ItalienBeim Papst in Rom

Das religiöse Rom

16.05.2005 |

„Wir sind Papst“, titelte die Bild-Zeitung nach der Wahl von Kardinal Ratzinger zum Oberhaupt der katholischen Kirche. Jetzt lässt sich der neue Papst während der wöchentlichen Generalaudienz (immer mittwochs um halb elf) mit dem Papa-Mobil über den Petersplatz fahren – vorbei an 30.000, vielleicht auch 40.000 Menschen, die ihn jubelnd begrüßen, ihm zuwinken und ihm einen begeisternden Empfang bereiten.

Da steht er also, ein 78 Jahre alter Mann, der nur durch seine Anwesenheit eine Menschenmasse in Wallung versetzt. Rational zu erklären sind diese teilweise ekstatischen Gefühlsausbrüche einiger Menschen auf dem Petersplatz nicht, aber selbst ein religions-kritischer Mensch kann sich kaum der faszinierenden Atmosphäre entziehen, die auf dem Petersplatz herrscht. Egal wie man zur katholischen Kirche und dem Papst steht: Es sind beeindruckende Szenen, die sich auf dem Petersplatz abspielen.

In verschiedenen Sprachen (italienisch, spanisch, deutsch, englisch und französisch) spricht der Papst zur jubelnden Menge.

Einige Gruppen – darunter auch wir – werden persönlich begrüßt, denn wer sich im Vorfeld anmeldet, wird über Mikrofon erwähnt: „Wir heißen die Gruppen aus den deutschsprachigen Ländern herzlich willkommen, darunter eine Gruppe aus Bensheim usw.“

Besonders Jugendgruppen machen lauthals auf sich aufmerksam, wenn sie begrüßt werden, ein kurzes Winken des Papstes in Richtung der Gruppe und weiter geht der Begrüßungsmarathon. Auffällig ist, dass viele junge Menschen den Petersplatz bevölkern.

Eine gute Stunde dauerte die Generalaudienz, die wir von einer der vorderen Sitzreihen erlebten.

Dann heißt es Anstellen und Warten, denn die Grabstätte der verstorbenen Päpste, der Petersdom und die Kuppel des Petersdoms stehen auf unserem Besichtigungsprogramm.

Von der Kuppel aus genießen wir den kilometerlangen Blick über Rom, was für eine Stunde anstehen und 30 Minuten mühsames Treppensteigen entschädigt. Auf die vatikanischen Museen und die sixtinische Kapelle verzichten wir aus Zeitgründen – außerdem ist der Eintritt recht hoch (15 Euro).

Im Petersdom verlieren sich die Massen, denn das größte Sakralgebäude der Christenheit bietet 60.000 Menschen Platz. Innerhalb des Doms wartet eine kaum fassbare Sammlung von Kunstschätzen auf uns, die riesigen Statuen der wichtigsten Ordensgründer türmen sich fast drohend an den Wänden auf und der Altar präsentiert sich als prunkvoller Mittelpunkt des Raumes. Der Neubau der konstantinischen Basilika begann 1506 und dauerte eineinhalb Jahrhunderte. Obwohl eine Vielzahl von Architekten an den Arbeiten beteiligt war, ist das Gebäude erstaunlich einheitlich gestaltet. Sowohl von innen als auch von außen zieht Michelangelos Kuppel die Blicke auf sich

Als Gesamtkomposition präsentiert sich der Petersplatz mit dem Petersdom als architektonisches Meisterwerk.

Es gibt keine Kommentare.
Deine Meinung?

Fragen? Kommentare? Irgendwas...?

*


*

* muss sein, leider...
² sagen wir auch nich' weiter. Versprochen!

Matthias
hat nur 12 Bilder geschickt
Userbild
Name
Matthias Schaider
Alter
28
Ort
Bensheim
Webseite
---

Alle Reisen von Matthias Schaider

Beim Papst in Rom

Alle Wege führen nach Rom, vor allem seit „Wir der Papst sind“! So hat sich im Mai 2005 eine Gruppe von 14 jungen Menschen aus Bensheim (Südhessen) auf IHREN Weg in die Ewige Stadt gemacht. Mit von der „Pilger-Partie“ sind auch zwei alte Livetravel-Bekannte, Matthias und Markus.

Kolosseum, Engelsburg, Trevi-Brunnen, Piazza Navona, Dolce Vita... schön und gut. Aber Höhepunkt und Mittelpunkt der 5-tägigen Reise war für alle die hautnahe Begegnung mit Papst Benedikt XVI inmitten von 30.000 oder 40.000 jubelnden Menschen und der Besuch in den Vatikanischen Gärten.