



Big Apple, Mayas und karibische Fische
Pirateghosts of the Carribean
19.02.2008 |
Ich befand mich mitten in einem karibischen Postkartenklischee. In der hellblauen Karibik glitzerte die Sonne, eine leichte Morgenwindbriese liess unsere Hängematten schwingen und zwischen meinen Zehen nichts als weisser Sand.
Nachdem wir mit einem kleinen Sportflieger quer über Belize geflogen waren und ein paar Strandtage in Placencia eingelegt hatten, waren Becko, Max und ich auf Tobacco Caye gestrandet, einer kleinen Insel vor der Küste Belizes, so gross wie zwei Fussballfelder.
In 10 Minuten umrundeten wir die Insel und trafen Carlos, Divemaster eines kleinen Tauchshops in Tobacco Caye. Er führte uns zu traumhaften Divespots und wir sahen massenhaft Stingrays, Ammenhaie, Korallen und bunte Fische, Becko probierte einen Handstand unter Wasser woraufhin ich einen Lachkrampf auf 20 Metern Tiefe bekam.
In der einzigen Bar auf der Insel, in der eine 60jährige Hippifrau, die hier vor 30 Jahren beschloss ihren Urlaub zum Lebensinhalt zu machen, Cocktails mixte blickte ich Abends in den unglaublich überfüllten den Sternenhimmel und wünschte mir jedes Mal, wenn ich eine Sternschnuppe sah, dass ich immer so glücklich und zufrieden sein würde wie gerade jetzt in diesem Moment.
Tobacco Caye ist eine ehemalige Pirateninsel und Carlos erzählte uns an einem dieser Abende unglaublich viel Piratengarn. Die Locals waren fest davon überzeugt, dass auf dieser idyllischen kleine Insel nachts Piratengeister ihr Unwesen trieben und dann gab es angeblich noch dieses Krokodil, dass seit ein paar Nächten gesichtet wurde, weshalb man uns vom Nachttauchen abriet.
Seine Spukgeschichten erwiderte ich mit einem amüsierten Lächeln und Carlos lächelte wissend zurück. „Belivin? me girl.“ antwortete er in seinem Karibikslang.
Die Idylle wechselte plötzlich in helle Aufregung, das Krokodil, dass ich bis dato für ein Gerücht hielt wurde gesichtet, 2 Meter gross sollte es sein, mindestens. Wir liefen zum Ufer und zwei rote Augen schauten mich im Schein meiner Taschenlampe an. Zwar war das Krokodil eher ein süsses, kleines Babykrokodil von maximal einem Meter Länge, trotzdem war ich froh ihm nicht nachts beim Tauchen begegnet zu sein.
Auf dem Weg zu meiner Hütte kam ich an ein paar verlassene Häuschen vorbei, die für Touristen auf einem Piratenfriedhof gebaut wurden. Es wunderte mich schon irgendwie, dass diese seit Jahren unbewohnt waren aber sollte ich wirklich die Story von verschreckten Touristen glauben, die nachts in diesen Hütten von Piratengeistern heimgesucht wurden.
Das Geräusch von knarrendem Holz liess mich zusammenschreckten. Warum musste ausgerechnet jetzt meine Taschenlampe ihren Geist aufgeben. Nachts gab es auf der ganzen Insel keinen Strom und die einzige Lichtquelle war schattiges Mondlich. Apropo Geist und Schatten, stand da nicht eben noch jemand hinter dieser Palme? Ich bekam eine Gänsehaut, „Belivin?me…“ hallten Carlos Worte in meinem Kopf nach.
Am nächsten Tag glaubte mir Becko natürlich, weder die Geschichte vom Krokodil, nochdass dieser Schatten tatsächlich Ähnlichkeiten mit Jonny Depp in „Fluch der Karibik“ hatte.
