



Big Apple, Mayas und karibische Fische
La Isla Bonita (02.01.08 bis 12.01.08)
15.01.2008 |
“Hey sweety, why are you walking so fast?” ich blickte in das Gesicht eines Rastamans, der mit einer laessigen Kopfbewegung auf eines der dutzenden GO SLOW Schildern deutete, die in Caye Caulker, auf den zwei existierenden “Hauptstrassen” verteilt waren. (Strassen ist uebrigens uebertrieben, denn statt Autos fahren hier nur Golfcards auf den weissen Sandwegen rum).
Das erste Mal als ich eines dieser Schilder erblickte war vor drei Tagen, als ich ueber den Steg schwankend diese idyllische belizianische Insel im karibischen Mer betrat. Am fruehen Abend waren wir in Belize City gelandet, einer Stadt von der ich bis dato nichts ausser dem Schlagwort Kriminalitaet gehoert hatte. Wir brausten mit der Dunkelheit um die Wette zum Hafen. Dort erwarteten uns eine heftige Portion tropischen Regens und ein kleines sogenanntes Wassertaxi, dass mir bei den vielen Leuten, die offensichtlich das gleiche Ziel wie wir hatten uebertrieben klein vorkam. Als dann auch noch eine 10 koepfige uebergewichtigte Ami-Reisgruppe mit Ziel Caye Caulker auftauchte ueberlgete ich kurz ob eine Uebernachtung in dem Top Ten Drogenumschlagplatz Belize City denn wirklich so eine schlechte Idee sei.
Ohne Licht und Rettungswesten stichen wir in See und wurden kurz darauf im Abstand von 30 Sekunden jeweils einen halben Meter in die Luft katapultiert. Als die Locals neben uns ihre Gesichter zwischen den Knien verbargen und anfingen zu beten, vermutete ich, wir seien auf unserem Weg nach Belize mit dem Flieger abgestuerzt und auf dem Weg in die Hoelle und auch Becko, der gerade mit seinem nassen Hintern auf den harten Sitz knallte hielt diese Vermutung nicht fuer abwegig
Wahren der ersten Haelfte der einstuendigen Hoellenfahrt versuchte ich krampfhaft eine Moeglichkeit zu finden den Zustand des freien Falls zu vermeiden, doch dann gab ich erfolglos auf und stimmte in das Ahhh und Ohhh Geschrei der amerikanischen Reisegruppe ein.
Zwei Tage lieferten sich Sonnenschein und tropische Regenguesse einen Wetbewerb, was eigentlich ein ganz spektakulaeres Schauspiel ist, wenn man gerade mit einem Cocktail in der Hand in einer Strandbar sitzt, die von Reggae Musik beschallt wird.
Der Wellen waren hoch und so schwankten die Tauchbote im Hafen und auf Sonne wartende Taucher Abends aus den Bars.
Und dann kam die Sonne und holte alles nach, was sie in den letzten Tagen verpasst hatte. Becko rannte zum Diveshop und ich wenig spaeter auch, wobei ich wieder bei dem Benedickt, dem Rastaman waere, der nicht verstehen konnte wie man sich jemals und an solch einem heissen Tag schon garnicht mit mehr als 10 Schritten in der Minute fortbewegen konnte.
Ich vertagte meinen sdmalltalk mit ihm auf das Barbecue am Abend, er war der beste Grillmeister der Insel und heute Abend wollte er Lobster grillen.
Becko hatte schon einen Deal beim Belize Dive Center klar gemacht und so flirteten wir in den naechsten Tagen mit Haien, wurden von Schwaermen bunter Fische begleitet, Stachelrochen waren keine Seltenheit und die bunte Korallenwelt ueberwaeltigend.
Es war eigentlich genau so, wie man sich das Tauchen in der Karibik bei 28 Grad Wassertemperatur vorstellen kann. Unser Highlight war das Blue Hole, (wer mehr darueber wissen will mal auf Beckos Seite nachschauen! hier clicken ). Dieser Ausflug hat zwar ein bisschen mein Reisebudget gesprengt, dafuer gab es aber auch eine Extraportion Tiefenrausch gratis, was bei 42 Meter Tauchtiefe nicht ungewoehnlich ist und genau das verspricht, was der Name schon sagt.
