




Asien - Paradisetrip!
Thailand - The Beach(es) Von Bangkok bis Kho Phangan
15.08.2001 |
Intro
Und los geht’s mit unserem Abenteuer. Fast 12 Stunden vor unserem Abflug steigen wir ins Auto Richtung Passau, von wo uns der Zug in ca. 5 Stunden nach Frankfurt bringt. Der Zugschaffner ist der erste, der uns nach unserer Reise fragt. Er sieht unser Gepäck und dass das Rückticket offen ist. Ja, unglaublich. Wir sitzen im Zug und können es noch gar nicht fassen. Am Flughafen haben wir dann genug Zeit, um uns noch einmal davon zu überzeugen, dass wir wirklich fliegen, dass das alles kein Traum ist. Schon völlig müde vom Warten steigen wir in den Flieger und heben kurz nach Mitternacht ab, ab in Richtung Thailand, wo unser Abenteuer beginnen wird. Es ist der erste Langstreckenflug für uns beide; ein bisschen nervös sind wir natürlich. Wir können nicht schlafen, weil nicht genug Platz ist, obwohl die Maschine nur halbvoll ist, es sind also die Sitze gemeint. Wir versuchen die Zeit mit Video schauen und Radio hören (Radio Q werden wir noch ziemlich oft in nächster Zeit hören) tot zu schlagen. Gegen 15:00 Uhr Ortszeit landen wir in Bangkok und hier geht’s also los…
Bangkok
Wir wollen nur raus aus dem Flughafen, rein nach Bangkok, ein Zimmer finden und endlich die langärmeligen Kleidungsstücke loswerden. Wir suchen den Bus zur Khao San Road, durch viele herumirrende Thais, schwitzend sobald man die klimatisierte Flughafenhalle verlässt. Wir müssen noch etwas warten, bis wir in den bereits vollen Bus einsteigen können. Jetzt ist er also überfüllt und wir haben Stehplätze. Es ist soooo was von heiß. Und die Fahrt zieht sich. Wir brauchen ca. 2 Stunden für die 20 km lange Fahrt.
Endlich können wir irgendwo aussteigen, und hoffen, dass wir in der Nähe der Khao San Road sind.
Khao San Road
Wir kämpfen uns den Weg durch die berühmte Backpacker-Straße. Es wimmelt nur so von jungen Menschen, alle möglichen Typen – man kommt mit dem Schauen gar nicht mehr zusammen. Aber viel wichtiger ist jetzt die Zimmersuche. Wir klappern ein paar Guesthouses ab und entscheiden uns dann für eines der billigeren. Endlich! Geschafft! Aber glauben können wir es noch immer nicht, dass wir 10 Stunden Flugzeit von zu Hause weg sind. Wir duschen uns, kommen zum ersten Mal in den Genuss des Stehklos (wir werden noch alle möglichen Arten davon kennen lernen), ziehen uns um und wollen nur raus.
In Bangkok essen wir die ersten und besten Banana Pancakes, leckere Suppen, Pat Thai, Banana Fritters, Hühnerspiesse und sogar Hühnermägen (wir wissen ja nicht was es ist, es schmeckt nur ziemlich nach Kaugummi)... und beginnen mit unserer Sightseeing Tour.
Es ist schon einmal unmöglich, eine Straße zu Fuss zu überqueren. Also müssen wir ein Tuk-Tuk nehmen. Wir werden auch gleich zu den ersten Tempeln gefahren, aber nicht nur das, für die billige Tuk-Tuk-Fahrt müssen wir als Gegenleistung sozusagen in ein Schmuckgeschäft und eine Seidenschneiderei.
Für uns ist das Ganze noch neu und deshalb auch etwas unterhaltsam. Wir merken auch bald, dass wir ziemlich verarscht werden: Damit wir eine weitere Tuk-Tuk-Fahrt machen, erzählen uns die Fahrer, dass die meisten Tempeln über Mittag zu sind. Aber wir lassen uns nicht mehr beirren und gehen weiter. So sehen wir Big Buddha, Wat Pho, Wat Phra Kro und Wat Arun.
