringt, was bei immerhin 50% unserer 2 Geräte auch der Fall war.)

Der Kaiserpalast (offizieller Name) ist ein durch eine 10 Meter hohe Mauer und einen breiten Wassergraben umgebenes rechteckiges Areal, das an allen vier Ecken durch riesige Wachtürme gesichert ist. Weiterhin hat die Verbotene Stadt ein Nord- und ein Südtor. Kleiner Wehrmutstropfen war, dass sowohl das Nordtor, als auch verschiedene Paläste gerade restauriert wurden und von grünen Plastikplanen verdeckt waren. Trotzdem vermittelte uns die Verbotene Stadt einen imposanten Eindruck davon, wie der Kaiser und seine Familie in früheren Zeiten gelebt haben. Interessant an den Lebensgewohnheiten war die Tatsache, das die Kaiserin nur direkt nach der Ehe ein Gemach mit dem Kaiser teilte, danach jedoch einen Bereich im Nordwesten mit Kaiserin-Mutter und Konkubinen teilen musste.

Reich verzierte Häuser im chinesischen Stil zusammen mit riesigen Plätzen und Empfangsräumen für den Besuch erstaunten uns ebenso, wie der Einzug amerikanischer Lebenskultur in ein Prunkstück chinesischer Kultur, denn mitten in der Verbotenen Stadt gibt es eine Starbucks Filiale.

Der kaiserliche Garten im nördlichen Bereich faszinierte uns und tausende Andere mit kleineren Pflanzen und einem aufgetürmten Steinberg der als Springbrunnen diente und zu besonderen Anlässen vom Kaiserpaar bestiegen wurde. Nach unserer Odysee durch die Jadeshops am Montag wussten wir die Betrachtung der riesigen Jadeschnitzereien ohne aufdringliche Verkäufer sehr zu schätzen. Leider hatten wir vor unserer Abreise nicht genug Zeit, um auch noch die letzten Ecken der Stadt zu erforschen, da der Abflug unaufhaltsam näher rückte. Also zurück ins Hostel und dann ab zum Flughafen.

Entgegen üblicher Shanghai Erfahrung bekamen wir in Peking auch ein Taxi, obwohl wir es eilig hatten und waren anderthalb Stunden vor Abflug am Flughafen. Etwas Sorge bereitete uns die Tatsache, dass wir keine Zeit mehr zum Essen fanden, weil uns der Haferschleim vom Hinflug noch in guter (?) Erinnerung war und sich nach dem langen Tag ein leichtes Hungergefühl bemerkbar machte. Am Schalter wurde uns dann mitgeteilt das unser Flug bereits voll belegt sei und wir doch bitte zum „Late Check-In“ gehen sollten (1:15h vorm Start eines Inlandsfluges!).

Die junge Dame beim „Late Check-In“ sprach nur wenig Englisch machte uns aber deutlich, dass wir nicht zusammen sitzen könnten, na toll. Ihre Chefin sah unsere enttäuschten Gesichtsausdruck und erklärte schnell, das wir First Class statt Economy fliegen und unsere Enttäuschung war dahin. First Class Essen ist auch in chinesischen Fluglinien lecker und so landeten wir satt, glücklich und voll neuer Erfahrungen in Shanghai.

Es gibt keine Kommentare.
Deine Meinung?

Fragen? Kommentare? Irgendwas...?

*


*

* muss sein, leider...
² sagen wir auch nich' weiter. Versprochen!

  • «
  •  Bericht 6 von 6 
  • »
KohlehügelDrachenmauerKrokodilDrachenPalästePavillion KaisergartenSüdtorTorVerbotene Stadt FelixVerbotene Stadt MartinWachmann FelixWachturm
Felix
hat nur 12 Bilder geschickt
Userbild
Name
Felix Seeliger
Alter
jung geblieben
Ort
Shanghai
Webseite
---

Alle Reisen von Felix Seeliger

Neujahr in Beijing

Zusammen mit seinem Kollegen Martin macht sich Felix auf nach Peking um zusammen mit geschätzen 1,2 Millionen Chinesen das alte Jahr zu verabschieden und das Jahr des Schweines zu begrüßen.