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New York till I drop

09.01.2008 |

Die Weihnachtsganz noch nicht ganz verdaut machte ich mich vor gut einer Woche auf den Weg nach Hamburg. Ein paar Abschiedsdrinks in einigen Bars an der Schanze, eine kurze Nacht, 9 Stunden Flug und schon war ich in New York.

Die naechsten 5 Naechte wuerden wir bei Marc in Brooklyn wohnen, der uns schon erwartete und uns gleich in eine Bar nach Dumbo mitnahm von der wir danach zur Brooklyn Bridge liefen und die Lichter Manhattans absorbierten bevor wir in einen tiefen wohlverdienten Schlaf fielen, aus dem wir nach ein paar Stunden um 6 Uhr morgens total gejetlaged erwachten. Doch selbst fuer diese Stadt war wohl Sightseeing um diese Uhrzeit zu frueh. Egal, wir liefen einfach los, ich hatte schliesslich 10 Jahre darauf gewartet wieder einfach los zu laufen durch eine Stadt, die hinter jeder Ecke mit einer Ueberraschung wartet. In den naechsten 3 Tagen liessen wir uns treiben und wurden getrieben, von einer Boutique in Soho zu den legendaeren Strassen Greenich Villages, vorbei an Haeuserfassaden, die ich von Plattencovern kannte und an Locations legendaerer Filmklassiker. Wir liefen den Broadway rauf und runter bis zum Timesquare und durch Chinatown bis wir Blasen an den Fuessen hatten. Abends zollte der Jetlag seinen Tribut und ich schlief noch vor dem ersten Bier ein in einer Bar ein.

Es war Silvester und wir hatten von einem Geheimtipp gehoert. Eine Party in Midtown Manhatten, dort sollte es sogar ein Dach geben. Well, leider waren wir nicht die einzigen, die von diesem Geheimtipp wussten aber immerhin gab es das versprochene Dach. Ein Dach in New York zu Silvester hatte allerdings seit 9-11seine Bedeutung verloren, denn seit diesem Datum ist privates Feuerwerk offiziell verboten.

Um 24 Uhr stiessen wir zum zweiten Mal an diesem Abend auf das neue Jahr an, zusammen mit Greg aus L.A., Kim aus China und Josh aus Hawai.

Der Geheimtipp platzte mittlerweile aus allen Naehten. Auf dem Weg zu den Getraenken hatte ich Becko verloren und zeitgleich uebernahmen die besten Freunde der betrunkenen Gastgeberin die Kontrolle und riefen im Chor : “Guys, the party is over” Ich lernte Kevin und seine Freunde am Kuehlschrank kennen und wir wurden zusammen aus der total ueberforderten Wohnung geschwemmt. Wir gingen in die naechste Bar, die sich als eine 9-11 Feuerwehrmaennergedenkbar rausstellte. Dort fand ich dann auch Becko wieder. Meine neuen amerikanischen “Freunde” bestellten eine runde Jaegermeister auf die deutsch-amerikanische Freundschaft und ich feierte das dritte Mal im diesen Abend das neue Jahr, diesmal am Telefon mit Jochen aus Berlin, der zur Zeit in San Francisco weilte. Becko tritt den Rueckweg nach Brooklyn an und ich fand mich in einem Taxi nach East Village, dem ehemaligem Kreuzberg New Yorks, wieder. Doch der Punkrock existiert schon lang nicht mehr in diesem Teil New Yorks. Ich hoerte Geschichten von Bars, die unter mysterioesen Umstaenden in Flammen aufgingen, weil der Besitzer sie nicht verkaufen wollte. Und auch das “Sofies” wo das Taxi aus Midtown uns absetzte und in dem ich mir einen Silvestersong aus der Jukebox aussuchte, wuerde sein letztes Silvester erleben. In einem Monat wird das Haus in Condos umgebaut.

Kevin bestand darauf mir auf dem Weg nach Hause die beste Bar Brooklyn zu zeigen. An der Bar sassen Kuenstler, Musiker und Freaks. Jeder zweite setzte sich ueber das Rauchverbot hinweg. Und irgendwie erinnerte mich alles dort an das New York von damals und an das Berlin von heute. Und ich verstand ploetzlich die Aussage eines amerikanischen Freundes. “I found the New York that I miss. Its in Berlin.”

Als ich spaeter die Morgenluft Brooklyns in mich einsog rief mir ein torkelnder Nachtschwaermer “Happy New Year” entgegen. Ich dachte an meine Freunde, die schon laengst ihren Kater ausgeschlafen hatten, der mir noch bevorstand und an die naechsten 2 Monate die vor mir lagen. “Happy New Year” rief ich in den neuen Tag.

Es gibt 13 Kommentare.
Deine Meinung?

  1. Hallo meine Liebe,
    ach das hoert sich ja alles ganz spannend an. Freue mich auf weitere Berichte und Info'S von dir...

