KubaCuba Fototour

Der Abflugtag

23.10.2002 |

Los geht’s!

Trotz Vorabend-Check-In ging es heute morgen um 5 Uhr aus den Federn. Verstärkte Kontrollen für Flüge in und über die USA machen es möglich. Neben den bekannten, regulären Kontrollen, werden alle Sachen ein zweites Mal gründlich von Hand durchsucht. Eine verständliche, aber auch etwas nervige Rennerei zwischen Kontrollen, Siegeln und Stempeln. Neue amerikanische Sicherheitsbestimmungen eben.

Doch heute ist endlich der Abreisetag und wir sitzen im Flieger. Vor uns liegen 10 Std. und 15 Min. Flugzeit nach Varadero. Nach den anstrengenden Arbeitstagen bis zur Abreise sollte dies ausreichend Zeit sein, um erste Gedanken zu Papier zu bringen.

Wir machen also eine Tour durch Cuba. Wer sind eigentlich wir? Wir sind Vier. Zwei befreundete Paare. Myriam & Sascha. Yvonne und Michael. Krankenschwester und Fotodesigner. PTA und Arzt. Guten Tag. Und Sascha, der bin ich. Ich erzähl’ Euch von unserer Reise auf Cuba und mache Fotos.

Alles begann im März. Da haben wir gemeinschaftlich beschlossen, den Rucksack zu packen und nach Cuba zu fliegen. Cuba noch so erleben, wie es vielleicht nicht mehr lange zu erleben ist. Auch wenn es so scheint, wird Castro nicht ewig leben. Und der von den „Skorpions“ besungene „Wind of Change“ ist auch in Cuba zu spüren. Wie soll die Reise ablaufen? Nur Flug. Wohnen in privaten Unterkünften, sog. Casas Partikulares, und durch das Land ziehen. Sich den Gegebenheiten anpassen und spontan entscheiden, was als nächstes passiert. So viel echtes Cuba erleben wie möglich. Das ist unser Ziel. Motto: „Einmal Cuba, bitte!“

Aber erst mal hinkommen. Während unsere Freunde mit früher Buchung auf Sicherheit gesetzt haben, ließen wir es drauf ankommen und haben erst vor rund 10 Tagen gebucht. Die Ersparnis: 220,- Euro pro Nase. 399,- Euro mit der LTU (24 Tage) für einen Direktflug von Düsseldorf gegen einen Iberia-Flug (28 Tage) für 619,- Euro mit Umweg über Madrid. Yvonne und Michael haben allerdings 4 Tage mehr und sind schon vor 4 Tagen losgeflogen.

Dank Email wissen wir, wo die beiden untergekommen sind. In großen Hotels und Büros der Telefongesellschaften gibt es Internetanschlüsse. Yvonne und Michael sind in Guanabo in der Casa Margarita gelandet, eine Privatunterkunft (Casa Partikular). Guanabo liegt an den Playas del Este, nicht allzu weit von Havanna entfernt. Treffpunkt ca. 16 Uhr. Mal sehen, ob wir das schaffen.

Gegen 21.30 Uhr…

Geschafft. Um 16.10 Uhr fallen wir uns in der Casa Margarita in die Arme. Hätte es in der Nachbarschaft nicht zwei Margaritas gegeben, wären wir pünktlich gewesen.

Wie kamen wir hierher? Nurflug beinhaltet keinen Transfer. Für 20 Dollar pro Nase hat uns ein Touristenbus nach Guanabo mitgenommen. Nicht billig, aber akzeptabel für eine weit mehr als 100 Kilometer lange Strecke. Interessant war, dass ich mit dem Reiseleiter mehrere Minuten auf Englisch sprach, bis wir feststellten, dass er auch Deutsch spricht.

Unsere Gastgeber spendieren eine Runde Cuba-Libre mit Habana-Club. Zum Abendessen gibt es im Wohnzimmer von Margarita ein üppiges Menü für 6.50 Dollar pro Nase inklusive Getränke. Knoblauchhuhn. Danach Fernsehunterhaltung mit einer Rede Castro’s zum 40. Jahrestag der Cubakrise. Castro soll ein packend erzählender Redner sein. Leider reichen meine Spanischkenntnisse nicht aus, um in diesen Genuss zu kommen.

Nach einem kleinen Spaziergang bis zum Strand und ein wenig Planung für die kommenden Tage fallen wir ins Bett unserer sehr, sehr bescheidenen Unterkunft.

Eigentlich sind 25 Dollar viel zu viel dafür. Auch wenn das Frühstück inklusive ist. Durch die Strandnähe des Ortes aber ein durchschnittlicher, ja fast einheitlicher Preis in Guanabo. Beim Duschen hole ich mir auch den ersten Stromschlag an der abenteuerlichen Installation eines Durchlauferhitzers am Duschkopf. Nix Schlimmes bei 110 Volt Spannung.

Die letzte Tat für heute ist der Tagesbericht und endet mit dem Punkt am Ende dieses Satzes.

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Sascha
hat nur 5 Bilder geschickt
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Sascha Menge
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Wuppertal
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Alle Reisen von Sascha Menge

Cuba Fototour

Vom 23.10 - 06.11.2002 waren Sascha Menge und seine Myriam in Cuba unterwegs auf der Suche nach dem Mythos und dem besonderen Flair der Karibikinsel. Der Fotoredakteur aus Wuppertal war bereits vor einigen Jahren beruflich hier und konnte dabei auch manchen Blick hinter die bröckelnden Fassaden der alten Kolonialbauten werfen.