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Die negativen Seiten Australiens

07.07.2004 |

Australien – das ist nicht nur tolles Wetter, hilfsbereite und nette Menschen, atemberaubende Naturschauspiele und jede Menge Abenteuer. Das Land hat durchaus auch ein paar negative Seiten. Wir haben mal einige Vorkommnisse und Beobachtungen gesammelt, die uns in den fast zweieinhalb Monaten entweder selbst passiert sind oder die wir von anderen Backpackern mitbekommen haben – aber nie vergessen: Es handelt sich um Einzelfälle!

Immer wieder wird betont, dass Australien ein sehr sicheres Land sei. Das stimmt im großen und ganzen zwar, aber natürlich sollte man schon sein Gepäck wie überall immer im Auge haben. Die meisten Diebstähle werden zwar unter den Backpackern begangen, aber den Opfern ist es eigentlich egal, ob ein Australier oder ein anderer Backpacker die Rucksäcke gestohlen hat.

Bereits in der ersten Woche des Aufenthalts wurde Markus´ Rucksack gestohlen: „Ich saß gerade in der Lobby des Hostels und frühstückte. Als ich mein Geschirr in Sichtweite meines Rucksackes abspülte stand ich nur kurz mit dem Rücken zu meinen Sachen. Kein Problem dachte ich, denn ich war schon eine Woche hier, kannte fast alle anderen Backpacker und es herrschte fast schon eine familiäre Atmosphäre. Als ich zurück kam, war der Rucksack plötzlich weg. Völlig geschockt stand ich in der Lobby, denn die wichtigsten Dinge wie VISA-Card, Perso und Geld wurden geklaut. Eine Zeugin erzählte schließlich, dass sie einen kahlköpfigen Mann beobachtet hat, der sich den Rucksack schnappte. Ich hatte dann doch noch Glück im Unglück, denn der Rucksack wurde in der Nähe des Hostels wiedergefunden. Außer VISA-Card, Geld und Handy, war alles wieder da.“

Oft kommt es in Australien auch vor, dass das Essen aus den Kühlschränken der Gemeinschaftsküchen der Hostels geklaut wird, obwohl alles mit Zimmernummer und Namen beschriftet ist.

Eine lästige Angelegenheit in Australien sind auch die sogenannten „Bedbugs “ (Bettwanzen). Kaum jemand außer den Backpackern spricht darüber, anstatt davor zu warnen, verschweigen die meisten Hostel-Bediensteten, dass Bedbugs in den Betten sind. Bedbugs sind Parasiten, die sich tagsüber unter den Matratzen tummeln. Legt sich jemand nachts ins Bett, krabbeln sie auf den Menschen und beißen ihn. Dann setzen sie sich in der Kleidung oder im Schlafsack fest und unbemerkt von dem Menschen werden sie ins nächste Hostel mitgeschleppt, wo sie sich dann auch ausbreiten. Die Bisse der Bedbugs sind meist ungefährlich, jucken aber ungemein.

Da die Parasiten von den Backpackern eingeschleust werden, müssen die hygienischen Zustände des betroffenen Hostels nicht unbedingt schlecht sein.

Außerdem wurde uns berichtet, dass vor allem Backpackern in Pubs Drogen in die Getränke gekippt werden. Die Folgen spüren die Opfer oft tagelang, fühlen sich down und können sich an nichts mehr erinnern. Mittlerweile wird sogar in den aktuellen Reiseführern davor gewarnt.

Aufpassen sollte man unbedingt, wenn man einen Trip auf Fraser Island plant. Die Jeeps der Autoverleihe sind meistens in einem katastrophalen Zustand und oft wird versucht, die alten Beschädigungen den letzten Ausleihern in Rechnung zu stellen. Also unbedingt die Autos vorher prüfen und gegebenenfalls reklamieren.

Eigentlich sollte jeder wissen, dass es hier gefährliche Tiere gibt. Geht man mit offenen Augen durch die gefährlichen Regionen und folgt den Anweisungen der erfahrenen Ranger, dürfte aber eigentlich nichts passieren. Hält man sich jedoch nicht an gewisse Regeln und geht auf eigene Faust durch einige der Nationalparks, kann es unter Umständen lebensgefährlich werden. Diese Erfahrung machte eine Gruppe von Australiern, die durch einen der gefährlichen Nationalparks wanderte. Ein Krokodil attackierte die Gruppe und tötete einen jungen Australier.

Mit dieser Auflistung soll auf gar keinen Fall ein schlechtes Licht auf Australien geworfen werden, wir wollen lediglich auch mal darauf hinweisen, dass eben nicht alles zu 100 Prozent topp sein kann. Meidet man die gefährlichen Regionen und geht man aufmerksam durch den Alltag hier, steht einer einwandfreien und im positiven Sinne unvergesslichen Zeit nichts im Wege.

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Matthias
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Matthias Schaider
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Bensheim
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Alle Reisen von Matthias Schaider

Australien

Für 6 Monate werden die beiden Freunde aus Bensheim bei Frankfurt quer durch Australien reisen. Nach der Ankunft in Sydney Anfang Mai steht erst mal "Urlaubmachen und Jobsuchen" auf dem Programm. Auch einige Touren rund um die "Südsee-Metropole" sind geplant: Ziele sind unter anderem die Harbour Bridge, The Rocks und die Blue Mountains.

Von Sydney aus wollen Matthias und Markus hoch in den Norden des Landes zum jobben. "Da ist es mit 25 Grad noch schön warm. Entweder auf einer Farm oder in Restaurants werden wir unser Glück versuchen, damit die Reisekasse nicht so schnell leer wird. Anschließend wollen wir wieder umherreisen, von Backpackerhotel zu Backpackerhotel...".
Wohin steht bisher noch nicht fest. Vermutlich aber weiter Richtung Norden (Queensland) oder mit dem Geländewagen ins heiße, endlose Outback zum Ayers Rock und Uluru National Park - immer in der Hoffnung, den reichlich vorhandenen giftigen Spinnen und Schlangen nicht zu begegnen.