Die Wats sind wunderschön, haben viel Gold und Verzierungen bis ins kleinste Detail. Man kann nicht sagen, welches das Schönste ist, denn jedes ist für sich wieder beeindruckend. Man könnte Stunden davor stehen und sie einfach nur anschauen. Diese riesigen wunderschönen Buddha-Statuen, man steht davor und kann es nicht glauben – wir sind in einer anderen Welt.
Wir quälen uns durch Chinatown. Die Gässchen sind winzig klein, schmal, und doch schaffen es die Thais immer wieder, mit Mopeds durchzufahren. Die unterschiedlichsten Gerüche steigen uns in den Kopf, Läden vollgeräumt mit den unterschiedlichsten Waren, wir sind in Asien!
Im Rotlichtviertel Patpong kann man ein lustiges Ratespiel spielen: Ist die Person vor dir ein Mann oder eine Frau? Man muss es gesehen haben, aber für uns reichts von aussen. Und obwohl Brigitte als Frau dabei ist, werden Gerald und Eddie (unsere erste Reisebekanntschaft, aus den USA) ständig von irgendwelchen Thais angesprochen und fast in die Lokale gezerrt.
Bei unseren Besichtigungen testen wir alle möglichen Transportmittel: Taxi, Tuk-Tuk, Skytrain, Bus und Boot.
Eigentlich ist jedes Verkehrsmittel vollgestopft mit Menschen, egal ob Thais oder Touristen. Wir müssen uns erst an das neue Leben hier gewöhnen. Die neue Kultur, die neuen Menschen, die neue Stadt. Bangkok ist stickig. Wenn man sich über die Haut fährt, sind die Finger ganz schwarz von den Abgasen – und das nur nach kurzer Zeit. Wir wollen weiter.
Chiang Mai
Es steht uns also die erste lange Busfahrt bevor. Gegen 18:00 soll es los gehen. Wir warten am vereinbarten Treffpunkt. Die ersten Busse Richtung Norden sind schon weg, nur wir stehen mit ein paar anderen hier, die auch in den Norden wollen. Wir haben keine Ahnung wie es weitergeht und so müssen wir warten. Mit jeder Minute, die vergeht werden wir nervöser. Aber so kommt man wenigstens mit den anderen ins Gespräch.
Nach 2 Stunden geht es dann endlich los. Wir fahren ca. 10 Stunden, bleiben an etlichen Raststationen stehen. Unsere Schlafversuche sind so wie im Flieger. Was solls.
Um 6:30 werden wir an irgendeiner Tankstelle rausgeworfen – wir nehmen mal an, dass wir in Chiang Mai sind. Empfangen werden wir von einem Typen, der ständig grinst und sagt, dass er vom „Nice Place“ Guesthouse ist. Wir fahren zusammen mit ein paar anderen aus dem Bus mit. Wir könnten überall sein. Aber wir sind zu müde, um darüber nachzudenken. Der Typ erklärt uns alles über ihre Trekking-Tour, für die wir schließlich hier raufgekommen sind. Und da eine Nacht gratis dabei ist, buchen wir die Tour für den nächsten Tag, zusammen mit Carole (F), Chris und Melissa (beide GB), die wir vom Bus kennen.
In Chiang Mai kann man nicht recht viel machen. Wir schauen uns mit den drei anderen die Stadt an, zahlreiche Wats: Wat Chedi Luang, Wat Phra Sing, Wat Chiang Man und Wat Doi Suthep. Letztes ist auf einem Berg, es ist riesig, und wenn es nicht so nebelig (oder stickig von den Autos) wäre, hätte man sicher eine noch viel bessere Sicht. In einem der Wats werden wir ziemlich überrascht: Da heißt es immer, dass Mönche nicht mit Frauen sprechen dürfen und ohne jede Form von Luxus leben. Und was dürfen wir erleben? Ein junger Mönch kommt auf uns zu, fängt mit uns (auch den Frauen) zum Reden an, scheinbar etwas high. Und in der Ecke sitzen die anderen jungen Mönche vor dem Fernseher oder spielen am Computer.
