Mit no|mad in Südafrika
Badplaas - Mbabane - Maputo - Bilene
11.06.2003 |
So gegen 16:00 Uhr sind wir gestern nachmittag dann endlich losgekommen… Zwei Stunden später, als wir es eigentlich vorhatten. Nach etwa 10 km ging dann der Wagen aus und wir hatten schon das Schlimmste befürchtet: Treibstoffleitung defekt! Nach einer halben Stunde ist Jonas, dem Fachmann vom Dienst, dann aber aufgefallen, dass wir lediglich auf dem falschen Tank gefahren sind – der Unimog hat nämlich zwei. Trotzdem mussten wir nochmal zurück nach Springs, weil wir den „Lonely planet“ bei Peter vergessen hatten, so dass wir doch erst im Dunkeln losfahren konnten (ca. 17:30 Uhr, es ist hier ja Winter). Wir sind dann aber ganz gut durchgekommen und haben dann um etwa 22:30 Uhr Badplaas erreicht, unser Tagesziel.
Peter hatte zuvor dort angerufen, um nach den Kosten für eine Übernachtung zu fragen: 150 Rand (9,5 Rand = 1 EUR). Als wir dann da waren, sagte uns der Pförtner, dass es für drei Personen 95 Rand kosten würde. Im weiteren Gespräch fiel ihm aber auf, dass drei mal 25 ja 75 macht, was dann der letztendliche Preis war. Aber da er natürlich nicht wechseln konnte, gaben wir ihm 100 (also etwa 10 EUR), sodass er sich vor Glück kaum halten konnte. Herrlich!
Na ja, dann haben wir noch Nudeln gekocht, das Zelt aufgebaut und dann ging es auch schon in die Koje. Vom Afrika-Feeling war leider auch nicht mehr allzu viel zu merken, es waren nämlich geschätzte 5 Grad draußen. Ich trug während des Essens ein T-Shirt, ein Longsleeve, ein Hemd mit Kragen und zwei Pullover. In der Nacht kamen dann noch ein Schlafsack und zwei Decken dazu…vom Feinsten! Die Nacht war dann auch relativ kurz, weil krähende Hähne und quakende Enten auf dem Campingplatz residierten.
Wir sind dann gegen 10:30 Uhr wieder los, nachdem wir uns mit einem kurzen Frühstück gestärkt hatten. Um ca. 12:00 Uhr waren wir dann an der Grenze, wo wir die Leute wieder mal mit dem Unimog beeindrucken konnten („Oh, that's a house!“). Die Straßen sahen hier schon um einiges besser aus, fast schon südeuropäischer Standard, allerdings ist Swaziland recht hügelig, sodass wir immer Geschwindigkeiten zwischen 20 km/h (bergauf) und 90 km/h (bergab) fahren konnten.
Die Hauptstadt Mbabane erreichten wir etwa gegen 14:00 Uhr. Hier wollten wir nochmal Geld abheben, was sich als schwieriger rausstellte, als wir es gedacht hatten. Außerdem mussten wir was essen, was wir bei Kentucky Fried Chicken taten (wenn wir schon mal in Afrika sind). Allerdings hatten wir uns mit der Portion etwas verschätzt, davon wären auch noch drei andere satt geworden. Und als wir tankten, waren alle vollkommen geflasht davon, dass wir mit dem Wagen tatsächlich aus Deutschland runtergefahren sind – das konnten die gar nicht fassen.
Unterwegs sahen wir dann noch reichlich Kühe auf der Fahrbahn (eine davon tot), reichlich Menschen auf der Fahrbahn (einer davon tot) und als wir dann kurz nach Einbruch der Dunkelheit das Mlawula-Reservat erreichten, sahen wir auf der Fahrbahn auch noch Antilopen und Warzenschweine. Außerdem soll es hier auch noch scheue Hyänen, Krokodile und das tödliche Trio geben: Black Mamba (Schwarze Mamba), Spitting Cobra (Speikobra) und Puff Adder (Puffotter). Auf den Campingplatz sollen die angeblich nicht kommen, aber welche Schlange lässt sich das schon sagen?
Na ja, wir werden sehen. Wir haben jetzt auf jeden Fall erstmal gegessen (gegrilltes Schweine- und Straußenfleisch) und uns am Feuer erwärmt. Es ist jetzt ca. 23:00 Uhr und wir werden gleich schlafen gehen, damit wir relativ früh loskönnen. Auf dem Plan steht noch eine kurze Erkundungstour durch das Reservat und danach soll es nach Bilene gehen… einem Ort am Strand mit Lagune und so…yes!
Als ich wach wurde, ist es draußen gerade hell geworden. Und da Jonas und Inken noch gepennt haben, bin ich auf eine kleine Erkundungstour gegangen, in der Hoffnung, ein paar spannende Tiere zu sehen. Direkt am Campingplatz war ein ausgetrocknetes Flussbett, in dem ich einige Knochen gefunden hab. Einen davon hab ich direkt mitgenommen, um Nomad damit zu schmücken. Dann hab’ ich ein paar Tretpfade bewandert, aber außer ein paar Antilopen und einem riesigen Tausendüßler leider nichts gesehen. Nach einem kurzen Frühstück sind wir dann auch direkt weiter. Unterwegs haben wir dann noch einige Affen und Emus gesehen.
Die Fahrt durch Mosambik war insgesamt gesehen doch um einiges angenehmer als wir gedacht hatten… Die Straße war relativ gut ausgebaut. Mehr als anstrengend war allerdings das Fahren in der Hauptstadt Maputo. Die Atmosphäre dort war auch sehr zwiegespalten – zwischen durchaus schönen Fleckchen am Meer, sind wir auch durch das überfüllte Zentrum, Müllhalden mitten in der Stadt und ärmeren Townships gefahren.
Pünktlich gegen 18:00 Uhr (es wurde gerade stockduster) haben wir dann unser Tagesziel Bilene erreicht, einer kleinen Stadt mit Campingplatz und Lagune. Dort haben wir dann erstmal wieder den Grill angeworfen und ein Feuer entzündet. Das Feuerholz dazu haben wir während der Fahrt gegen Klamotten getauscht und damit eine ganze Familie glücklich gemacht. Zu essen gab es wieder mal Fleisch, Maiskolben und Kartoffeln. Während des ganzen Essens wurden wir immer wieder von kleinen Hunden besucht… Sehr süß!
Aber dann war Schlafenszeit!
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- jung geblieben
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- Hamburg
- Webseite
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Jonas Vincentz - a.k.a. "JV Lennox" und Daniel Schieferdecker - a.k.a. "Crocodile Dan Dee" aus der "coolsten Wohngemeinschaft in Hamburg/Eimsbüttel" geben mal wieder Vollgas. Normalerweise hauptsächlich für ihren Schlag bei Frauen und den Hang zu ungesundem Essen bekannt sind, werden sie im Juni mit unserem alten Bekannten "Nomad", einem 35 Jahre alte Unimog S404, für 2 Wochen durch die Wildnis Südostafrikas touren. Südafrika, Swasiland, die Küste Mosambiks und der Krüger Nationalpark...
Während Dan lediglich auf 2 Wochen Tunesien im Alter von 12 Jahren zurückblicken kann, hat Jonas schon einiges mehr an Afrika-Erfahrungen aufzuweisen. Vor 2 Jahren reiste er gemeinsam mit Tim und Nomad 20.000 km quer durch Europa und den Afrikanischen Kontinent von Hamburg nach Kapstadt.





















