Australien
Armidale werden wir so schnell nicht vergessen!
19.05.2004 |
Armidale – Das mit dem Wildschwein jagen klappte zwar leider nicht, weil der Farmer bereits anderen Jägern die Erlaubnis zur Jagd in dieser Nacht gegeben hat, doch dafür lernten wir die australische Gastfreundschaft kennen und erlebten einen typisch australischen Abend mit BBQ, Bier (kein Fosters!!!) und Rugby. Ein junger Australier lud uns dazu in seine Wohnung ein. Der Sinn von Rugby ist uns aber nicht so ganz klar geworden, denn im Vergleich zu Rugby sind Boxen oder American Football Kinderkram. Nach dem Spiel – die Newcastle Knights haben übrigens gewonnen – ging es wieder in die Pubs von Armidale.
Da dort recht selten Deutsche sind, waren wir schnell bei allen bekannt und die Live-Band spielte einige Lieder „for the Germans“. Spätestens als Markus mit dem Bandleader „Sweet child of mine“ von Guns 'n' Roses sang, wusste ganz Armidale, dass vier Jungs aus Deutschland die Stadt unsicher machen. Es war mal ein gutes Gefühl, die klassische Route verlassen zu haben und auch mal was ganz anderes zu erleben. Armidale haben sicher die wenigsten Backpacker auf ihrer Route liegen! Morgens mussten wir uns schweren Herzens wieder von der Universitätsstadt (über 25 Prozent der Einwohner sind Studenten) verabschieden, aber wären wir länger geblieben, wären wir wohl nicht mehr weiter gekommen.
Grafton – Jetzt mussten wieder ein paar Kilometer gutgemacht werden und so fuhren wir über 300 Kilometer bis nach Grafton, wo wir den bisher schönsten Campingplatz fanden. Unterwegs beeindruckte die sich ständig verändernde Landschaft. Mal fühlten wir uns in der Wüste und hinter dem nächsten Berg warteten schon wieder saftige Wiesen und sattes Grün. Doch Grafton war nicht mehr als eine Durchgangsstation.
Byron Bay und Surfers Paradise – Sonntags dann endlich einer der Höhepunkt unserer Route: An der bekannten Gold Coast entlang nach Byron Bay und dann nach Surfers Paradise. Beide Städte erinnerten erwartungsgemäß an einen spanischen Urlaubsort. Die Strände waren wieder mal genial und die Leute dort überwiegend jung. Der Campingplatz war exakt eine Minute vom exzellenten Badestrand entfernt: Weißer Sand, türkis-glitzerndes Wasser und ein rötlich-schimmernder Sonnenuntergang. (wie romantisch!)
Dann kam es zu einem Ereignis, auf das die Welt nicht wirklich gewartet hat: Matthias und Markus zum ersten Mal beim Surfen. Dank der sehr geduldigen australischen Surflehrerin Kim, die uns drei Stunden durchs Meer gescheucht hat (kostenlos!), hat es für den Anfang trotz unzähliger uneleganter Stürze vom Board und sehr viel Salzwasser im Hals sogar ganz gut geklappt. Aber eins steht fest: Die Frühstückseier essen wir ab sofort ohne Salz. Spätestens am Donnerstag wollen wir Brisbane erreicht haben. Von dort aus legen wir die Eckdaten der weiteren Route fest.
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- Name
- Matthias Schaider
- Alter
- 28
- Ort
- Bensheim
- Webseite
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Alle Reisen von Matthias Schaider
Australien
Für 6 Monate werden die beiden Freunde aus Bensheim bei Frankfurt quer durch Australien reisen. Nach der Ankunft in Sydney Anfang Mai steht erst mal "Urlaubmachen und Jobsuchen" auf dem Programm. Auch einige Touren rund um die "Südsee-Metropole" sind geplant: Ziele sind unter anderem die Harbour Bridge, The Rocks und die Blue Mountains.
Von Sydney aus wollen Matthias und Markus hoch in den Norden des Landes zum jobben. "Da ist es mit 25 Grad noch schön warm. Entweder auf einer Farm oder in Restaurants werden wir unser Glück versuchen, damit die Reisekasse nicht so schnell leer wird. Anschließend wollen wir wieder umherreisen, von Backpackerhotel zu Backpackerhotel...".
Wohin steht bisher noch nicht fest. Vermutlich aber weiter Richtung Norden (Queensland) oder mit dem Geländewagen ins heiße, endlose Outback zum Ayers Rock und Uluru National Park - immer in der Hoffnung, den reichlich vorhandenen giftigen Spinnen und Schlangen nicht zu begegnen.