Unsere dreitägige Trekkingtour spielt sich in der Pai Area ab. Es ist sozusagen eine non tourist Trekkingtour, weil wir die einzige Gruppe sind, die in dieses Gebiet rein darf. Wir werden mit einem Auto zu unserem Ausgangspunkt gefahren, wo wir noch mit Mittagessen gestärkt werden. In dem kleinen Dorf, von dem es dann weggeht, werden wir von den Kindern umlagert. So schnell können wir gar nicht sein, haben sie schon ein Armband um unsere Handgelenke gewickelt und fixiert – sie wollen nur unser Geld. Anfangs ist das Ganze ja noch lustig, aber mit der Zeit nerven sie gewaltig.
Der erste Marsch ist nicht so anstrengend. Wir gehen zu einem Bergvolk, wo wir die Nacht in einer Hütte verbringen werden. Die Kinder spielen noch mit Steinen und selbst gebauten Gocarts. Sie schauen einen total neugierig an.
Die Tiere laufen frei herum und wenn sie in der Nacht zum „Schreien“ anfangen, wissen die Einheimischen, dass sie irgendwo einen Tiger spüren – Gott sei Dank weit weg. Überhaupt wird es eine sehr laute Nacht und bald am Morgen werden wir von den Hühnern aufgeweckt. Am zweiten Morgen wird’s schon etwas anstrengender. Es ist ziemlich heiß und der Weg geht hauptsächlich bergauf. Wir kommen durch einige Dörfer durch, wo wir nur froh sind, dass wir wieder kaltes Wasser kaufen können. Zu Mittag können wir uns bei einem Wasserfall erfrischen. Eine Wohltat!
Schnell sind die Horrorgeschichten von Tieren, die einem unter die Haut kriechen, vergessen. Man will nur erfrischt sein.
Nach dem Mittagessen geht es weiter zu einem Dorf, von dem wir auf Elefanten weitergebracht werden. Wir sitzen hoch oben, eine echt wackelige Angelegenheit. Unser Elefant ist noch ziemlich jung, er versucht oft zu fressen und wedelt mit dem Grünzeug herum und im nächsten Moment spritzt er uns mit Wasser oder Staub/Sand an. Er bringt uns aber dennoch sicher durch den Urwald.
Die zweite Nacht verbringen wir in einem Dorf mit Strom, was so viel heißt wie kaltes Bier, auf das von unser 16köpfigen Gruppe gestürmt wird.
Am letzten Tag ist es wieder unglaublich heiß, der Weg führt uns zum Bamboo-Rafting. Es ist ein wahnsinniger Spaß. Wir müssen auch ordentlich anschieben, was bei der Hitze gar nicht so einfach ist. Leider lösen sich die Flösse mit der Zeit auf und Brigitte quetscht sich den Fuß zwischen zwei Bambusstangen ein. Sie ist voller Panik vor der giftigen Wasserschlange, die einer unserer Guides kurz vorher „erlegt“ hat. Am Schluß lässt uns unser Führer Bai ordentlich baden gehen. Mit dem Auto geht’s dann zurück zum Mittagessen und weiter zum Guesthouse nach Chiang Mai.
Diese Trekkingtour war wirklich einmalig. Wir haben das beste Thai-Essen kennengelernt: Chicken Curry with Pineapple in Coconutsauce, scharfe Saucen, leckeres Frühstück, alles von unserem Guide Manit gekocht. Wir hatten zwei super Guides, vor allem der taubstumme Bai, der uns mit den unterschiedlichsten Zaubertricks unterhielt, hat bei Brigitte am Schluß Tränen ausgelöst. Das Gefühl für Tag und Zeit haben wir nun endgültig verloren. Und wir waren die einzigen deutschsprachigen unter lauter Engländern, Amerikanern, Kanadiern,...Am Anfang sicher etwas gewöhnungsbedürftig, aber wir hatten eine supertolle Zeit und haben als Andenken ein paar Kratzer mitgenommen.
Nun geht’s also weiter Richtung Süden – über Ayutthaya nach Kanchanaburi.
