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Australien: Segeltörns, Cairns und das Outback

05.11.2001 |

Whitsundays Wir haben wieder einmal ordentlich Glück, denn das Wetter ist während der 3 Tage traumhaft (anscheinend der erste Trip seit über einem Monat mit super Wetter). Bevor an Bord der „Reality“ gehen, borgen wir uns noch Wetsuits aus, weil wir tauchen gehen können (endlich wieder einmal).

Auf der „Reality“ sind ca. 40 Leute, ziemlich viel für den Katamaran. Und weil es so viele Leute sind, lernt man auch nicht recht viele kennen. Macht nichts, denn es sind trotzdem 3 herrliche Tage, einfach auf dem Boot sitzen und das Leben genießen.

Gleich am ersten Tag wird unser Schiff von drei Delphinen begleitet, das erregt natürlich richtig Aufsehen. Total super, wie sie mit uns mitziehen, immer wieder an die Wasseroberfläche springen und uns eine Zeit lang begleiten.

Am ersten Tag fahren wir zur Hook Island, wo wir die zwei Nächte schlafen werden. Die Anlage ist ziemlich einfach, aber wir sind ja auch wirklich nur zum Schlafen dort. Von hier aus sehen wir zwei wunderschöne Sonnenaufgänge. Die Abende verbringen wir mit 5 irischen Krankenschwestern und Patrick.

Vor dem Strand schnorcheln total viele Leute herum und schön langsam kommt die Ebbe. Bis wir zum Tauchen kommen, müssen wir schon ewig rausgehen (und das auf den Korallen), bis wir endlich unter Wasser gehen können.

Zum ersten Mal ist die Strömung total stark und die Sicht ziemlich schlecht. Aber wir sind am Great Barrier Reef und außerdem sehen wir eine wunderschöne Schildkröte. Anscheinend haben wir sie beim Schlafen aufgeweckt. Sie ist ganz nahe, hat einen makellosen Panzer und sieht ganz neugierig her. Da fehlen einem die Worte – einfach perfekt!

Am zweiten Tag fahren wir zeitig in der Früh zum Whitehavenbeach. Und der ist wirklich mehr als white! Ein Traum. Total feiner weißer Sand, weit und breit keine Touristen, man kann so richtig schön spazierengehen und das Nichtstun genießen. Am Nachtmittag können wir noch schnorcheln, aber das Wasser wird ziemlich schnell kalt und außerdem schwimmen überall kleine Quallen herum.

Bei unseren kurzen Wasserbesuchen sehen wir total viele Fische (kein Wunder, sie werden ja auch mit Brot von der Bootscrew angelockt), unter anderem eine riesige Maori Wrass, so richtig gigantisch.

Am dritten Tag fahren wir noch ein bißchen zwischen den Inseln herum bevor wir wieder in den Hafen von Airlie Beach fahren. Das Schnorcheln ist wegen der vielen Quallen bzw. Qualleneier für viele ein Alptraum.

Am Abend treffen sich viele vom Boot im „Magnum’s“, wo das Duell der Segelboote stattfindet.

Wir bleiben noch eine Nacht im „ReefO’s“, bevor wir endlich nach Cairns fahren. Eine zwölfstündige Busfahrt steht uns bevor, und das an einem wunderschönen Tag.

Cairns Nach einer anstrengenden Busfahrt kommen wir am Abend in Cairns an, wo wir die nächsten paar Tage im „Billabong Backpacker“ bleiben. Wir leisten uns endlich wieder einmal ein Doppelzimmer.

In unserem Backpacker bekommen wir Essensgutscheine für die „Sportsbar“. Am Anfang freuen wir uns noch, aber nach dem ersten Essen sind wir etwas enttäuscht. Es ist erstens voll wenig und zweitens schmeckt es nach nichts und drittens scheint Salz dort Mangelware zu sein. Aber weil es eben gratis ist, gehen wir wieder dort hin. In der „Sportsbar“ treffen wir auch die 3 Innviertlerinnen wieder, mit denen wir wieder einmal ordentlich fortgehen.

