Australien
Eine Seefahrt, die ist lustig...
22.06.2004 |
Das war der absolute Höhepunkt unseres Trips: Der Segeltörn um die Whitsunday Islands. Drei Tage lebten wir auf dem 20 Meter langen Segelschiff Apollo, das die wichtigsten Sailingraces Australiens gewonnen hat. 20 Urlauber (aus Kanada, Irland, Australien und England) und vier Crewmitglieder an Bord – das Abenteuer konnte beginnen:
Strahlender Sonnenschein und die gutgelaunte Crew begrüßten uns an Bord der Apollo, nach kurzen Sicherheitsinstruktionen konnten wir in See stechen. Ich hatte es mir gerade an Deck gemütlich gemacht, als mir Captain Dino mit den Fingern auf den Rücken tippte und sagte: „Man, I´ve got a hard job for you.“ Okay, dachte ich, ein bisschen mit anpacken kann man ja mal. Was ich nicht wusste: Mein Job war es, das 40 Meter hohe Segel bei starkem Wind zu hissen. Die ersten zehn Meter waren ja noch kein Problem, aber ab dann bewegte sich das Segel trotz aller Anstrengung nur noch zentimeterweise. Während ich also mit aller Gewalt und Kraft an dem Seil zog, musste ich auch noch im Hintergrund das breite Grinsen von Markus sehen, der sich köstlich über meinen Job amüsierte (am nächsten Tag hatte er dann die Ehre, das Segel zu hissen). Nach über 15 Minuten war es geschafft, völlig fertig bin ich wieder zu meinem Platz zurückgekehrt.
Der Lohn war genial – fast im 90 Grad Winkel schossen wir durch das Wasser und konnten den Wahnsinnsblick auf die Whitsundays genießen, einfach traumhaft und mit Worten nicht zu beschreiben.
Wir steuerten den White Haven Beach an und circa 200 Meter davor gingen wir vor Anker, um auf dem Schiff die erste Nacht zu verbringen. Da wir am Vorabend das EM-Spiel Deutschland gegen Lettland live geschaut hatten (hatte sich ja sehr gelohnt), sind wir relativ früh ins Bett. Die anderen Mitfahrer waren auch noch vom Wochenende ziemlich angeschlagen und daher verlief der Abend ruhig.
Früh morgens ging es weiter zum Tauchen und Schnorcheln am Great Barrier Reef. Über 600 verschiedene Fischarten tummeln sich dort und die Korallenriffe bieten einen einmaligen Einblick in dieses Naturwunder. Damit längst nicht genug: Dank der optimalen Windverhältnisse konnten wir noch eine herrlich gelegene Insel ansteuern, vor der wir ankerten und den atemberaubenden Sonnenuntergang genießen konnten. Da die Akkus von uns und den anderen wieder aufgeladen waren, startete schon am frühen Abend eine Riesenparty auf dem Schiff. Besonders die irischen Mitfahrer erwiesen sich mal wieder als absolute Stimmungskanonen, wobei wir aber in nichts nachstanden und den Song-Contest eindeutig für uns entschieden haben (Danke noch mal an Veronica und Christine für die Unterstützung beim Singen von „Viva Colonia“).
Da die Schlafkabinen nicht sonderlich gemütlich waren, hab ich mich entschieden, die Nacht im zusammengerollten Segel zu verbringen. Das Segel war ein optimaler Schlafsack, nur meine Schlafposition war nicht gerade ungefährlich, da das Segel direkt am Rand des Schiffes lag. Aber glücklicherweise bin ich morgens im Trockenen aufgewacht.
Am dritten Tag hatten wir dann den stärksten Wind und sind dermaßen schnell über das Meer geschossen, dass mehrmals das halbe Boot unter Wasser stand, aber das sei normal, versicherte uns die Crew.
Leider viel zu schnell ging dieser Trip zuende, an dem alles topp war: Die Crew, das Schiff, unsere Mitfahrer, das Essen…. einfach alles! Da mir quasi die Worte fehlen, genießt die Bilder.
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- Name
- Matthias Schaider
- Alter
- 28
- Ort
- Bensheim
- Webseite
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Alle Reisen von Matthias Schaider
Australien
Für 6 Monate werden die beiden Freunde aus Bensheim bei Frankfurt quer durch Australien reisen. Nach der Ankunft in Sydney Anfang Mai steht erst mal "Urlaubmachen und Jobsuchen" auf dem Programm. Auch einige Touren rund um die "Südsee-Metropole" sind geplant: Ziele sind unter anderem die Harbour Bridge, The Rocks und die Blue Mountains.
Von Sydney aus wollen Matthias und Markus hoch in den Norden des Landes zum jobben. "Da ist es mit 25 Grad noch schön warm. Entweder auf einer Farm oder in Restaurants werden wir unser Glück versuchen, damit die Reisekasse nicht so schnell leer wird. Anschließend wollen wir wieder umherreisen, von Backpackerhotel zu Backpackerhotel...".
Wohin steht bisher noch nicht fest. Vermutlich aber weiter Richtung Norden (Queensland) oder mit dem Geländewagen ins heiße, endlose Outback zum Ayers Rock und Uluru National Park - immer in der Hoffnung, den reichlich vorhandenen giftigen Spinnen und Schlangen nicht zu begegnen.













