Australien
Cairns (14.07.04)
14.07.2004 |
Die Zivilisation hat uns wieder und mit ihr der Jubel und Trubel der Großstadt. Cairns (knapp 100.000 Einwohner) hat sich voll und ganz auf das Tourismusgeschäft eingestellt, bestes Beispiel hierfür sind die unzähligen Fast-Food-Läden in der Innenstadt. 2003 wurden für 45 Millionen australische Dollar (um die 30 Millionen Euro) eine Lagune gestaltet und die Esplanade sowie der Stadtkern auf Vordermann gebracht, alles ganz schön – aber auch ganz schön künstlich. Die Lagune ist herrlich am Meer gelegen, absolut topp in Schuss, Life-Guards überwachen das Gewässer und der entscheidende Unterschied zu Deutschland ist: Das alles kostet keinen Eintritt!
Den Stadtkern von Cairns und die Lagune hat man an einem Tag erkundet, das Partyleben ist ordentlich (Vorsicht vor der sogenannten „Ultimate-Party“ – der Partypass lohnt definitiv nicht, wie wir am eigenen Leib erfahren mussten). Tag und Nacht begegnen wir Aborigines, die teilweise wirklich den ganzen Tag so betrunken sind, wie die Australier oft behaupten.
Cairns ist kein Ort, an dem man länger als ein bis zwei Wochen verweilen muss. Das beste an der Stadt ist der optimale Zugang zu den schönsten Orten des Great Barrier Reefs. Der Tagestrip zum Korallenriff war daher das Highlight unseres Aufenthaltes hier. Die erste Stunde auf dem Boot war zwar weniger entspannend, weil sich einige der Mitfahrer auf eher untypische Weise von ihrem Frühstück verabschiedeten, aber auf dem Deck war es ohne weitere Einschränkungen auszuhalten. Die über fünf Stunden am Great Barrier Reef waren überwältigend und Markus nutzte die Gelegenheit zu zwei Tauchgängen, während ich mich mit der Schnorchelausrüstung an der Wasseroberfläche tummelte. Auch beim Schnorcheln bietet sich am Reef ein einmaliger Einblick in die prächtige Unterwasserwelt. Meeresschildkröten, einige Nemos und hunderte andere neugierige Fische schwimmen um Taucher und Schnorchler herum.
So in Takt die Umwelt an diesem Ort auch zu sein scheint, so schwer macht der Tier- und Pflanzenwelt der Massentourismus am Reef zu schaffen. Unachtsame Taucher berühren das Korallenriff und beschädigen die Korallen, der Müll wird von den Fischen verschluckt – auf lange Sicht werden die Folgeschäden für die Besucher in welcher Form auch immer zu erkennen sein. Meeresbiologen sehen bereits jetzt den Bestand des Great Barrier Reefs in Gefahr. Mittlerweile muss jeder Besucher zehn Dollar für den Umweltschutz zahlen, Geld, das hoffentlich auch dort ankommt, wo es benötigt wird!
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- Name
- Matthias Schaider
- Alter
- 32
- Ort
- Bensheim
- Webseite
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Alle Reisen von Matthias Schaider
Australien
Für 6 Monate werden die beiden Freunde aus Bensheim bei Frankfurt quer durch Australien reisen. Nach der Ankunft in Sydney Anfang Mai steht erst mal "Urlaubmachen und Jobsuchen" auf dem Programm. Auch einige Touren rund um die "Südsee-Metropole" sind geplant: Ziele sind unter anderem die Harbour Bridge, The Rocks und die Blue Mountains.
Von Sydney aus wollen Matthias und Markus hoch in den Norden des Landes zum jobben. "Da ist es mit 25 Grad noch schön warm. Entweder auf einer Farm oder in Restaurants werden wir unser Glück versuchen, damit die Reisekasse nicht so schnell leer wird. Anschließend wollen wir wieder umherreisen, von Backpackerhotel zu Backpackerhotel...".
Wohin steht bisher noch nicht fest. Vermutlich aber weiter Richtung Norden (Queensland) oder mit dem Geländewagen ins heiße, endlose Outback zum Ayers Rock und Uluru National Park - immer in der Hoffnung, den reichlich vorhandenen giftigen Spinnen und Schlangen nicht zu begegnen.