Wir sind von Cairns nicht so begeistert. Es ist eher klein und man kann nicht recht viel machen, oder zumindest nicht, wenn man nicht viel Geld für irgendetwas Exotisches (z. B. Skydiven) ausgeben will.

Wir bummeln durch die Stadt, machen ausgiebige Picknicks, kaufen viel ein, sehen riesige Pelikane und verbringen einen Tag im „Wild World Zoo“

Brigittes Wunsch geht in Erfüllung: Wir sehen so liebe Koalas, witzige Kanguruhs; man kann durch ihr Gehege gehen und Krokodile, die im ersten Moment ziemlich unecht wirken, aber auch nur solange, bis sie was zum Essen bekommen…

Dann machen wir noch einen eintägigen Ausflug zum Great Barrier Reef auf dem uralten Segelboot „Golden Plover“. Wir haben wunderschönes Wetter und hören uns beim Rausfahren die ganzen Horrorgeschichten von unserem Kapitän an.

Wir fahren zu einer winzig kleinen Insel (also wirklich winzig, so ca. 10 × 5 m, wo nichts ist), wo wir schnorcheln können. Es ist gigantisch. Wir sehen so viele wunderschöne Fische, manche total nah, viele neu, es ist so super. Wenn nicht das Wasser so kalt wäre. Es ist, wie wenn man in einem Aquarium wäre.

Gerald ist glücklich, als er bei der Rückfahrt auf den hohen Mast klettern darf, sieht sehr schwindelig aus. Wir erleben wieder einen wunderbaren Tag.

Zusammen mit den 3 Innviertlerinnen beschließen wir, uns für zwei Tage ein Auto auszuborgen, damit wir ein bißchen ins Landesinnere fahren können.

Wir machen uns auf die Suche und finden einen Toyota Corona, den wir total günstig bekommen, weil der Vormieter mit einem Kanguruh zusammentraf und deshalb das Auto runter nach Brisbane gebracht werden muss.

So war auch für uns das Problem gelöst, wie wir nach Brisbane zurück kommen sollten.

In Richtung Outback Gerald hat also das Vergnügen, 4 Mädels herumzufahren, was aber nicht immer lustig war. Ziemlich schnell gewöhnt er sich ans Linksfahren, nur beim Abbiegen gibt es anfangs noch kleine Probleme. Aber sobald wir aus Cairns draußen sind, geht’s los. Wir fahren ziemlich viele Dinge ab: Cathedral Fig, Curtain Fig, Lake Barrine, Millaa Millaa Falls, Z Falls, Enchina Falls. Da haben wir erst einmal genug von Wasserfällen, obwohl sie alle total super sind.

Jetzt geht’s los mit dem Outback. Die Landschaft verändert sich total. Trockene Wiesen mit Termitenhügeln, roter Erde und den typischen Bäumen. Noch weniger Autos auf den Fahrbahnen, dafür Kühe. Es ist genial. Genau so stellt man sich Australien vor. Wir fahren bis Uranda Lava Lodge, wo wir in Dorms schlafen. Wir kaufen schnell noch jeder ein Bier und sehen wunderschöne Sonnenuntergänge am Buffs-Ausblick. Wir haben irgendwie nicht damit gerechnet, dass es hier keinen Supermarkt mehr gibt (eigentlich ziemlich dumm von uns, denn wir sind im Nirgendwo) und deshalb müssen wir uns mit Sandwichs zum Abendessen begnügen. Da sehen wir auch schon die ersten freilebenden und noch lebendigen Kanguruhs, wenn auch nur Rat-Kanguruhs, die zwischen den Tischen herumhüpfen.

Am nächsten Morgen machen wir eine Tour zu den Uranda Lava Tubes, total interessant und lustig, weil die Australier immer alles total super und lebhaft erzählen. Dort sehen wir auch ein Baumkanguruh. Nach der Besichtigung geht’s wieder Richtung Cairns über Atherton und Kuranda, wo wir nur kurz stoppen, weil wir zu den Stränden nördlich von Cairns wollen. Als wir dort dann endlich ankommen, ist es allerdings schon ziemlich bewölkt. Trotzdem liegen wir noch am Strand. Wir liefern die Mädels wieder ab und schlafen uns für den nächsten Tag aus. Schließlich geht es bald in der Früh mit dem Auto Richtung Süden.

