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Jordanien - das tote Meer und die Wüste Wadi-Rum

04.04.2001 |

Am 3.4. machten wir uns also in Damaskus auf den Weg nach Süden, Richtung Jordanien. Wir kamen zügig zur Grenze und wurden auch genauso abgefertigt. Es wurden wieder die üblichen Arrival- und Departure-Taxes fällig, etwa DM 150, aber wir wurden wieder nicht durchsucht! Da der Grenzübertritt so schnell geklappt hatte, beschlossen wir gleich weiter bis zum Toten Meer zu fahren. Dort übernachteten wir in einer staatlichen Hotelanlage, wo wir die Duschen und den Strand benutzen durften.

Am nächsten Tag sahen wir das Tote Meer zum ersten Mal. Es liegt unter dem Meeresspiegel und soll der tiefste natürliche Punkt der Erde sein. Auf jeden Fall waren wir gespannt auf das Schwimmen, denn das Meer soll so voll sein mit Salz, dass man selber gar nicht ganz rein passt!

Und es stimmt, schon beim Reingehen wirbelt man Salzschlieren im Wasser auf und wenn man hineintaucht hängt man wie ein Korken an der Oberfläche. Beine und Arme gucken raus – eine ganz neue Erfahrung zu schwimmen, wenn man gar nicht ganz ins Wasser kommt!

Hier haben wir uns dann auch einen Tag Ruhe gegönnt, aber dann ging es weiter nach Wadi-Rum im Süden Jordaniens, einer grandiosen Wüstenlandschaft.

In Wadi-Rum kamen wir erst nachts nach Einbruch der Dunkelheit an und beschlossen auch gleich durch die Beduinen-Siedlung hinaus in die offene Wüste zu fahren, um dort bei fast vollem Mond die Nacht zu verbringen.

Plötzlich wurden wir mitten in der Wüste von einem Land Rover mit einer Maschinenkanone auf der Ladefläche und fünf Arabern gestoppt!!

„We are Desert Police! Welcome! Need anything?“ – Trotzdem war das gruselig, im Dunkeln auf solche bis an die Zähne bewaffneten Figuren zu stossen, besonders wenn man im Führer kurz vorher gelesen hatte, das hier im Grenzgebiet Banden herumzögen…

Aber der Desert-Police bewußt, konnten wir dann eine ruhige Nacht in der Wüste verbringen und die Stille und die Aussicht auf die mondbeschienenen Jebel (Felsengebilde) geniessen. Bevor wir am nächsten Tag feststellten, dass wir mitten auf der Route übernachtet hatten, auf denen die Beduinen die Touristenmassen durch die Wüste karren.

Naja, wir erkletterten einen Jebel und beobachteten das Treiben in der wie wir dachten menschenleeren Wüste und genossen die Aussicht über diese bizarre Landschaft.

Erst abends verliessen wir die Wüste, um nach Aqaba zu fahren, ein arabischer Ferienort am Roten Meer.

Eilat – Israel

Von hier aus ging’s dann am nächsten Tag über die nahe Grenze nach Eilat, Israel. Für diese gerade mal 5km Distanz benötigten wir 3 Stunden. Die Israelis wollten uns nicht so einfach durch ihr Land nach Ägypten lassen. Erst mussten wir jedes durchreiste Land rechtfertigen, die Eigentumsverhältnisse aller möglichen und unmöglichen Gegenstände erklären: „Wem gehört das Logbuch und wer darf es behalten?“

Aber irgendwann waren wir dann drin – im Leben!!! Eilat ist Party schlechthin, nur junge Leute, Musik, alles! Zum Glück waren wir nicht im Hochsommer da, sonst wäre unser Kulturschock womöglich tödlich verlaufen! Keine Schleier mehr – nur nackte Tatsachen!

Sollten wir womöglich falsch abgebogen sein? Sind wir auf Bali gelandet? Die nächsten Tage werden es zeigen – bleibt dran!

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Jonas
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Hamburg
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Alle Reisen von Jonas Vincentz

no|mad: Hannover bis Kapstadt

Hallo, wir sind Jonas und Tim mit NOMAD!
Wir drei fahren am 17.03.2001 nach Kapstadt! Los geht´s in Hannover. Wir werden mit dem eigenen Auto nach Kapstadt fahren. Das eigene Auto, ein Unimog S404, wurde nach seinem Kauf auf den bedeutungsschwangeren Namen NOMAD getauft. Nun ja, wir sind also jetzt seit einem Jahr intensiv dabei diese Reise vorzubereiten, zu planen und uns auszurüsten. Irgendwie muß jetzt nur noch alles ins Auto passen und dann kann´s losgehen!
Wir fahren ab Deutschland über die Türkei und Jordanien auf dem Landweg nach Ägypten. Dort geht es dann weiter über Sudan, Äthiopien, Kenia, Tansania, Mosambik, Malawi, Sambia bis nach Südafrika/Kapstadt, unserem Ziel.