Ich zog es vor an diesem Tag die Mittagssonne zu meiden und verzichtete auf meinen geliebten Rum und Pinapple Drink am Abend…
Keine Ahnung wie lange ich auf Tobacco Caye gestrandet war, Uhrzeiten und Wochentage haben in diesem karibischen Traum irgendwann ihre Daseinsberechtigung verloren und wenn mir nicht irgendwann das Bargeld ausgegangen währe (Geldautomaten gibt es nicht im Paradies), würde ich wohl immer noch in einer Hängematte auf Tabacco Caye schwingen, mit Stingrays, Ammenhaien und Moränen tauchen und Carlos Piratengeschichten lauschen.
Becko und Max fuhren weiter nach Mexiko und ich beschloss spontan meine Reise Richtung Süden fortzusetzen.
Nach 3 Tagen, 3 Bootsfahrten, 5 Taxifahrten, 4 Busfahrten und Übernachtungen in ziemlich dodgy Hostelzimmern (mit Blut an der Wand uns so) in gruseligen hondurianischen Staedten, bin ich schliesslich in Utila, einer Insel im Norden Honduras angekommen. Hier liefen mir ein paar Leute übern Weg, die ich aus Guatemala kannte und wir feierten unser Wiedersehen und meinen Geburtstag in einer Bar namens „The Bar in the Bush“.
Utila ist ein Backpacker- und Taucherparadies, bekannt dafür, dass man hier weltweit am günstigen Tauchen kann im glassklaren Wasser der Karibik. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, was ich hier den ganzen Tag so mache. (Fotos davon gibt’s dann beim nächsten Mal).
Es gibt 8 Kommentare.
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- Name
- Nicole Martens
- Alter
- 31
- Ort
- Berlin
- Webseite
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Alle Reisen von Nicole Martens
Big Apple, Mayas und karibische Fische
Als in mir an einem nasskaltem Tag im August ein unangenehm bekanntes Gefühl aufstieg, dass nach heissem Tee und warmen Socken verlangte, traf ich eine Blitzentscheidung. In diesem Winter wird für mich die Sonne scheinen!
Das Land der Maya kam mir als erstes in den Sinn – ein Kindheitstraum! Aber wo genau werde ich die Fantasiebilder meiner Kindheit vom wildem Dschungel, mystischen Mayaruinen und weissen Stränden finden? Mexiko? Guatemala? Honduras? Und was hat es mit diesem Mikroland Belize auf sich, das sich auf der Landkarte ganz nebenan befindet und endlos weisse Strände verspricht? Ich beschloss die warmen Socken wieder auszuziehen und die Antworten auf diese Fragen vor Ort zu recherchieren.
Den günstigsten Flug fand ich über New York und Miami - auch gut! Silvester in New York, Miami Vice – zwei weitere Kindheitsträume!
Ein Freund, Becko, beschloss spontan mich teilweise auf meiner Reise zu begleiten. Wir tranken einen Tequilla auf einen warmen oder besser gesagt nicht vorhandenen Winter um unseren Plan zu besiegeln, und ein sehr angenehmes Gefühl voller Vorfreude breitete sich in mir aus.

















sooo, mir reichts hier langsam. ich komm dich besuchen, keiras geist auf der insel will ich treffen und endlich tauchen lernen. ich möchte humpenweise rum cocktails mit dir trinken und mich nackt in glasklarem wasser von satelliten für googleearth aufnehmen lassen um damit die überarbeitende bevölkerung um mich herum in den wahsinn zu treiben. bis gleich.....nikolas
sagte nikolas am 20.02.2008 um 10:29 Uhr #
Unverschämtheit!
Skandalös!
Demotivierend!
Eine Unverschämtheit ist es, hier sitzen zu müssen und nichts gegen das besitzergreifende Fernweh tun zu können. Unverschämt ist die Situation auch deshalb, weil in meinem Fall der Urlaub gerade erst zu Ende ging und ich unmöglich gleich wieder wegfahren kann. Das ist ja skandalös. Naja, demotivierend ist's eigentlich nur in der Zeit, in der ich in den Fotos aus der fernen Welt versinke und lieber mich auf Inseln und Tauchgänge träume als hier meinem täglich Brot nachzugehen.