Ayutthaya
Nach einer neuerlichen Nachtfahrt kommen wir um 5:30 in Ayutthaya, ehemalige Hauptstadt des Siam-Reiches an. Wir sind müde und wissen nicht, was wir um diese Zeit tun können. Es heißt warten bis 8:00 Uhr. Wir gönnen uns erst einmal ein Frühstück – für Gerald etwas Exotisches: Banane in warmer Kokosnußmilch, mmh, lecker! Um 8:00 Uhr kann dann unsere Besichtigungs-Tour beginnen: Wir sehen alte Tempel, Ruinen, Parks, Reclining Buddha. Wunderschön, interessant, aber leider viel zu heiß. Nur gut, dass wir schon so bald in der Früh mit dem Sightseeing begonnen haben, denn so sind wir schon fertig, als die ganzen Touristenbusse anströmen.
Kanchanaburi
Wir finden ein super Guesthouse „Jolly Frog“, total billig und direkt am River Kwai. Natürlich heisst das auch mehr Moskitos. Am ersten Morgen lassen wir uns mit der Fahrrad-Rikscha zum Busbahnhof fahren. Keine Ahnung wie das der alte Thaimann schafft, er muss sich unglaublich plagen. Wir fahren mit dem ersten Bus rauf zum Erawan-Nationalpark. Dort gibt es 7 Wasserfälle, die wir uns der Reihe nach anschauen. Gleich beim zweiten gehen wir ins Wasser, umgeben von lauter riesigen Fischen, die an unseren Körpern zum Knabbern anfangen. Das Raufgehen ist wunderschön, die Natur ist traumhaft und wir sehen total viele Schmetterlinge, die in einer Reihe schwimmen. Im obersten gehen wir noch einmal kurz baden. Wir haben wieder einmal Glück, weil noch kaum Leute da sind. Denn beim Runtergehen kommen uns schon Scharen von Thais entgegen. Alle mit voller Picknick-Ausrüstung und es sind kaum mehr freie Plätze zu finden. Also fahren wir wieder zurück nach Kanchanaburi. Wir sehen uns den Ort noch etwas an und borgen uns für den nächsten Tag Fahrräder aus. Bei einer nächtlichen Radtour werden wir von Hunden ziemlich angebellt uns sogar verfolgt – Brigitte hat die volle Panik. Wir treten so schnell es geht in die Pedale, nur weg von den Hunden. Am nächsten Morgen fahren wir zur River Kwai Bridge, die wir dann mit unserem Fahrrad überqueren. Dann fahren wir weiter zum Wat Than Kao Poon. Es ist etwas außerhalb, ein unterirdisches Wat in einer Steinhöhle. Es ist so heiß und wir schwitzen ordentlich. Aber die Mühe war es wert.
Es geht weiter Richtung Süden, fast 24 Stunden im Bus, ein kurzer Shopping-Stop in Bangkok und dann eine lange Fahrt. Bei unserem Stop in Bangkok sehen wir auf einmal total viele Frauen mit Turnkleidung in den Park gehen. Es ist kurz vor 18:00 Uhr. Um Punkt 18:00 Uhr pfeifen auf einmal die Parkaufseher. Alle stehen auf, sind total still. Auch wir schließen uns an. Anscheinend wird das jeden Tag für den König gemacht. Brigitte muss aufpassen, dass sie nicht zu lachen anfängt. Und schon geht’s weiter. Denn auf einmal hört man laute Aerobic-Musik. In dem Park turnen hunderte von Thais. Es sieht einfach unglaublich aus, Sonnenuntergang, turnende Thais und fotografierende Touristen.
Kho Phangan
Nach einer langen Bus- und Fährenfahrt sind wir auf Kho Phangan gelandet. Die Zimmersuche ist nicht ganz so einfach, aber schließlich landen wir doch im Paradies. Super Bungalows, direkt am Sandstrand, lauter Palmen – einfach wunderschön. Wir lernen gleich wieder viele Leute kennen, mit denen wir ordentlich Cola-Rum trinken, den ersten Sonnenuntergang am Meer genießen, ein Lagerfeuer am Strand machen und einfach viel Spaß haben.
Die Fullmoonparty steht auch auf dem Programm – das Ereignis des Monats. Ein Drogenrauschfest sozusagen. Gerald genießt es in vollen Zügen. Unvergeßlich bleibt sicher die Fahrt mit einem kleinen Boot rüber nach Hadrin bei Vollmond.
