









no|mad: Hannover bis Kapstadt
Nächtliche Autopanne mit Löwengebrüll und Hyänengehäul
30.07.2001 |
Nachdem wir von den VicFalls aus nach Botswana eingereist sind, wollten wir dann weiter nach Maun, eine der drei Grosstädte Botswanas, welche aber eher an ein Provinzdorf erinnert. Im RIESIGEN Botswana leben sowieso nur 1,3 Mio. Menschen, hier ist nix los!
Um nach Maun zu gelangen, mussten wir aber durch den Chobe National Park. Für uns bedeutete das ca. 300 km totale Sandpiste. Das anstrengendste was es für ein Auto und seinen Fahrer gibt. Man fährt stundenlang mit Allrad im LowGear, und kommt kaum voran. Da wo die Piste dann nicht sandig ist, ist sie ehemals matschig, jetzt ausgetrocknet, und dadurch mit den krassesten Furchen der vorherigen Fahrer versehen, so dass es das Auto immer hin und her schmeisst.
Leider kamen wir am Gate erst nach Dämmerung an, was bedeutet, dass wir die Nacht dort, unter den wachen Augen aller möglichen Steppenbewohner, verbringen mussten…
Während der Durchfahrt erkundeten wir natürlich auch ein wenig das Gelände und sahen uns plötzlich DIREKT vor einem Elefanten wieder, der derbe sauer auf uns war… Vor lauter Hektik haben wir den Wagen dann im Rückwärtsgang noch mal schnell zwischen ein paar Büschen verkeilt. Da dachten wir schon der Bulle, den wir gerade bei einer evolutionsfördernden Tätigkeit gestört hatten würde jetzt Kleinholz aus uns machen… Ist aber noch mal gut gegangen…
Abends kamen wir dann auch auf der anderen Seite Parks wieder raus – und da riss uns dann die Bremsleitung!!! Überhaupt keine Bremswirkung mehr! Da wir aber gerade im Gelände waren, konnten wir den Wagen in eine Kuhle rollen lassen…
Dann gings ans Flicken, es war die Leitung an der Mutter gebrochen. Nach stundenlanger Arbeit und mehreren erfolglosen Versuchen, konnten wir dann endlich weiter… etwa 500m… da riss sie wieder!
Also noch ‚ne Nacht im Busch, diesmal unterm Auto. Wir sammelten noch schnell Feuerholz und zündeten etwas Osterfeuerähnliches an, da wir um unser Auto schon immer die Hyänen lachen hören konnten und später sogar die Löwen brüllten!!!
Und man ist ganz alleine im Busch und es ist stockdunkel und man sieht NIX!!!
Naja, am nächsten Morgen konnten wir dann aber endlich die Bremsleitung fixen. Allerdings hatten wir mittlerweile schon unsere ganze Bremsflüssigkeit durch die Gegend gespritzt. Aber Gott sei Dank hatten wir ja in Malawi den Rat bekommen, dass man auch Seifenwasser einfüllen könne!
So haben wir es dann auch noch die restlichen 100km Piste bis nach Maun geschafft.
Auf dem Campingplatz vom AUDI-Camp hat es uns dann auch fast eine Woche gehalten. Die hatten da ‚ne Bar, ein Restaurant, ‚nen Swimmingpool UND, was unseren leicht lädierten NOMAD freute, eine Super-Werkstatt!!!
Ausserdem kamen die ganze Zeit Leute vorbei und haben UNIMOGS gelobt. Einer will ihn auch schon kaufen. Wir hatten erst mal DM 7.500 gesagt, und da ist er ganz hektisch geworden! Dem nächsten müssen wir wohl DM 8.500 sagen. Dass wäre auch das mindeste sagen hier alle, und in Kapstadt sei evtl. noch mehr zu holen. So viel hatte ich nicht mal für den Wagen gezahlt und jetzt hat er ganz Afrika auf dem Buckel und eine Menge Beulen!!!!
Botswana ist endlich mal wieder ein Land das richtig zivilisiert ist. Man kann ÜBERALL mit Kreditkarte zahlen, Fast Food, Computer… Denen gehts hier echt gut. Es gibt aber auch unvorstellbare Diamantenvorkommen und das spiegelt sich hier auch im Lebensstandard wieder!
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no|mad: Hannover bis Kapstadt
Hallo, wir sind Jonas und Tim mit NOMAD!
Wir drei fahren am 17.03.2001 nach Kapstadt! Los geht´s in Hannover. Wir werden mit dem eigenen Auto nach Kapstadt fahren. Das eigene Auto, ein Unimog S404, wurde nach seinem Kauf auf den bedeutungsschwangeren Namen NOMAD getauft. Nun ja, wir sind also jetzt seit einem Jahr intensiv dabei diese Reise vorzubereiten, zu planen und uns auszurüsten. Irgendwie muß jetzt nur noch alles ins Auto passen und dann kann´s losgehen!
Wir fahren ab Deutschland über die Türkei und Jordanien auf dem Landweg nach Ägypten. Dort geht es dann weiter über Sudan, Äthiopien, Kenia, Tansania, Mosambik, Malawi, Sambia bis nach Südafrika/Kapstadt, unserem Ziel.


