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Indonesien: Bali, Flores, Komodo. Warane, Hahnenkämpfe und alte Tempel...

22.10.2001 |

Kuta Wir haben es geschafft! Spät am Abend kommen wir im „Puri Agung“ an, wo uns die 3 Engländer schon ein Zimmer reserviert haben. Ein bißchen später treffen wir sie auch wieder, natürlich muss das Wiedersehen gefeiert werden. Aber nur Gerald geht mit, Brigitte ist wegen der Antibiotika ziemlich müde und geht schlafen.

Kuta wird zum Urlaub, wie man ihn in Griechenland auch machen könnte. Viel fortgehen, vor allem für Gerald. Brigitte kommt erst beim zweiten Kuta-Besuch vor unserem Abflug in den Genuß. Am Strand liegen, den Surfern zusehen, selber Body-Boarden probieren (was natürlich total lustig ist), und viel viel einkaufen. Es tut gut, einmal nichts zu tun, vor allem nach dem anstrengendem Sightseeing der letzten Wochen. Irgendwie ist es mal was anderes, so richtig Urlaub zu machen. Wir lernen auch noch Jo, Steve, Ashley und Julia kennen. Wir haben viel Spaß.

Aber trotzdem wollen Gerald und ich weiter. Wir organisieren noch eine 5tägige Bootstour eine Woche später, die Zwischenzeit verbringen wir in Ubud.

Ubud Nicht weit von Kuta weg ist Ubud. Im „Budis House“ bekommen wir einen total riesigen Bungalow mit leckerem Frühstück mit frischen Früchten. Wir sehen uns Ubud selber und die Umgebung an: Monkey Forest (hier laufen total viele lustige Affen herum. Manchmal geht’s aber auch bei denen hoch her. Es ist interessant, wie ähnlich wir Menschen den Affen sind. Total lustig.

Wir gehen zu Fuß neben den Reisterrassen nach Sebali, ein kleines Dorf. Ein wunderschöner Spaziergang. Natürlich lassen wir uns auch einen Hahnenkampf nicht entgehen. Die finden ständig irgendwo statt, teilweise sogar nur zwischen zwei Männern auf einem kleinen Weg.

Der Kecak Fire and Trance Dance ist total beeindruckend. Wie sich die Menschen bewegen – von Kopf bis Fuß alles perfekt. Total super. Dafür ist das Schattenspiel eine einzige Touristenverarschung und wir gehen früher raus. So blöde Monica Lewinsky Witze haben in ihrem höchsten kulturellem Erbe doch nichts verloren oder?

Wir machen auch einen Ausflug im Minibus zur Elefantenhöhle Goa Gajah, Steintempel Gunung Kawi, Quelltempel Tampaksiring, Aussicht auf den See und Vulkan Batu, Muttertempel Besakih (eine einzige Frechheit! Man wird ja schon vorher gewarnt, dass man sich keinen Guide nehmen soll. Nur ist es ohne Guide scheinbar unmöglich reinzukommen. Die Typen machen einfach das Tor zu und sagen, dass wir nur reinkommen, wenn wir beten, und beten kann man nur, wenn man etwas zahlt. So sieht es also mit ihrem heiligsten Tempel aus! Der ganze Minibus ist total sauer! Wir wollen nur mehr weg).

Zu Fuß gehen wir auch nach Sayan, wo die ganzen Luxushotels stehen. Dort will auch wieder so ein alter Mann Geld, nur weil er uns gezeigt hat, wo man die beste Aussicht hat. Der hat aber Pech gehabt. Schön langsam haben wir die Nase voll!!! Wir fahren mit dem Bemo nach Bedulu zum Yeh Pulu, wo uns eine alte Frau mit anscheinend „heiligem“ Wasser wäscht und anschließend auch noch will, dass wir es trinken. Hoffentlich werden wir nicht krank.

Ubud gefällt uns schon gut, nur die ganzen Touristen-Verarschungsnummern reichen uns mit der Zeit. Die Abende genießen wir im Stammrestaurant Dewa, wo wir auch den einen oder anderen Arak Coke trinken. Dieses Getränk bringt dich fast um, total stark, aber lecker.

Die Bootstour naht und so geht’s weiter mit der Fähre nach Lombok, wo wir eine Nacht in Mataram schlafen, bevor wir auf die andere Seite der Insel fahren, wo unser Boot schon auf uns wartet.