Das muß ich jetzt aber tun, sonst wirds nix mit einem zukünftigen Urlaub, unverschämt weit weg, skandalös toll und demotivierend für die daheim Gebliebenen.
Aber hei: eigentlich sollte das doch auch ein bissl Antrieb geben, wenn man so liest, wie es Dir liebe Nic so ergeht! Also: berichte weiter und gib uns daheim gebliebenen Kraft, einen solchen Sprung zu planen und auch zu tun.
Liebe Grüße so um ne halbe Erdkrümmung und dann ein bissl nach unten
Jo
sagte Jo am 20.02.2008 um 10:34 Uhr #
hey nic, liebe wasserfrau, happy birthday und bis bald... fab
sagte fabian am 20.02.2008 um 10:53 Uhr #
Wooaahh! Das schöne Wasser, und die Sonne, und die Farben - ich dreh gleich durch! Ja, das machst du richtig, bleib solange da, wie du kannst. Aber, am Ende kommst du vielleicht gar nicht mehr zurück?
Ich sag doch: 's Handy ins Klo und ab in die Karibik!! Un abrazo, Diana
sagte Diana am 20.02.2008 um 16:44 Uhr #
Hallo Süsse ,nachdem auch uns das Fernweh gepackt hatte ,sind wir in den Centerpark gefahren. Wir hatten auch Palmen und warmes Wasser für eine Woche,aber Abends hat uns die Realität " Winter" wieder eingeholt ,da konnten auch die Karibikklänge nichts dran ändern.Es ist ja traumhaft was wir lesen und sehen.Super................wir sind sehr gespannt auf die neuen Abenteuer.Pass auf Dich auf. M.&V Küsschen
sagte jutta & klaus am 22.02.2008 um 15:38 Uhr #
Hallo Nicole,
ziemlich heftigen Dank für deine Berichte über jetzt schon 7 Seiten. Die Geistergeschichte ist ja nun wirklich druckreif und die Aufnahmen werden auch immer interessanter. Bei den Tauchbildern könnte ich weinen vor Neid. Marcus wird dir erzählt haben, wieviel unzählige Tauchgänge ich bereits hatte, und wie professionell ich mich unter Wasser verhalte ... Ich hab noch mal in meinem Divebüchlein nachgesehen, es sind unglaubliche 21 Tauchgänge. Wahnsinn was!? Nun mal zu Foto 4 Belize Beach. Das ist doch Dolores ! ich hab´s doch gewusst! Und der Typ daneben, ist das nicht Sohnemann Marcus ? Und dann das Foto 18 Inselhopping, einfach irre ... und so sportlich.
Bekomme ich eine Antwort - schon wegen Dolores ?
Muss ja nicht für Alle sein, Du hast ja meine E-mail Adresse.
Dank im voraus von JoVa und Marcus seiner Lieblingsmutter Bärbel
sagte Jochen Beck ( JoVa) am 24.02.2008 um 09:23 Uhr #
hey...hey JoVa ,Dolores ist meine Lieblingstochter Nicole , also nichts mit karibischer Schwiegertochter auf Bild 4 .Viel Spass weiterhin beim lesen der Berichte und schönes Fernweh wünscht Nicole`s´Lieblingsmutti (es lohnt sich auch mal bei der Asien Triangel Tour zu stöbern)
sagte jutta martens am 24.02.2008 um 12:31 Uhr #
jaja, wenn eltern das web 2.0 entdecken... um missverstandnisse entgegen zu wirken... das bikinigirl auf bild 4 bin ich... und ratet mal, wer das foto geschossen hat... genau!!! Dolores...
sagte Nicole am 25.02.2008 um 17:55 Uhr #