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Rumsdibums da lag er! NOMAD in stabiler Seitenlage

12.07.2001 |

Wir hatten sowieso schon einen harten Ritt hinter uns, wir wollten von Kariba am zweitgrößten Stausee der Welt bis zu den Viktoria-Fällen… das bedeutet mehr als 500km Piste. Nach letzten Einkäufen und einmal volltanken ging´s am späten mittag auch schon los…

Bei Einbruch der Dunkelheit entschieden wir uns weiter zu fahren, um dann in ein paar Stunden eine größere Ortschaft mit Campingplatz erreichen zu können, und nicht schon den Campingplatz vor Ort zu nehmen.

Gegen zehn Uhr passierte es dann, laute Schabgeräusche aus dem Motorraum, der Motor lief heiß und kochte über.

Das mit dem Überkochen kannten wir ja schon zur Genüge, aber diese Schabgeräusche waren doch endlich mal was Neues.

Als wir die Haube öffneten, konnte man aber gleich sehen woher die Geräusche kamen. Das Gebläse hatte sich vom Kühler gelöst und war vom Keilriemen leicht durchgescheuert. Ließ sich aber in stundenlanger Kleinarbeit nachts mitten auf der Piste in der Wildnis auseinandernehmen und heile wieder zusammensetzen. Tim kreierte währenddessen ein umfangreiches mariniertes Rinderfilet, auch mitten auf der Straße.

Alsdann ging es auch schon weiter, aber nach ein paar Stunden ließ die Motorleistung nach, der Kraftstoffschlauch zog Luft – also morgens um 2 kurzerhand ausgewechselt.

Und weiter ging´s, bis uns kurz vor Dämmerung auch noch ein Reifen platzte. Da wir sowieso eine Werkstatt aufsuchen mußten, wollten wir bis nach Hwange, einer größeren Industriestadt.

Endlich wieder auf der Teerstraße, immer noch ohne volle Motorleistung (er zog wohl doch nicht zu viel Luft, sondern der Dieselfilter ist verstopft), landete Nomad dann auch noch im Straßengraben! Mit zwei Rädern von der Straße abgekommen und durch zu starkes Gegensteuern legte er sich auf die Seite…

Ja, er hatte einen schweren Tag! Zum Glück ist weder uns noch Nomad etwas passiert. Wir alle haben nur ein paar Beulen abbekommen.

Glück im Unglück hatten wir auch, weil gerade Tom vorbeikam. Ein Deutscher, der für die hiesige Telefongesellschaft tätig ist. Tom hatte das ganze Chaos um uns herum, mit den vielen Dorfbewohnern, die plötzlich aus dem nichts erschienen sind und den Polizisten, für uns in den Griff gekriegt und uns letztendlich sogar mit seinem Toyota Landcruiser wieder SANFT aufgerichtet, nachdem selbst ein LKW mit durchdrehenden Reifen es nicht geschafft hatte.

Wir mussten uns allerdings zur nächsten Werkstatt schleppen lassen, weil wir Öl in den Zylindern vermuteten, was sich auch bestätigte, und unsere Werkzeuge zu klein waren, um die Ventile abzunehmen. Nachdem wir am nächsten Tag in der Werkstatt, die uns mehr geschadet als geholfen hätte, wären wir nicht dabei gewesen, unseren Motor richten ließen, gings gleich weiter zu den Viktoria Fällen.

Dort war auch Tom die Woche über geschäftlich, so dass wir die Abende gemeinsam verbringen konnten. Nochmals einen herzlichen Dank an Tom für seine unbezahlbare Hilfe!!!

Auf jeden Fall sind wir jetzt seit drei Tagen in Victoria Falls, haben die Fälle aber noch nicht gesehen, nur gehört, da wir die ganze Zeit am Wagen zu tun hatten. Der Dachgepäckträger mußte neu befestigt, neue Scheiben eingebaut und die Beulen – teils mit roher Gewalt – wieder herausbekommen werden. Außerdem standen sowieso noch ein paar Instandsetzungsarbeiten an, wie Kraftstofffilter wechseln, Luftdruckleitung Instandsetzen und die Kurzschlüsse aus der Elektrik nehmen.

Aber für morgen steht endlich die Besichtigung der Victoria Falls an und ein Besuch von der sambianischen Seite. Ein wirklich gigantisches Naturschauspiel wie unsere Bilder im nächsten Bericht zumindest erahnen lassen…

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Jonas Vincentz
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Alle Reisen von Jonas Vincentz

no|mad: Hannover bis Kapstadt

Hallo, wir sind Jonas und Tim mit NOMAD!
Wir drei fahren am 17.03.2001 nach Kapstadt! Los geht´s in Hannover. Wir werden mit dem eigenen Auto nach Kapstadt fahren. Das eigene Auto, ein Unimog S404, wurde nach seinem Kauf auf den bedeutungsschwangeren Namen NOMAD getauft. Nun ja, wir sind also jetzt seit einem Jahr intensiv dabei diese Reise vorzubereiten, zu planen und uns auszurüsten. Irgendwie muß jetzt nur noch alles ins Auto passen und dann kann´s losgehen!
Wir fahren ab Deutschland über die Türkei und Jordanien auf dem Landweg nach Ägypten. Dort geht es dann weiter über Sudan, Äthiopien, Kenia, Tansania, Mosambik, Malawi, Sambia bis nach Südafrika/Kapstadt, unserem Ziel.