    Dicken Kuss!

    sagte Nicole Donat am 09.01.2008 um 11:57 Uhr #

  2. Toll Deine Seite, ich freu mich auf Deine Geschichten, macht Spaß sie zu lesen. Die Bilder sind auch schick. Wünsche Dir und Becko ein gesundes, erfolgreiches, glückliches aber vor allem erstmal spannendes neues Jahr. Kommt gesund und bereichert wieder! Erlebe möglichst viele Abenteuer für mich mit.
    Liebste Grüße und nen Kuss von uns...

    sagte Silke + 1 am 09.01.2008 um 22:54 Uhr #

  3. Hey Nic,

    Endlich der erste Bericht! Freue mich dass es Dir gut geht und sich der verbale "Tritt in den Hintern" gelohnt hat. Auf bald.

    sagte Martini am 10.01.2008 um 04:48 Uhr #

  4. weiter so! dicken knutscher dana

    sagte dana am 10.01.2008 um 14:55 Uhr #

  5. Bin glücklich, daß es Dir gut geht. Bin froh, daß alles klappt.
    Bin wieder daheim. Bin mgejetlagged. Bin dann mal poofen jetzt. Bin aber bald wieder da.
    Bin gerne hier.

    :*

    sagte Jochen Hermann am 10.01.2008 um 23:48 Uhr #

  6. hey nic, super fotos, wie ausm hochglanz magazin. lg fab

    sagte Fab am 11.01.2008 um 13:20 Uhr #

  7. koolomat, nic! liest sich sehr saugstark. und trägt der becko die schuld an den schicken photos? auch toll. aber lasst euch nun nicht vom reisen aufhalten. genießen und weitermachen!

    sagte Dörthe am 12.01.2008 um 01:05 Uhr #

  8. Hi Nicole:)
    ...lesen sich wirklich gut deine Berichte...werd auf jeden Fall begeistert dabei bleiben:)!
    LG und eine wunderschöne Zeit!
    Sylvia

    sagte Sylvia Hoffmann am 13.01.2008 um 11:37 Uhr #

  9. das ist also der Grund, warum Kreuzberg so mit Amis vollgestopft ist. Eigentlich bin ich 88 nicht nach NYC gegangen, weil mir da zu viele Amerikaner waren.

    sagte rei am 14.01.2008 um 02:53 Uhr #

  10. Hi Nic,
    vielleicht kennst du mich ja noch, ich bin der Kumpel von Enzo, der damals ziemlich oft bei euch in der WG in der Fehrbelliner Straße war.
    Kannst du mir bitte DRINGEND zurückmailen, am besten mit Emailadresse, daß ich dich persönlich erreichen kann? Es geht um Enzo......
    Danke schön,
    Jens

    sagte Jens (Michi) am 09.04.2008 um 23:57 Uhr #

  11. Hi Nic,
    vielleicht kennst du mich ja noch, ich bin der Kumpel von Enzo, der damals ziemlich oft bei euch in der WG in der Fehrbelliner Straße war.
    Kannst du mir bitte DRINGEND zurückmailen, am besten mit Emailadresse, daß ich dich persönlich erreichen kann? Es geht um Enzo......
    Danke schön,
    Jens

    sagte Jens (Michi) am 09.04.2008 um 23:58 Uhr #

  12. Hi Nic,
    vielleicht kennst du mich ja noch, ich bin der Kumpel von Enzo, der damals ziemlich oft bei euch in der WG in der Fehrbelliner Straße war.
    Kannst du mir bitte DRINGEND zurückmailen, am besten mit Emailadresse, daß ich dich persönlich erreichen kann? Es geht um Enzo......
    Danke schön,
    Jens

    sagte Jens (Michi) am 09.04.2008 um 23:59 Uhr #

  13. Hi Nic,
    vielleicht kennst du mich ja noch, ich bin der Kumpel von Enzo, der damals ziemlich oft bei euch in der WG in der Fehrbelliner Straße war.
    Kannst du mir bitte DRINGEND zurückmailen, am besten mit Emailadresse, daß ich dich persönlich erreichen kann? Es geht um Enzo......
    Danke schön,
    Jens

    sagte Jens (Michi) am 09.04.2008 um 23:59 Uhr #

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Userbild
Name
Nicole Martens
Alter
40
Ort
Berlin
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Alle Reisen von Nicole Martens

Big Apple, Mayas und karibische Fische

Als in mir an einem nasskaltem Tag im August ein unangenehm bekanntes Gefühl aufstieg, dass nach heissem Tee und warmen Socken verlangte, traf ich eine Blitzentscheidung. In diesem Winter wird für mich die Sonne scheinen!
Das Land der Maya kam mir als erstes in den Sinn – ein Kindheitstraum! Aber wo genau werde ich die Fantasiebilder meiner Kindheit vom wildem Dschungel, mystischen Mayaruinen und weissen Stränden finden? Mexiko? Guatemala? Honduras? Und was hat es mit diesem Mikroland Belize auf sich, das sich auf der Landkarte ganz nebenan befindet und endlos weisse Strände verspricht? Ich beschloss die warmen Socken wieder auszuziehen und die Antworten auf diese Fragen vor Ort zu recherchieren.
Den günstigsten Flug fand ich über New York und Miami - auch gut! Silvester in New York, Miami Vice – zwei weitere Kindheitsträume!
Ein Freund, Becko, beschloss spontan mich teilweise auf meiner Reise zu begleiten. Wir tranken einen Tequilla auf einen warmen oder besser gesagt nicht vorhandenen Winter um unseren Plan zu besiegeln, und ein sehr angenehmes Gefühl voller Vorfreude breitete sich in mir aus.