Bootsfahrt nach Flores Man kann nicht sagen, dass wir nicht ein bisschen enttäuscht waren, als wir das Schifferboot zum ersten Mal gesehen haben. Aber so schlecht war es dann gar nicht. Wir hatten eine super Zeit, mit viel Alkohol, zweimal am Tag 5 Tage lang das gleiche Essen (nur einmal gab es Fisch und einmal Huhn, aber sonst, immer das gleiche: Reis und Gemüse, mit der Zeit etwas fad), und vielen Erlebnissen: Wir sind an unbewohnten Inseln entlang gefahren, man kann sich gar nicht vorstellen, wie es dort war. Grün und Braun und teilweise kein einziger Baum. Und so ging es stundenlang dahin.

Wir hatten super Gelegenheiten zum Schnorcheln und Schwimmen, auch wenn die Strömung manchmal unterschätzt wurde. Jo ist wahrscheinlich sehr froh, dass einer der Bootscrew sie mit einem Seil zurück zum Boot gezogen hat.

Wir erleben eine ziemlich stürmige Nacht auf See: Die Crew macht überall an Planen an und schon am frühen Abend beginnt das Boot, sich in alle Richtungen zu bewegen. Die ersten Leute werden seekrank und hängen den Kopf über das Boot. Es ist echt schlimm. Schon gegen 20:00 Uhr liegen alle an Deck des Bootes, jeder will nur mehr schlafen, damit er das Wackeln des Bootes nicht mehr mitbekommt.

Am nächsten Morgen ist die See wieder ruhiger – Gott sei Dank.

Auf Komodo sehen wir die ersten Warane. Anfangs glauben wir gar nicht, dass sie echt sind. Sie sehen so langsam aus, so wie sie da in der Sonne liegen. Wir gehen durch die Landschaft und sind ziemlich enttäuscht, weil wir keine anderen mehr sehen. Jeder geht ein bißchen wackelig, nach 3 Tagen nur am Boot.

Auf Rinca sehen wir dann auch während des wunderschönen Walks zwei Warane in der Wildnis. Das ist schon beeindruckend. Einer ist sogar gerade auf Nahrungssuche, aber wir sagen ihm nicht so zu.

Wir sehen Delphine an unserem Boot vorbeiziehen und fühlen uns richtig frei. Trotzdem ist es ein schönes Gefühl, nach 5 ereignisreichen Tagen vom Boot auf Flores runterzugehen, wo wir endlich wieder einmal duschen können und ein richtiges WC (Stehklo) benützen können (kein Loch mehr in einem Brett).

Labuan Bajo Das ist wohl die schönste Dusche seit langem – leider herrscht auf Flores Wasser- und Stromknappheit. Die Suche nach einem möglichst billigen Fahrer für eine Tour auf Flores ist gar nicht so einfach. Und so verschiebt sich unser Abreisetag für die Florestour um einen Tag. In Labuan Bajo gibt es eigentlich gar nichts zu tun, es ist nur ein kleines Fischerdorf. Und weil Sonntag ist, gehen alle Menschen in die Kirche, und wir schließen uns an.

Zusammen mit Joe, Becky, Jo und Nick sind wir 4 Tage auf Flores unterwegs. Wir bzw. Unser Fahrer Mat fahren die unmöglichsten Straßen, über Brücken, wo man durch zum Fluß sieht, kommen zu den kleinsten Dörfern mit Kindern, die noch nach Kugelschreibern fragen und nicht nach Geld. Hier ist einfach noch fast kein Tourismus, bis jetzt zumindest noch nicht. Und das ist auch gut so, die Leute sind einfach noch nicht so verdorben. Überall ist es total grün und es stehen Hühner, Pferde und Hunde auf der Straße.

Am ersten Tag besichtigen wir die Reisfelder von Cancar, eine Arak-Fabrik, die aussieht wie eine private Schnapsbrennerei bei uns daheim und schlafen in Bojana, wo wir nicht gerade das beste Essen serviert bekommen. Und das nach unserem eintönigem Bootsessen.

Am zweiten Tag geht’s zuerst ins Bena Village, ein altes Dorf, wo die Leute noch so leben wie früher. Dann fahren wir zu den Hot Springs, es ist aber ziemlich heiß und so kann niemand lange in den heißen Quellen baden. Trotzdem tut es gut. Nur der Schwefelgeruch bleibt. Wir fahren weiter zum Blue Beach, wo lauter blaue Steine herumliegen, die von Einheimischen eingesammelt werden. Und weiter geht’s nach Moni, wo wir die Nacht in einem Dorf ohne Strom verbringen werden.

