SpanienSONAR - Festival für Elektronische Musik

Ankommen, Einchecken, Abchecken.

12.06.2002 |

Bei elektronischer Musik meine ich nicht nur Techno, sonder jede Spielart dieser musikalischen Richtung. Hannes, meine Reisebegleitung meinte auch, dass alles von elitärer Elektronik, bis zum teutonischen Techno, vertreten ist, man könnte dieses Wortspiel noch mit den Kreationen analoge Analogie oder nervender Noise aufwerten.

Noch bevor mich die ersten Sonnenstrahlen wecken konnten, läutete mein Wecker – 04.30 Uhr – es war Zeit für mich aufzustehen. Eine 4stündige Zugfahrt von Arnoldstein (südliches Österreich) nach Wien folgte. Als Einstimmung auf das Sonar konnte ich im Großraumwaggon bereits dem Handyklingeln der weiteren Passagiere lauschen.

In Wien traf ich auf meine Reisebegleitung Hannes Fertala und wir begaben uns zum Flughafen Schwechat. Nach dem Einchecken konnten wir bereits vereinzelt einige „Freaks“ erkennen, die unserer Meinung nach auch zum Sonar-Fest fahren dürften. Zum Beispiel waren drei Personen der „Lomo-Community“ am Flughafen anwesend, die ja, laut Festivalprogramm, die Visuals für die Veranstaltungsreihe „Sonar by night“ durchführen sollten. Da ich ja vor einigen Jahren einen Kurs der spanischen Sprache belegt hatte, dachte ich mir, dass ich noch einige Sätze verstehen würde. Diese positiven Gedanken wechselten jedoch schon im Flugzeug in Unverständlichkeit, als die Stewardess die ersten Sätze sprach und weiters wie ich mein „Cerveza“ (=Bier) in spanischer Sprache bestellen wollte und den falschen Artikel verwendete.

Barcelona begrüßte uns mit ca. 26° Celsius und schönstem Wetter. Das „Hostal Gat Raval“, in welchem wir unser Zimmer reserviert hatten, lag relativ zentral im Viertel „El Raval“, eine der ärmeren Gegenden Barecelonas. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, machten wir uns auf dem Weg den „Place de Angel(s!)“ zu suchen, um die Pressekarte abzuholen, die mir zugesagt wurde. Das Problem in Barcelona ist jedoch, dass es einen Place de Angel und einen Place de Angel(s) gibt. Jener Platz, den wir hätten aufsuchen sollen, wäre der mit „-s“ gewesen.

Es dürfte jedem klar sein, dass wir den falschen Platz fanden und dafür einen recht langen Fußmarsch in Kauf nahmen. Da wir die gesuchte Adresse an diesem Platz nicht fanden, teilte man uns in einer Hotelrezeption den Umstand mit, dass dies die Stelle ohne „-s“ sei und wir falsch wären. Zwei Feststellungen machten wir anschließend, nachdem wir den richtigen Platz gefunden und die Pressekarte abgeholt hatten. Die erste: das Akkreditierungsbüro befand sich in unmittelbarer Nähe der Austragungsorte „Sonar by day“ – diese wären das CCCB (Centra de Cultura Contemporania de Barcelona) und das MACBA (Museu dÁrt Comtemporani de Barcelona). Und die zweite, aber weitaus wichtiger Entdeckung – der „Sonar by day“ – Festival-Teil war gleich „ums Eck“ unseres Hotels.

Den restlichen Tag verbrachten wir damit, herumzuhängen und Energie für die nächsten Tage zu tanken. Ein weiteres Mal konnte ich die Bestätigung für meine nicht mehr so guten Spanischkenntnisse finden, indem ich in einem Lokal in der Landessprache bestellte und dann auch noch im besten „vorarlbergerischen“ Dialekt von einer Kellnerin ausgebessert wurde.

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Christian Pöschl
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jung geblieben
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Arnoldstein
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Alle Reisen von Christian Pöschl

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