Schon um kurz vor 6 Uhr früh sitzen wir im Auto Richtung Brisbane. Und wir werden noch lange im Auto sitzen. Heute darf auch Brigitte mal fahren, aber es ist echt kein Problem, links zu fahren.

Außerdem haben wir ja ein Automatikauto, das ziemlich gut geht. Und auf den Straßen ist sowieso kaum Verkehr. Wir fahren ewig, und als es dunkel wird und wir eigentlich stoppen wollen, verschätzen wir uns ordentlich. Wir denken, dass Bundaberg viel näher ist. Und so muss Gerald noch bis ca. 22 Uhr fahren. Wir kommen auch noch zu einem Unfall zurecht, wo wir echt froh sind, dass uns nichts passiert. Ein ganzer Tag im Auto macht ordentlich müde.

Bundaberg Wir schlafen in einem total lieben Backpacker „Workers & Divers“ – es war aber gar nicht so einfach, so spät noch ein Zimmer zu bekommen. Am nächsten Morgen schauen wir uns Bundaberg an. Es ist echt ein voll schönes kleines Städtchen, schaut sehr gemütlich aus. Um 11 Uhr haben wir dann eine Führung in der Bundaberg Rum Destillery, was sehr interessant ist, vor allem als wir ca. 500 Mill. Dollar (ein Fass) in der Hand haben und nach der Führung eine Kostprobe, die bei Brigitte etwas einfährt. Aber halb so schlimm.

Nach unserem „Bear Bundy“ und „Pink Lady“ geht’s dann wieder weiter nach Brisbane. Wir wechseln uns beim Fahren ab, und kurz vor Brisbane darf Gerald wieder fahren.

Es ist die Hölle, wir sind in einer Großstadt und haben keine Ahnung, wo wir sind oder wo wir hin müssen. Wir fahren ca. 1 Stunde herum, bis wir endlich bei einem Backpacker sind. In ca. 16 Stunden sind wir von Cairns nach Brisbane gefahren – keine schlechte Leistung.

Brisbane Wir bekommen ein ziemlich günstiges Zimmer „Swapmans“, wo wir uns erst einmal von den Autofahrten erholen müssen.

Obwohl es ein Sonntag ist, können wir in der Innenstadt richtig in den Geschäften schauen. Brisbane ist viel besser als sein Ruf. Es gibt voll viele Geschäft und die Parkanlage Southbank ist wunderschön.

Zum Entspannen legen wir uns am Abend in das Spa von unserem Backpacker, eine Wohltat. Natürlich darf am letzten ganzen Tag in Australien ein richtiges BBQ nicht fehlen.

Der letzte Tag ist gekommen, wir reinigen das Auto, tanken auf und versuchen, die Autovermietung zu finden. Gott sei Dank ist es dieses Mal etwas leichter. Ein netter Mitarbeiter von Appollo fährt uns zum Flughafen und gibt uns noch die letzten Tips für die strenge neuseeländische Paßkontrolle.

Und dann verbringen wir wieder einmal viel Zeit am Flughafen, geben unsere letzten paar Dollar aus, bevor wir in einem Flieger voll mit Urlauberrückkehrern nach Christchurch fliegen.

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² sagen wir auch nich' weiter. Versprochen!

Brigitte
hat nur 29 Bilder geschickt
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Brigitte Weiss
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Salzburg
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Alle Reisen von Brigitte Weiss

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Über 5 Monate waren wir, Brigitte und Gerald, quer durch Asien auf der Tour unseres Lebens (zumindest bis dato) unterwegs und haben etwa 2000 Bilder und 100te Abenteuer mit nach Haus gebracht. Reiseziel: Thailand, Malaysia, Singapore, Java, Bali, Flores, Komodo, Australien, Neuseeland...
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