Australien
Sturm und Regen in Australien
12.05.2004 |
Vorgestern (Sonntag, 9. Mai) haben wir Bekanntschaft mit den natürlichen Feinden von Campern gemacht: Wind und Regen. Merke: Ab Windstärke 7 kann es sehr ungemütlich auf einem Campingplatz werden. Also musste ein Zelt abgebaut werden, weil wir nur eins im Windschatten des Autos aufstellen konnten. Markus und Christoph legten sich nachts ins Zelt, Paul (der eigentlich aus Wuppertal kommt und nicht wie im 2. Bericht fälschlicherweise behauptet aus Stuttgart) und Matthias schliefen im Auto.
Tagsüber machten wir ein richtiges australisches BBQ, abends ging es mit der Fähre nach Newcastle – außer der Möglichkeit ins Internet zu kommen, hat sich der Trip dorthin nicht wirklich gelohnt. Die Fußgängerzone erinnerte an Deutschland und das Wetter war wie im November!
Am nächsten Tag machten wir uns auf in den Nationalpark Mayll-Lake. Einen über 20 Kilometer-Marsch durch den Regenwald nahmen wir uns vor. Anfangs sah alles eher nach einem typischen Sonntags-Spaziergang in Deutschland aus. Alles hätte gemütlich und ruhig verlaufen können, wenn wir nicht nach ungefähr einer Stunde eine ganz besondere Begegnung gemacht hätten. Leicht gelangweilt schlenderte Matthias vorneweg, als die Drei hinter ihm plötzlich hektisch wurden: Quer über den Weg war ein riesiges Spinnennetz gespannt und die Erbauerin hat mittendrin auf ihre Beute gewartet. Ab diesem Zeitpunkt war es Aus mit der Langeweile und wir haben uns nur noch ganz vorsichtig unseren Weg gebahnt – Matthias lief ab jetzt nicht mehr vorneweg!
Nach diesem Marsch ging es mit Auto nach Forsters. Dort entschieden wir uns im Hostel zu schlafen, denn der Regen wurde immer stärker. Da das Wetter immer herbstlicher wurde, fuhren wir am Dienstag mal eine ordentliche Strecke bis nach Coffs Harbour. Die Stadt gefällt uns sehr, denn endlich sind mal wieder ein paar Leute mehr um uns herum – nach Swansea und dem Vorort von Newcastle fühlen wir uns wieder wie in der Zivilisation, was zwischendurch auch mal nicht schlecht ist.
Endlich haben wir das gute Wetter wieder eingeholt, das Tagesprogramm: Die Rutschen am Pool testen, joggen am Strand und gemütlicher Ausklang des Abends. So wie es momentan aussieht, werden wir noch mindestens einen Tag in Coffs Harbour bleiben und dann weiter Richtung Brisbane. Die angenehme Temperatur, der herrliche Strand und der super gepflegte Campingplatz versüßen den Aufenthalt hier in Coffs Harbour zusätzlich. Auch zum Thema Jobben müssen wir uns langsam Gedanken machen und ein paar Farmen mit fruit-picking um Brisbane herum abklappern.
Das Spannende an der Tour: Wir steigen morgens immer in das Auto ein, ohne zu wissen wohin es genau geht. Es war bisher die optimale Idee, mit dem eigenen Mietwagen zu reisen und nicht wie einige andere mit dem Flugzeug nach Brisbane zu fliegen.
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- Name
- Matthias Schaider
- Alter
- 28
- Ort
- Bensheim
- Webseite
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Alle Reisen von Matthias Schaider
Australien
Für 6 Monate werden die beiden Freunde aus Bensheim bei Frankfurt quer durch Australien reisen. Nach der Ankunft in Sydney Anfang Mai steht erst mal "Urlaubmachen und Jobsuchen" auf dem Programm. Auch einige Touren rund um die "Südsee-Metropole" sind geplant: Ziele sind unter anderem die Harbour Bridge, The Rocks und die Blue Mountains.
Von Sydney aus wollen Matthias und Markus hoch in den Norden des Landes zum jobben. "Da ist es mit 25 Grad noch schön warm. Entweder auf einer Farm oder in Restaurants werden wir unser Glück versuchen, damit die Reisekasse nicht so schnell leer wird. Anschließend wollen wir wieder umherreisen, von Backpackerhotel zu Backpackerhotel...".
Wohin steht bisher noch nicht fest. Vermutlich aber weiter Richtung Norden (Queensland) oder mit dem Geländewagen ins heiße, endlose Outback zum Ayers Rock und Uluru National Park - immer in der Hoffnung, den reichlich vorhandenen giftigen Spinnen und Schlangen nicht zu begegnen.