Wir genießen den Strand, sitzen im badewannenwarmen Meer, lesen, spielen Shut-the-box, gehen am Strand spazieren und erkunden die Insel mit der Vespa. So muss das Paradies sein.
Bei der Buddha View Tauchschule melden wir uns für den Open Water Kurs an. Und wir haben wieder einmal ordentliches Glück. Wir bekommen unsere eigene Tauchlehrerin – Gabi. Noch dazu ist sie aus Deutschland.
Wir haben einen super Kurs mit ihr, trinken mit ihr Bier und genießen das erste Mal die Unterwasserwelt. Sie ist einfach Spitze. Nimmt uns die Angst und Nervosität, freut sich mit uns genauso wie wenn sie das erste Mal unter Wasser ist. Es ist so super, wie in einem Aquarium, die Fische schwimmen in riesigen Gruppen vor deiner Nase herum. Man weiß nicht, wo man als erstes hinschauen soll. Unbeschreiblich. Wir sehen Stachelrochen, Krebse, Butterflyfische, Angelfische, Baracudas, und viele mehr. Die Tauchprüfung wird natürlich ordentlichst gefeiert. Wir tauchen in Ko Maa, Hat Yao und am Sailrock. Und wir sind DIVER!
Auf Kho Phangan erleben wir auch das Thailändische Neujahr – Sonkran. Wir kommen gerade total müde vom Tauchen zurück, als plötzlich eine richtige Wasserladung ins Auto spritzt. Sonkran beginnt! Und das schon einen Tag vor dem 13. April. Es geht ordentlich auf. Alle Leute stehen auf der Straße und bespritzen sich mit Wasser, was Glück bringen soll, jeder nur mögliche Behälter wird hergenommen. Der Versuch, auch nur ein bisschen trocken zu bleiben, schlägt natürlich fehl. Klitschnaß geht’s zurück.
Der Sonnenuntergang in der MAD-Bar bleibt uns sicher auch noch lange in Erinnerung.
Mit der Nachtfähre geht’s dann weiter Richtung Krabi. Eng zusammengepfercht liegen wir am Boden und versuchen wieder einmal zu schlafen. Gegen 4:30 kommen wir in Surathani an, wo wir eigentlich einen billigen Bus nach Krabi wollen. Aber die Thais erzählen so viel Blödsinn und nach über zwei Stunden warten nehmen wir dann den öffentlichen Bus.
Krabi
Wir fahren sofort zum Hafen. Dort werden wir aber wieder einmal nur herumgeschickt oder verarscht. Spät aber doch kommen wir noch am Rai Leh Beach an. Dort kündigt sich ein Gewitter an und so müssen wir uns bei der Zimmersuche beeilen.
Die Unterkünfte sind leider total teuer, so viel sind sie sicher nicht wert. Also gehen wir mit unserem ganzen Gepäck den steilen Weg durch den Wald rüber zum Ton Sai Beach, wo wir dann endlich einen billigen Bungalow finden.„Wiking“
Der hat allerdings ein Loch unter dem Teppich und wenn man nicht aufpaßt, fällt man mit einem Bein zwischen den Bambusstöcken durch. Leider gibt es total viele Moskitos, was Brigitte zu spüren bekommt. Und Geckos gehören mittlerweile auch schon zu unseren treuen Zimmergenossen. Aber das ist auch gut so, denn sie fressen schließlich die bösen Moskitos.
Die Strände hier sind traumhaft, schneeweiß und mit tausenden Palmen gesäumt. Unser nächstes Paradies. Wir erleben hier die ersten Gewitter. Ziemlich unheimlich, wenn man den lauten Donner hört, der hier noch viel mehr hallt, da es riesige Felswände gibt.
