Côte d'IvoireRichtung Westafrika ...

Abschluss in Aboisso

16.07.2009 |

Mein Aufenthalt in Aboisso neigt sich dem Ende zu. Mit dem Abschluss der Arbeit vor Ort werde ich die restliche Zeit hauptsaechlich in Abidjan und mit kleineren Ausfluegen sowie Besuchen verbringen. Die urspruenglich geplanten Einsaetze in Ayamé und Maféré finden nicht statt, da sich von den Verantwortlichen leider wiederholt niemand zustaendig fuehlt. Dementsprechend sieht die gesamte Bilanz meines Freiwilligendienstes – zumindest hinsichtlich der Arbeit – eher unbefriedigend aus. Von bisher 11 absolvierten Monaten habe ich knapp 3 Monate gearbeitet. Die angestrebten Arbeitsstellen habe ich lediglich zu 50 % besucht. Die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern war ueberwiegend schwierig, von einer geringen Motivation sowie einer mangelhaften Ehrlichkeit gepraegt und von zahlreichen Blockaden ueberschattet. Zusammenfassend kann ich sagen: Es ist fraglich, ob die weltwaerts-Ziele momentan ueberhaupt annaehernd erreicht, und definitiv, dass die weltwaerts-Richtlinien nicht eingehalten werden. In meinem Fall existierte das ausgeschriebene Projekt nicht, ein Alternativprojekt wurde ueber einen Zeitraum von 6 Monaten nicht angeboten, wochenlang blieb die Versorgung der Freiwilligen ungeklaert. Nach wie vor bestehen Unklarheiten bezueglich der Finanzierung des Freiwilligendienstes sowie den Zustaendigkeiten der Beteiligten vor Ort. Eine Kontrolle seitens der Entsendeorganisation in Deutschland ist aufgrund der Entfernung und mangelnden Transparenz kaum moeglich.

Dennoch habe ich die Zeit in Aboisso mit all seinen Herausforderungen und Erlebnissen sehr genossen. Ein Jahr Freiheit, ein Jahr Entdecken, ein Jahr Lernen! Ich habe durch den Freiwilligendienst die Moeglichkeit erhalten, Afrika hautnah mit seinen Realitaeten und Problemen zu erleben. Ich habe ein einfaches und reduziertes Leben kennen und unseren europaeischen Komfort wieder mehr zu schaetzen gelernt. Ich habe Menschen getroffen, die mir Afrika bzw. die Côte d'Ivoire zur Heimat werden liessen. Menschen, die zum Teil genau wie wir und zum Teil merkwuerdig anders sind. Die Zeit und der Aufenthalt haben mir erlaubt, Bestandteil einer Gesellschaft und nicht ausschliesslich Beobachter zu sein. Auch wenn das bedeutete, einen Grossteil der Probleme und Konsequenzen mitzutragen – kein Strom, kein fliessend Wasser, Krankheiten, Hilf- und manchmal auch Ausweglosigkeit – bzw. viel Anpassung und Energie forderte – Geduld, Toleranz, Ruecksichtnahme und Unterordnung. Im Gegenzug dafuer durfte ich am Alltag afrikanischer Familien sowie am afrikanischen Leben teilhaben – von interessanten Gespraechen und gemeinsamen Aktivitaeten ueber leckeres Essen bis hin zu Gefuehlen und emotionalen Momenten wie Hochzeiten oder Beerdigungen.

Bedanken moechte ich mich fuer diese Erfahrungen bei den Menschen vor Ort … Vincent, allen Freiwilligen, den VIACEL-Mitarbeitern, dem Team des Radios Paix Sanwi sowie zahlreichen Aboisso-Einwohnern, die mir durch ihre Praesenz, ihre Neugier und den freundlichen Empfang den Alltag wesentlich angenehmer gestaltet haben. Darueber hinaus gilt mein Dank natuerlich meiner Familie, die einfach immer fuer mich da ist, meinen Freundinnen Jenny, Fanny, Conny und Ivonne fuer ihre Unterstuetzung, sowie all den Spendern, die mir den Aufenthalt in der Côte d'Ivoire ueberhaupt erst ermoeglicht haben! Danke!!!

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Madlen
hat nur 20 Bilder geschickt
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Userbild
Name
Madlen Janke
Alter
32
Ort
Wurzen
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Alle Reisen von Madlen Janke

Richtung Westafrika ...

Ab Ende August gehe ich für 1 Jahr als Freiwillige in die Côte d'Ivoire. Ich werde im Bereich AIDS-Prävention arbeiten und Alphabetisierungskurse geben. Des Weiteren lebe ich in einer Gastfamilie vor Ort, in der Nähe von Toumodi. Das ist zumindest bisher der Plan. Über weitere Infos verfüge ich noch nicht ... es kann also spannend werden!?