




Asien - Paradisetrip!
Australien: Sydney, Blue Mountains und me(e)hr...
28.10.2001 |
Sydney Um 7 Uhr früh landen wir in Syndey. Noch total verschlafen vom Fliegen, weil man halt in so einem Flieger nicht ordentlich schlafen kann. Am Flughafen suchen wir uns noch ein Backpacker raus, von dem wir uns dann abholen lassen.
Das „Boomerang“ liegt in der Nähe von Kings Cross, dem Rotlichtviertel. Erst einmal wollen wir schlafen. Aber nicht lange, denn wer will an so einem wunderschönen Tag schon schlafen, noch dazu in Sydney. Wir wurden reichlich vorgewarnt, dass es in Australien kalt ist, Winter eben. Aber scheinbar haben wir wieder einmal Glück, denn es ist angenehm warm und die Sonne scheint. So steht unseren Besichtigungen nichts mehr im Wege.
Mary’s Cathedral, durch den Botanic Garden (ein Traum, diese riesige Anlage) zum Mrs. Maquaire’s Place. Von hier hat man eine wunderbare Aussicht auf die Harbour Bridge und die Oper. Weiter am Meer entlang zur Oper und zur Harbour Bridge. Hier gehen wir rauf zur Aussichtsplatform und lernen zum ersten Mal die sympathische Art der Australier näher kennen: Die Frau am Eintritt gibt uns die Tickets viel billiger, einfach so!
Victoria Building, Darling Harbour mit dem Syndey Aquarium. Hier verbringen wir über 3 Stunden, stehen vor den einzelnen Aquarien und staunen, freuen uns über Fische, die wir selber schon beim Tauchen gesehen haben.
Spaziergang zu The Rocks und zufällig ins Museum of Contemporaty Art (ziemlich ausgeflippt, aber super). Wir haben wieder einmal Glück, weil genau an dem Tag, an dem wir zum Bondi Beach fahren wollen, die Busse in ganz Syndey und Umgebung gratis sind. Cool. Wir fahren also raus nach Bondi, können die Surfer in den hohen Wellen sehen. Ein Wahnsinnsstrand mit Megawellen. Dann gehen wir zu Fuß der Küste entlang nach Cooger. Die ganze Zeit geht man an den Kippen und Küsten entlang – ein traumhafter Spaziergang.
Syndey ist ein wunderschöne Stadt. Wir können es gar nicht glauben, wie wunderbar es hier ist. Die Australier sind ein supernettes Volk, jeder will dir helfen und ist total sympathisch. Leider sind die teuren Zimmer- und Essenspreise nicht so sympathisch, deshalb schlafen wir hauptsächlich in Dorms und kochen wieder selber.
Und die Welt ist klein, das stimmt. Denn in unserem Backpacker hört Brigitte jemanden Österreichisch reden. Sie sagt es Gerald und der klopft total neugierig bei einem Zimmer. Und wer kommt raus? 3 Innviertlerinnen! Wir gehen natürlich noch mit ihnen fort und werden sie an unserem Weg die Ostküste rauf noch öfters treffen.
Bevor wir weiter rauffahren, sehen wir uns noch den Cirque de Soleil an. Ein beeindruckender Zirkus. Wir haben Glück und bekommen noch ziemlich spät Karten. Und mit dem australischen Publikum, das voll mitfiebert, ist die Vorstellung noch 1000mal besser.
Die öffentlichen Toiletten kommen uns nach 3 Monaten Asien wie Paläste vor. Und auch die Autos bleiben wieder stehen, wenn wir über die Straßen gehen. Alles noch etwas ungewohnt, aber spitze!
Nach ausgiebiger Syndey-Erkundung ziehts uns in die Blue Mountains. Da das Bus- und Zugfahren noch immer nichts kostet, fahren wir gratis.
Blue Mountains Auch bei der Zimmersuche haben wir Glück: Wir nehmen einen Dorm in der Katoomba Mountain Lodge, wo im Aufenthaltsraum ein offener Kamin steht, vor dem alle am Abend sitzen. Den brauchen wir auch, denn hier oben ist es kalt, und vor allem in den Nächten wird es ziemlich eisig.