Bei Ebbe kann man im Meer rüber zum Rai Leh Beach gehen, das geht viel schneller als der Waldweg. Wir erkunden die Strände, unter anderem den wunderschönen Phrang Na Beach, gehen zu den Höhlen und wollen dann noch zur Lagune rauf. Dieses Vorhaben ist aber nicht sehr einfach. Da es am Vortag geregnet hat, ist der Weg total schlammig. Und wir haben auch nicht die besten Schuhe an. Aber wir probieren es trotzdem. Überall ist es rutschig und wir sind schon am ganzen Körper rot und braun vom Schlamm. Irgendwo steht dann der Weg zur Lagune an, es ist einfach viel zu gefährlich. Also gehen wir zum Aussichtspunkt, von dem wunderbar über die beiden Strände sieht. Der Aufstieg hat sich trotzdem gelohnt. Das Runterklettern ist noch mal eine echte Herausforderung. Sind wir froh, als wir heil unten ankommen und uns den Dreck im wunderschönen Meer runterwaschen können.
Auf Krabi treffen wir auch die ersten Österreicher – total lustig, bis spät in den Abend mit ihnen über das Leben zu philosophieren.
Wir können uns lange nicht entscheiden, wo es als nächstes hingehen soll. Schließlich entscheiden wir uns für den Kho Tarutao Nationalpark. Da wird uns leider ein Strich durch die Rechnung gemacht. Da wir unser Visum in 9 Tagen abläuft und das Meer zur Zeit sehr stürmisch ist, kann es sein, dass wir nicht mehr bald genug zurückkommen und auf irgendeiner Insel bleiben müssen. Da wir im Hafen von Pakpara einen Deutschen, der auf Kho Kabeng lebt, kennenlernen, beschließen wir, erst einmal mit ihm in seinem Longtail- Boot mitzufahren, weil wir an diesem Tag sowieso keine Fähre mehr bekommen würden.
Kho Kabeng
Hier sind wir mit Sicherheit die einzigen Touristen – also werden wir noch viel mehr bestaunt als sonst. Wir leisten uns einen etwas teureren Bungalow. Koh Kabeng ist nicht weit vom Festland weg, irgendwie eine Art Halbinsel. Leider kann man zur Zeit nirgends schwimmen. So genießen wir die Zeit mit Strandspaziergängen, bei denen wir einen Kokosnuß-Bauern treffen. Mit Handbewegungen fragt er uns, ob wir eine frische Kokosnuß wollen. Natürlich wollen wir! Er klettert schnurstracks rauf auf die Palme und schneidet uns zwei ab. Wir finden das natürlich total super und schleppen die schweren Kokosnüsse den ganzen weiten Weg zurück.
Wir sind sicher die einzigen zwei die so was tun. Bei unserem Bungalow lassen wir uns eine öffnen und schlürfen die frische Kokosnußmilch – traumhaft lecker!
Ansonsten spielen wir mit den einheimischen Kindern. Das ist zwar wegen der Sprachprobleme gar nicht so einfach, aber wir lernen unsere ersten Wörter auf Thai (hauptsächlich Zahlen beim Shut-the-box spielen). Gar nicht so einfach, dass man sich alle Begriffe merkt. Natürlich würden wir lieber im Meer baden und so beschließen wir, doch in den Kho Tarutao Nationalpark zu fahren, aber eben nur nach Kho Bulon Lae, einer Insel, die nicht so weit draußen liegt.
Kho Bulon Lae
Mit Longtail-Booten werden wir von der kleinen Fähre zur Insel gebracht. Im „Bulonlae-Resort“ finden wir einen schönen Bungalow und wir können endlich wieder an einem wunderschönen Strand das Meer genießen. Die Insel ist ziemlich klein. Das Einzige, was man tun kann, ist lesen, schlafen, spielen, in der Sonne aalen und das leckere Essen genießen.
Gerald wird zum Mörder – der erste Versuch schlägt fehl, eine riesige Spinne mit einem Besen zu töten. Also zündet er sie an.
Wir versuchen, die Insel zu erkunden. Es gibt einen kleinen Weg auf die andere Seite, von wir über die Klippen wieder zurückgehen wollen. Ein gefährliches Abenteuer, weil die Klippen ziemlich rutschig sind. Aber wir wollen uns endlich wieder einmal körperlich betätigen.