Um 4:00 Uhr heißt es aber: Aufstehen, weil wir zum Vulkan Kelimutu fahren, wo wir uns den Sonnenaufgang ansehen wollen. Nur scheint heute keine Sonne. Aber trotzdem ist die Aussicht oben zwischen den einzelnen Farbensehen wunderschön. Nur etwas kalt ist es. Gegen Mittag machen wir uns auf den Weg zurück nach Labuan Bajo. Wir fahren eineinhalb Tage und sind schon froh, als wir uns endlich wieder frei bewegen dürfen. Die ganze Zeit im Auto sitzen, das war schon ziemlich anstrengend.

Weiter geht die Reise mit der Fähre von Flores nach Sumbawa, quer durchs Land mit dem Bus, die Fähre weiter nach Lombok, wieder quer durch die Insel bis nach Mataram, wo sich unsere Wege trennen. Wieder werden Tränen beim Abschied vergossen, aber wir hoffen, dass wir uns bald einmal wiedersehen. Wir wollen weiter auf eine der Gilis.

Gili Terawangan Die Insel ist sehr klein, aber trotzdem wird die Zimmersuche etwas kompliziert. Wir genießen noch das Meer und die herrlichen Schnorchelplätze, bevor das Gewitter kommt. Am Abend treffen wir zufällig Julia, Ashley, Steve, Calvina und Simone wieder, mit denen wir dann einen ziemlich schrecklichen Abend verbringen: Mushroom Shake. Wir verstehen nicht, wie das Leute öfters tun können, für uns wars der Horror pur, und wir sind so froh, als die seltsamen Gefühle wieder weg sind. Da wir aber kein Geld mehr haben und es auf Gili Terawangan keinen Bankomaten gibt, müssen wir zurück nach Lombok fahren.

In Senggigi lernen wir zufällig Tim und Jet kennen, die uns ihr Guesthouse „Siti Hawa“ empfehlen.

Senggigi Beach Die Bungalows sind einfach genial. Wir haben ein Bad im Freien, aber was für eines. Außerdem sind wir nur zu viert dort, haben einen Privatstrand, zwei Hausaffen, einen total netten Garten und können mit der Familie traumhaftes Essen genießen. Hier ist zwar überhaupt nichts los, aber das macht gar nichts. Wir liegen nur faul am Strand und lesen.

Unsere letzten Tage in Indonesien rücken immer näher, es wird also Zeit, dass wir wieder nach Kuta fahren.

Kuta die zwote Unsere letzten 3 Tage verbringen wir noch einmal ausgiebigst in Kuta: fortgehen, wir treffen zufällig Calvina und Simone wieder, gute Tuna-Plates essen, einkaufen… Im Meer lernen wir dann Helmut und Christine, zwei Münchner kennen, mit denen wir dann einen traumhaft leckeren Snapper in Knoblauchbutter verspeisen. So einen leckeren Fisch haben wir vorher noch nie gegessen. Wahnsinn. Man sucht unter anderen toten Fischen einen aus, den man will. Mit den beiden sollten wir auch am letzten Tag nach Denpasar zu einem Music Festival fahren. Irgendwie ist das Ganze dann aber total anders abgelaufen: Die Indonesier sind total durchgedreht und haben die Straßen gestürmt. Und wir sind nur mehr weg, fertig vom Vortag, fertig vom 5stündigem Warten in der Sonne, einfach fertig…

Und so freuen wir uns schon auf Australien, auf eine westliche Welt, leider auch mit westlichen Preisen.

Es gibt einen Kommentar.
Deine Meinung?

  1. Vielen Dank fuer den Besuch auf die insel Komodo und Flores Indonesien, hoffe hat flores immer mehr besucher in den naechsten zeit.

    Gruess aus Flores

    Leonardus Nyoman

    sagte Leonardus Nyoman am 28.09.2008 um 12:43 Uhr #

Brigitte
hat nur 35 Bilder geschickt
Brigitte
hat nur 35 Bilder geschickt
Userbild
Name
Brigitte Weiss
Alter
47
Ort
Salzburg
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Alle Reisen von Brigitte Weiss

Asien - Paradisetrip!

Über 5 Monate waren wir, Brigitte und Gerald, quer durch Asien auf der Tour unseres Lebens (zumindest bis dato) unterwegs und haben etwa 2000 Bilder und 100te Abenteuer mit nach Haus gebracht. Reiseziel: Thailand, Malaysia, Singapore, Java, Bali, Flores, Komodo, Australien, Neuseeland...
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