Am ersten Tag machen wir gleich eine Mega-Tour: Leura Falls, Gordon Falls, Echopoint, Three Sisters, Giant Stairs (wir sind ziemlich froh, dass wir die nur runtergehen müssen und nicht wieder rauf), am Federal Pass bis Katoomba Falls, Scenic Railway, über die Federal Stairs (die auch nicht gerade ohne sind) rauf und zurück zum Echopoint, bevor wir durch den Ort zur Mountain Lodge gehen. Die Aussicht ist Wahnsinn, Kilometer weit nur Wälder der Blue Mountains.
Wir sehen zum ersten Mal freifliegende Papageien. Leider lassen sie sich nur ungern fotografieren. Es ist wunderschön, tut so richtig gut, die frische Luft einzuatmen. Aber nach 7 Stunden Wandern sind wir beide fertig. Leider k önnen wir den Text von „Von den Blauen Bergen kommen wir…“ nicht mehr. Aber die Luft brauchen wir eh zum Atmen.
Am zweiten Tag geht es Gerald nicht so gut und deshalb geht Brigitte alleine herum. Denn wenn man schon mal hier ist, will man auf die wunderschöne Natur auch nicht verzichten. Die heiße Dusche am Abend tut gut, weil es richtig eisig kalt wird. Und dann erwärmen vor dem Kaminfeuer.
Wir wollen nun endlich mit der Reise Richtung Cairns beginnen, haben das Greyhound Ticket und fahren über Nacht nach Coffs Harbour.
Coffs Harbour Um 5.30 Uhr in der Früh kommen wir in Coffs an, stopfen unsere riesigen Rucksäche in ein Schließfach (sparen sparen sparen) und machen uns zu Fuß in Richtung Meer auf. Leider ein ziemlich langer Weg. Aber der Sonnenaufgang lohnt sich dort.
Dann geht’s gleich weiter zur Mutton Bird Insel, von wo wir dank einem Australier die ersten Wale sehen. Zwar nur ganz kleine weiße Flecken am Meer, aber für den Anfang ist es doch ziemlich beeindruckend, dass da irgendwo draußen so riesige Wale sind. Auch die Mutton Birds mit ihren lustigen Rufen sind total witzig. Wegen der Big Banana, die dann halt wirklich nur eine große Banane ist, sind wir hier hergefahren. Ein obligatorisches Foto, der Rest des Vergnügungsparkes ist uns aber zu teuer.
So verbringen wir den Tag auf einer Wiese, gemütlich picknickend, weil wir keine Möglichkeit haben, um zum Zoo zu kommen (Autostop funktioniert nicht und Bus geht keiner). Zurück zum Busbahnhof geht’s über den Coffs Creek Walk (man kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass man inmitten einer Stadt ist) und Botanic Garden.
Am selben Abend fahren wir noch weiter nach Byron Bay, wo wir leider nicht so viel Glück bei der Zimmersuche haben – wir schauen etwas zu lange.
Byron Bay Und so bleibt uns nur mehr die Jugendherberge. Aber nur für die erste Nacht. Wir kommen spät an und sind noch müde. Am nächsten Morgen suchen wir was Neues. Etwas außerhalb liegt die „Arts Factory“, eine Art Hippie-Kommune, aber total gemütlich: draußen gibt’s Zelte (eigentlich sollen wir ja da schlafen, aber irgendwie wird es am Abend immer kälter und so nehmen wir dann doch noch ein Zimmer mit einem Megagemütlichen Bett). In der Arts Factory treffen wir auch die 3 Innviertlerinnen wieder, mit denen wir ausgiebigst das Nachtleben erkunden.
Wir machen ein Picknick im Park, gehen am Strand entlang, zum Leuchtturm, dem östlichsten Punkt von Australien, von dem aus wir wieder Wale sehen, dieses Mal sogar etwas größer, und durch einen Wald zurück. Ein schöner Spaziergang.
Wir finden in Byron Bay ein super Angebot von Peterpan: 11 Tage und 10 Nächte, die wir dann auch gleich buchen, und so geht’s schneller als erwartet rauf der Ostküste entlang.
Noosa Wir schlafen im „Koalas“, ein total gemütlicher Backpacker mit ordentlichem Abendprogramm. Hier merken wir zum ersten Mal, dass die Australier wirklich ein richtiges Party-Volk sind. Ein Jug nach dem anderen wird bestellt, gute Musik und ein langer Abend…
Wir erkunden den Strand, wandern im Nationalpark, wo es dann leider etwas zu regnen anfängt. Aber das macht gar nichts, weil wir den ersten Koala sehen. Und wir haben wieder so richtig Glück, weil die normalerweise am Tag schlafen. Aber gerade in dem Moment, in dem wir vor dem Baum stehen, klettert er ein bisschen herum. Wir sind total begeistert!
