Urlaub in "Ingien"
Bürokratie für keine Geduld der Welt...
08.09.2003 |
In der beschaulichen westfälischen Provinz feiert Mr. Moritz seinen Geburtstag wahrscheinlich damit, ebenfalls die Urlaubskoffer zu packen (Alles Gute übrigens), während am anderen Ende der Welt Inga verschläft, Anja auf Sharons Besuch wartet und ich meinen Jetlag auskuriere. Der Tag beginnt also eigentlich erst so richtig um fünf. Bis dahin gibt es nichts Spannenderes zu berichten, als dass es ungefähr zwanzig verschiedene MTV Verschnitte auf hindi und Soap Opera Sender gibt.
Delhi, 17 Uhr, milde 30 Grad, die Sonne scheint. Inga und ich düsen los zum Connaught Place, schlendern ein wenig herum, testen das Eis von McDonalds und machen einige kurzweilige Bekanntschaften, die z.B. nächsten Monat nach Deutschland reisen, genauer gesagt nach Melbourne, oder meinte er vielleicht doch München? Oder Moskau? Nahi, das läge ja schliesslich in Österreich.
Wir wollen weiter zur New Delhi Train Station, um meine Tour in die Gänge zu bekommen. Kauf eines Zugtickets, Schritt 1: Ein Rickshaw zum Bahnhof ordern. Schritt 2: Sich vom Fahrer unaufgefordert zum "Tourist Office" seines Onkels o.ä. bringen lassen. Schritt 3: Den Fahrer höflich aber bestimmt anweisen, gefälligst und sofort zum Bahnhof zu fahren, dem er dann auch untertänigst nachkommt. Schritt 4: Sich von drei schwer verständlichen Menschen vorrechnen lassen, wann ein Zug nach Haridwar fährt. Schritt 5: Den Antrag auf ein Zugticket rechtmässig ausfüllen. Schritt 6: Zig Tips annehmen, von wo man um welche Uhrzeit für welchen Preis ein Taxi zum Bahnhof nehmen kann. Schritt 7: In der Schlange für Ladies einreihen und warten…warten…warten, bis der Beamte am Schalter wieder aus dem Hinterzimmer hervorkommt und nach Vorlage des Antrags das nächste Ticket ausstellt. Meines geht dann wider Erwarten ganz fix. Morgen früh um 7 also. Schritt 8: Zum Dilli Haat fahren lassen.
Ein symphatischer Food & Craft Bazaar, der touristisch noch nicht überlaufen ist und wo man in angenehmer und vor allem ruhiger Atmosphäre von den verschiedenen regionalen Küchen Indiens schlemmen kann. Wir entscheiden uns für Assam, bestellen blindlings was gut klingt und wenig später zum Glück auch gut schmeckt (Biryani, Gemüsereis & Mattar Paneer, gebratener Käse). Aufs Essen würde sich das Warten hier lohnen, muss man scheinbar aber nie. Ausnahmsweise.
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- Name
- Heike Schwarzpelz
- Alter
- 30
- Ort
- Bremen
- Webseite
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Alle Reisen von Heike Schwarzpelz
Urlaub in "Ingien"
Urlaub in "Ingien" heisst zu Besuch bei Inga - in Indien. Meine alte WG-Kumpanin macht derzeit ein 6-monatiges Praktikum in der deutschen Botschaft in New Delhi. Von hier aus geht es mit Notebook und DigiCam im Rucksack in holperigen Bussen und Zügen in Richtung des Himalaya, der Thar-Wüste, an den Strand, durch allerlei Städte oder auch ganz woanders hin. Mal sehen.
Die nächsten vier Wochen ist morgen auch noch ein Tag.










