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Mana Pools. Man sagt, es wäre der wildeste Ort Afrikas...

06.07.2001 |

Endlich hatten wir einen Nationalpark gefunden, in den man für wenig Geld mit dem eigenen Wagen rein durfte: den Mana Pools National Park.

Der Eintritt kostete 15 U$ pro Person, einmal 150 Zim$ (etwa 1 U$) fürs Auto und für jede Nacht Camping. Im Vergleich zu Tansania also ein Witz – und auch kein bischen überfüllt. Nur mit jeder Menge Tiere und vielen Südafrikanern, die hier Urlaub machen.

Weil es so günstig war, haben wir uns für einen Tag auch mal ein Kanu (für etwas mehr als eine Mark) gebucht, damit wir auch auf dem Sambesi rumschippern konnten.

Wir kamen jedenfalls nachmittags im Zentrum des Parks an, an dem größten der vier (= mana) Pools. Da wir irgendwo meinten gelesen zu haben, man dürfe den Wagen hier auch verlassen, gingen wir zu Fuß zum Ufer runter. Sofort entdeckten wir jede Menge Nilpferde und Krokodile.

Danach mußten wir aber auch schon weiter, da man sich vor Einbruch der Dunkelheit beim Ranger-Hauptquartier melden musste, um dann zum Campingplatz zu fahren. Also taten wir wie uns geheissen und suchten anschließend eine schöne Feuerstelle.

Der Campingplatz war prima – zu uns bekannten Zeiten gab es sogar warmes Wasser!!! Und vor allem: es gab weder Zaun, Mauer, noch sonst irgendetwas was einem von der Wildnis fern hielt! Aber das war ja auch genau das, wonach wir suchten!

Und nachts ging es dann auch gleich los… Den einen Abend trotteten zwei Nilpferde an unserem Wagen vorbei, am nächsten Abend kamen ein paar riesige Hyänen und untersuchten unseren Abfall und später kam auch noch ein riesiger Elefant vorbei und wanderte zwischen den Zelten umher.

Jeden morgen wurden wir von einer Herde Paviane geweckt, die über unser Auto turnte und uns später beim Frühstücken beklaute.

Tagsüber fuhren wir mit Nomad durch die abgelegensten Winkel des Parks und suchten nach den wilden Tieren. Wenn wir welche aufgetan hatten, versuchten wir uns zu Fuß weiter anzuschleichen, mußten aber letztendlich immer feststellen, dass wir wohl doch noch nicht die richtige Technik entwickelt hatten.

Abgesehen davon erfuhren wir später, dass man das Auto natürlich doch nicht verlassen durfte… Naja, die Raubtiere haben uns ja doch nicht gefressen!

Auf jeden Fall war es ein ziemliches Abenteuer, mit dem eigenen Wagen auf Safari zu gehen und die Wildnis auf eigene Faust zu entdecken!

Jetzt gings erst mal weiter nach Kariba, denn wir wollen am Sambesi entlang zu den Viktoria-Fällen. Das bedeutet jetzt erst mal mehrere hundert Kilometer durchs Gelände, aber dafür ist NOMAD ja da!

Auf dem Weg nach Kariba, wo wir hoffentlich Treibstoff bekommen können, kamen wir am TSETSE FLY TRAFFIC CONTROL vorbei. Und das sieht so aus: irgendwo im Nichts steht plötzlich eine Schranke. Wenn man vorfährt, kommt aus einer Hütte jemand offizielles raus – mit einem kleinen Käscher in der Hand!!! Damit geht er einmal hinten ums Auto herum und fängt alle Tsetse-Fliegen ein, die dem Wagen bei etwa 80km/h gefolgt sind, sich somit hinter dem Wagen befinden und sich offensichtlich auf diese Art ausbreiten!!!

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Alle Reisen von Jonas Vincentz

no|mad: Hannover bis Kapstadt

Hallo, wir sind Jonas und Tim mit NOMAD!
Wir drei fahren am 17.03.2001 nach Kapstadt! Los geht´s in Hannover. Wir werden mit dem eigenen Auto nach Kapstadt fahren. Das eigene Auto, ein Unimog S404, wurde nach seinem Kauf auf den bedeutungsschwangeren Namen NOMAD getauft. Nun ja, wir sind also jetzt seit einem Jahr intensiv dabei diese Reise vorzubereiten, zu planen und uns auszurüsten. Irgendwie muß jetzt nur noch alles ins Auto passen und dann kann´s losgehen!
Wir fahren ab Deutschland über die Türkei und Jordanien auf dem Landweg nach Ägypten. Dort geht es dann weiter über Sudan, Äthiopien, Kenia, Tansania, Mosambik, Malawi, Sambia bis nach Südafrika/Kapstadt, unserem Ziel.