Caye Calker ist eine kleine Insel, sehr klein, ungefaehr so gross wie die berliner Kastanienalle, mit der sie sonst nicht viel gemein hat, ausser der Tatsache, dass wir nach 10 Tagen alle 5 Meter anhielten um einen smaltalk mit den Locals, von denen wir die Haelfte mitlerweile namentlich kannten, den DiveBuddies und anderen Travellern und Beachbarbekannten zu halten. Es war Zeit fuer uns weiterzuziehen. Wir tranken das letzte Glas aus unserer belizianischen Rumflasche, die wir vor 10 Tagen gekauft hatten und nahmen ein Wassertaxi zum Festland, was diesmal sanft ueber das hellblaue Wasser Richtung Festland gleitete. Sehnsuechtig schaute ich noch einmal Richtung Caye Caulker. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich einen schoeneren Platz auf meiner Reise finden wuerde.
Mitlerweile bin ich in Flores in Guatemala und haette ich von der ueberwaeltigenden Schoenheit der Mayatempel und von der unglaublich spannenden Mentalitaet der Einheimischen gewusst, waere mir ein Abschied vom karibischen Paradies sicher etwas leichter gefallen.
P.S.:Gerade laeuft hier eine buntbekleidete Meute laut singend und angefuert von einer Kapelle am Internetcaffee vorbei, das Ganze findet drei Mal taeglich statt, weil hier seit ein paar Tagen irgendein Heiliger gefeiert wird. Aber davon dann beim naechsten Mal, wenn ich mich aus Antigua melde.
Es gibt 4 Kommentare.
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- Name
- Nicole Martens
- Alter
- 35
- Ort
- Berlin
- Webseite
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Alle Reisen von Nicole Martens
Big Apple, Mayas und karibische Fische
Als in mir an einem nasskaltem Tag im August ein unangenehm bekanntes Gefühl aufstieg, dass nach heissem Tee und warmen Socken verlangte, traf ich eine Blitzentscheidung. In diesem Winter wird für mich die Sonne scheinen!
Das Land der Maya kam mir als erstes in den Sinn – ein Kindheitstraum! Aber wo genau werde ich die Fantasiebilder meiner Kindheit vom wildem Dschungel, mystischen Mayaruinen und weissen Stränden finden? Mexiko? Guatemala? Honduras? Und was hat es mit diesem Mikroland Belize auf sich, das sich auf der Landkarte ganz nebenan befindet und endlos weisse Strände verspricht? Ich beschloss die warmen Socken wieder auszuziehen und die Antworten auf diese Fragen vor Ort zu recherchieren.
Den günstigsten Flug fand ich über New York und Miami - auch gut! Silvester in New York, Miami Vice – zwei weitere Kindheitsträume!
Ein Freund, Becko, beschloss spontan mich teilweise auf meiner Reise zu begleiten. Wir tranken einen Tequilla auf einen warmen oder besser gesagt nicht vorhandenen Winter um unseren Plan zu besiegeln, und ein sehr angenehmes Gefühl voller Vorfreude breitete sich in mir aus.




























Die schwankenden Taucher waren eine harte Nuss! Jetzt kann kann ich es gar nicht mehr erwarten, die naechste Runde zu lesen; Wie schoen ist es, dank deiner Worte durch Raum&Zeit zu reisen...
sagte Jacek am 15.01.2008 um 08:34 Uhr #
Hallo Nicolchen,wir freuen uns sehr etwas von Dir zu sehen und zu lesen.Du hast ja eine Menge Erlebnisse zu verkraften und zum Glück sind die meisten toll.Du siehst sehr gut aus auf den Bildern und wir wünschen Dir von Herzen weiterhin eine schöne Zeit.Wir freuen uns auf den nächsten Reisebericht und weitere tolle Fotos. M&D
sagte jutta am 15.01.2008 um 15:18 Uhr #
hola nic,
danke für das reisefieber dasa den grauen pseudowinter erhellt!!!!bitte nochmehr von diesen tollen fotos und berichten!!!! geniesse manana, manana. knutsch marie
sagte marie am 15.01.2008 um 22:22 Uhr #
Nic,
Sehr schoen, Deine Geschichten vom anderen Zipfel der Welt zu lesen. Ich hoffe Du kannst Dich auch in Inselgeschwindigkeit duch die Weiten Antiguas bewegen, dann bleibt die Erholung laenger haften. Allet Jute Martin
sagte Martin am 16.01.2008 um 03:34 Uhr #