Australien
Die Blue Moutains sind erklommen!
05.05.2004 |
Die Idee, sämtliche Freibiergutscheine am Abend vor dem Ausflug zu den Blue Mountains einzulösen, stellte sich als nicht allzu klug heraus. Die Busfahrt (sicherheitshalber haben wir in uns in die 1. Reihe gesetzt) war recht anstrengend, konnte aber dank guter Körperbeherrschung ohne schlimmere Vorkommnisse bewältigt werden. Am Aussichtspunkt Govetts Leap waren wir soweit wieder erholt und konnten den Wahnsinnsausblick genießen.
Die Blue Mountains waren legendär. Die Three Sisters beeindruckten und der Marsch durch den Urwald war spannend ohne Ende, vor allem weil Matthias ausgerutscht ist und beinahe gestürzt wäre. Zum Glück verlief der Rückweg ohne weitere Zwischenfälle. Der Trip dorthin hat sich allemal gelohnt, obwohl eine Bustour doch sehr „Touri-mäßig“ ist. Egal, Spaß hat es auf alle Fälle gemacht.
Zum Abschluss ging es in den „Featherdale Wildlife Park“, wo wir die ersten Koalas beim Schlafen beobachteten und auch streichelten. Ein riesiges Krokodil, freihüpfende Kängurus und Schlangen tummelten sich ebenso in dem Park. Außer diesen bekannten Tieren waren auch einige absolut seltsam aussehende Kreaturen am Start, denen man in freier Wildbahn nur ungern begegnen will!
Die Blue Mountains sind erklommen, jetzt beginnt die große Tour an der Ostküste entlang erst mal bis nach Frasier Island und anschließend bis nach Cairns im Nordosten. Gemeinsam mit Matthias und Markus machen sich Christoph aus Bremen und Paul aus der Nähe von Stuttgart auf den Weg. Mit dem Mietwagen wollen wir vier Wochen lang alles mögliche mitnehmen, was auf dem Weg liegt. Campen, tauchen, segeln und zwischendrin arbeiten stehen auf dem Programm. Am liebsten wollen wir beim fruit-picking helfen, aber auf keinen Fall bei der Bananenernte, weil sich in den Bananenstauden gerne mal Spinnen einnisten und meistens nicht nur eine pro Staude, denn mit einer würden wir schon fertig werden. Äpfel, Melonen oder andere Früchte sind okay.
Getaucht wird am Great Barrier Reef, gesegelt direkt bei Fraser Island. Die nächsten insgesamt wohl acht Wochen versprechen also jede Menge Spaß und Spannung, die ein oder andere Überraschung wird auf den rund 2700 Kilometern bis nach Cairns sicher auch nicht ausbleiben…
Seit vier Tagen sind wir jetzt zusammen unterwegs. Markus war schon zwei Wochen früher hier und hat seinen ersten Job hinter sich gebracht: Kisten schleppen für 15 australische Dollar die Stunde in der Firma Store Line in Marrickville, dem Industriegebiet von Sydney.
Die Kisten, in denen meist Kleidung und andere Sportutensilien waren, wurden von einem Container abgeladen und auf Paletten gestapelt. Dann mussten die Paletten mit einer Maschine verpackt und für den Weitertransport fertig gemacht werden – harte Arbeit für einen Studenten, aber wenigstens ist nichts kaputt gegangen.
Markus arbeitete mit drei immer gutgelaunten Asiaten zusammen, die ständig alle möglichen Scherze machten – zum Beispiel wurde dem Chef das Auto umgeparkt. Ein Australier arbeitete noch mit Markus zusammen, dessen Akzent zuerst nur schwer zu verstehen war.
Das Geld, das ihm bereits in der ersten Woche gestohlen wurde, war wieder verdient.
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- Name
- Matthias Schaider
- Alter
- 32
- Ort
- Bensheim
- Webseite
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Alle Reisen von Matthias Schaider
Australien
Für 6 Monate werden die beiden Freunde aus Bensheim bei Frankfurt quer durch Australien reisen. Nach der Ankunft in Sydney Anfang Mai steht erst mal "Urlaubmachen und Jobsuchen" auf dem Programm. Auch einige Touren rund um die "Südsee-Metropole" sind geplant: Ziele sind unter anderem die Harbour Bridge, The Rocks und die Blue Mountains.
Von Sydney aus wollen Matthias und Markus hoch in den Norden des Landes zum jobben. "Da ist es mit 25 Grad noch schön warm. Entweder auf einer Farm oder in Restaurants werden wir unser Glück versuchen, damit die Reisekasse nicht so schnell leer wird. Anschließend wollen wir wieder umherreisen, von Backpackerhotel zu Backpackerhotel...".
Wohin steht bisher noch nicht fest. Vermutlich aber weiter Richtung Norden (Queensland) oder mit dem Geländewagen ins heiße, endlose Outback zum Ayers Rock und Uluru National Park - immer in der Hoffnung, den reichlich vorhandenen giftigen Spinnen und Schlangen nicht zu begegnen.