Da Gerald das Nichts-tun nicht mehr aushält und unser Visum bald abläuft, beschließen wir, Richtung Malaysien aufzubrechen. Leider waren aber die Pommes schlecht, die Gerald gegessen hat. Und so wird die Überfahrt zum Festland für ihn ziemlich anstrengend. Eigentlich verbringt er die meiste Zeit auf der Toilette oder hängt mit dem Kopf über Board. Besonders unsere deutschen Bekannten Tom und Karsten leiden mit ihm mit. Das kommt vom europäischen Essen – bis jetzt haben wir nur asiatisch gegessen und wurden nie krank!
Knotenpunkt in Südthailand ist Hat Yai.
Hat Yai
Während Gerald versucht, sich bzw seinen Magen zu erholen, erkundigt Brigitte etwas die Stadt. Es gefällt ihr aber nicht so gut. Am Abend geht es Gerald schon wieder besser und so schauen wir gemeinsam ein bisschen herum. Aber auch er ist nicht so begeistert und so geht’s am nächsten Morgen weiter nach Malaysien.
Nach den krampfhaften Versuchen, unsere letzten Baht loszuwerden, werden wir fast pünktlich (nur eine halbe Stunde zu spät) vom Minibus abgeholt. Ohne Probleme passieren wir die Grenze. Ist was anders nach der Grenze? Aber klar – Es gibt viel mehr Infrastruktur, die Straßen sind wieder viel besser und die Städte schauen viel europäischer aus. Zuerst geht’s nach Penang/Georgetown.
Es gibt 4 Kommentare.
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- Name
- Brigitte Weiss
- Alter
- 41
- Ort
- Salzburg
- Webseite
- ---
Alle Reisen von Brigitte Weiss
Asien - Paradisetrip!
Über 5 Monate waren wir, Brigitte und Gerald, quer durch Asien auf der Tour unseres Lebens (zumindest bis dato) unterwegs und haben etwa 2000 Bilder und 100te Abenteuer mit nach Haus gebracht. Reiseziel: Thailand, Malaysia, Singapore, Java, Bali, Flores, Komodo, Australien, Neuseeland...
Es war ein Paradisetrip!
































The heat pump is an air conditioner that the heat pump acts like an air conditioner, the capacity of a water heater is an important consideration, the most common type of water heater in the us, its first water heater in 1936.
sagte heat pump am 20.08.2008 um 14:53 Uhr #
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sagte dofus kamas am 01.09.2008 um 10:34 Uhr #
Als ich Deinen Reisebericht über Thailand gelesen habe, fielen mir - als in Thailand lebender Farang - zwei Dinge auf, die ich gerne hinterfrage möchte!
In Bezug auf Bangkok erwähnst Du ein "Wat Phra Kro"? Wo in Bangkok liegt dieses? Oder meinst Du vielleicht das "Wat Phra Kaew" (mit dem Smaragd-Buddha) im Stadtteil Ko Rattanakosin?
Weiterhin berichtest Du von einer "Phran Na Beach"! Der Beschreibung nach handelt es sich hierbei doch wohl um das nördlich von Phuket gelegene "Phang Nga" mit seinen wunderschönen, vom Meerwasser ausgespülten Höhlen?
Halte mich meinetwegen für einen Korintenk...er, aber wenn sich ein Urlauber in Thailand - mit den von Dir angegebenen Bezeichnungen - nach "diesen" Sehenswürdigkeiten "erkundigt" würde er sicher eine Überraschung erleben,...denn "Phrang" z.Bsp. bezeichnet grundsätzlich einen Chedi aus der Khmer Epoche, nicht aber das von Dir angesprochene Ausflugsziel, auch wenn er in BKK nach einem Wat Phra Kro fragt, würde er mit Sicherheit nur ratlose Blicke ernten und kreuz und quer durch die Stadt geschickt!
sagte Peter Gremme am 19.03.2009 um 06:55 Uhr #
Sorry, aber mir ist jetzt auch ein Tipfehler unterlaufen! "Nobody`s perfect"!!
Natürlich wollte ich das "Urlaubsziel" so schreiben, wie Du es benannt hattest,...nämlich "Phrang Na Beach"!!!
Künftig werde ich sicher mehr Zeit für eine "Korrekturlesung" nehmen, ...versprochen!
sagte Peter Gremme am 19.03.2009 um 07:03 Uhr #