Von einem Party-Hostel geht’s gleich zum nächsten:
Hervey Bay Hier bleiben wir wieder im „Koalas“, wieder ein richtiger Partyort. Hier lernen wir auch die Leute kennen, mit denen wir 3 Tage auf Fraser Island, der größten Sanddüne der Welt, verbringen werden. Wir haben total Glück und kommen in eine supertolle Gruppe: Vyv (GB), Emma und Bonny (GB), Andrea und Jordon (CAN), B. (D) und wir zwei. Gemeinsam haben wir eine supertolle Zeit auf der Insel: Vyv fährt total wild, aber nichts gegen Emma, die noch nicht einmal den Führerschein hat. Wir haben mehr Geld für Alkohol als für Essen ausgegeben. Deshalb gibt es schon bei den Mittagspicknicks Bier.
Das BBQ ist einfach gigantisch. Gemütliches Lagerfeuer. Wir sehen Dingos, die vor allem bei den Mädels Panikattacken auslösen. Lernen am Abend typische Australier kennen, die hier auf Fraser schon zum 10. Mal Urlaub machen. Kosten bei ihnen leckeres Dumper. Lake Mc Kenzie, Lake Waby, wo es zum ersten Mal aussieht wie in der Wüste. Am zweiten Morgen werden wir vom Regen aufgeweckt und den ganzen Tag hindurch schüttet es nur. Es tut aber unserer Stimmung keinen Abbruch. Eng gequetscht mit lauter nassen Sachen sitzen wir im 4WD und fahren von Indian Heads zu den Champagne Pools. Wir müssen die ganzen Reste essen und trinken – und davon haben wir genug. Erst am Abend hört es zu regnen auf und wir haben ein wunderschönes Abendrot.
Der letzte Tag ist noch einmal wunderschön, wir kommen wieder am Schiffs-Wrack und am Lake Mc Kenzie vorbei. Zurück im Koalas heissts erst einmal Campingausrüstung waschen und zurückgeben, Autos reinigen (unser Jeep war übrigens der mit Abstand dreckigste), endlich wieder duschen und am Abend so richtig Feiern: Jeder braucht das jetzt. Wir trinken das Bier aus den Jugs, tanzen zu allen möglichen Songs, singen in der Karaoke-Bar (und das zum Leidwesen der Einheimischen und zwar zu jedem Lied) bis spät in den Morgen hinein. 3 super Tage, mit Regen, Wind und Sand (und das am Schluß eigentlich schon überall: am Körper, im Sandwich,...)
Das Abschiednehmen fällt schwer, gemütliches Ausspannen für Gerald und mich bevor es am Abend Richtung Airlie Beach weitergeht.
Airlie Beach Wir fahren über Nacht und kommen um 8 Uhr morgens in Airlie Beach an. Unser Backpacker „ReefO’s“ liegt etwas außerhalb, aber mit dem Courtesy Bus (die hier überall üblich sind) ist das kein Problem. Wir kommen bei unserer Ankunft gerade noch recht zum Frühstück – unglaublich, so billig uns so ein leckeres und üppiges Frühstück.
Wir merken, dass wir schon immer mehr im Norden sind, weil es viel wärmer ist. Wir bummeln durch den kleinen Ort und liegen am künstlich angelegtem Strand in der Sonne. Viele Bekannte von Hervey Bay sind wieder da – jeder hat das günstige Peterpan-Angebot gebucht.
Wir bleiben nur eine Nacht, weil es dann losgeht mit unserem Segeltrip durch die Whitsundays. Mehr dazu erfahrt ihr im nächsten Australien-Bericht.
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- Name
- Gerald Reisecker
- Alter
- 37
- Ort
- Salzburg
- Webseite
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Alle Reisen von Gerald Reisecker
Asien - Paradisetrip!
Über 5 Monate waren wir, Brigitte und Gerald, quer durch Asien auf der Tour unseres Lebens (zumindest bis dato) unterwegs und haben etwa 2000 Bilder und 100te Abenteuer mit nach Haus gebracht. Reiseziel: Thailand, Malaysia, Singapore, Java, Bali, Flores, Komodo, Australien, Neuseeland...
Es war ein Paradisetrip!

































