
USA Kanada Tour - per Wohnmobil durch die Wildnis!
Wasserfälle, Wassersprüher und eine Büffelparade im Yellowstone National Park
29.05.2001 |
28.05. Nach kurzer Fahrt haben wir morgens den Südeingang des Yellowstone National Parks erreicht. Der älteste National Park der Welt ist schon faszinierend. Überall wo man hinblickt dampft und qualmt es, oder man sieht wilde Tiere wie Bisons, Wapitis und, wenn man Glück hat, auch Bären oder Elche.
Da dies unser dritter Besuch im Yellowstone ist, haben wir uns hauptsächlich auf die Sehenswürdigkeiten konzentriert, die wir bisher noch nicht gesehen haben. Als erstes haben wir eine ca. einstündige Wanderung zu einem Aussichtspunkt auf den Yellowstone Lake gemacht. Der Blick war wirklich sehr gut, nur das Wetter hat nicht ganz mitgespielt. Es war zwar trocken, aber eine geschlossene Wolkendecke lag über dem See und den Bergen dahinter. Danach haben wir uns das West Thumb Geyser Basin angeschaut. Geyser Basins sind die Gebiete, in denen eine große Anzahl von Geysiren, brodelnden Pools oder heißen Quellen zu finden ist. Im Yellowstone gibt es eine große Anzahl davon. Das West Thumb Geysir Basin liegt direkt am Yellowstone Lake und man kann sehen, wie das heiße Wasser in den See abfließt. Unser nächster Haltepunkt war Mud Vulcano. Im Gegenteil zu den anderen thermalen Gebieten, wo das Wasser in den Pools meist glasklar ist, brodelt es hier in matschig schlammigen Pools, auch sehr interessant.
Danach sind wir am Yellowstone Fluss entlang nach Norden Richtung Grand Canyon of the Yellowstone gefahren. Den Canyon und die Yellowstone Falls haben wir uns vom Artist Point aus angeschaut hat, von dem man einen phantastischen Ausblick hat.
Um die Fälle noch etwas näher betrachten zu können, sind wir dann Uncle Toms Trail hinabgestiegen. Über 328 Treppenstufen gelangt man hier in den Canyon hinab und kann die Wassermassen aus nächster Nähe hinabstürzen sehen. Der Rückweg ist entsprechend schweißtreibend.
Nachdem wir uns noch ein paar andere Gebiete mit sprudelnden Geysiren und brodelnden Pools angeschaut haben, sind wir auf den Norris Campground gefahren, wo wir uns schon vorher einen schönen Platz reserviert hatten. Leider war der Verlauf des Abends fast genauso wie der Vorabend im Grand Teton National Park.
Es zogen Wolken auf, es blitzte und donnerte, und dann fing es heftig an zu regnen. Mit einem Lagerfeuer in schöner Natur, worauf wir uns wie gestern Abend schon richtig gefreut haben, war es also wieder nichts. Ein kleinen Trost gab es aber: Die Wettervorhersage im Visitor Center des Parks für die nächsten Tage war sehr freundlich, meistens Sonne!
Welche Ausdehnung der Yellowstone National Park hat, kann man schon daran ablesen, das wir nur im Park ca. 250 km gefahren sind. Und wir haben uns bisher nur den Südteil angeschaut, d.h. gerade mal die Hälfte des Parks.
Beim Fahren muss man ganz schön aufpassen. Nicht nur das man, wie oben schon erwähnt, dauernd durch Geysire oder wilde Tiere am Straßenrand abgelenkt wird, manche Straßenabschnitte sind auch so schlecht, dass man sich sehr darauf konzentrieren muss, dem nächsten Schlagloch auszuweichen.
29.05. Da auch das Gebiet östlich des Yellowstone landschaftlich sehr reizvoll sein soll, haben wir uns dazu entschlossen den Park erst mal wieder zu verlassen und sind über den Ostausgang Richtung Cody gefahren. In ein paar Tagen werden wir aber wieder in den Park zurückkehren, dann über den Nordosteingang. Erstaunlich ist, das alle Straßen im und die Zufahrtstraßen zum Park schon geöffnet sind. Der Winter dieses Jahr muss ziemlich mild und schneearm gewesen sein, einige Straßen werden normalerweise erst im Juni geöffnet.
Bei unserer Fahrt zum Parkausgang hatten wir das Glück, zwei stattliche Wapiti-Hirsche und eine kleine "Büffelparade" direkt neben bzw. auch auf der Straße zu sehen.
Erst ging es noch ein Stück am Yellowstone Lake entlang, dann über den 2600 m hohen Sylvan Pass heraus aus dem Park in den Shoshone National Forest.
Die Abfahrt ins Tal über die kurvige Strecke mit entsprechenden Blicken in den Abgrund ist nicht ganz ohne. Die Landschaft schließt sich zunächst nahtlos an die des Yellowstone an, Wälder, Berge und Flüsse, nur die Geysire fehlen hier. Dann ändert sich das Landschaftsbild. Rechts und links sieht man steile Felswände und kuriose Felsformationen, fast so wie im Südwesten der USA, eine sehr abwechslungsreiche und schöne Strecke.
Nach ca. 180 km erreichten wir dann Cody. Die Stadt war Heimat von Buffalo Bill und macht damit auch viel Werbung. Im Innenstadtbereich stehen an der Hauptstraße einige schöne historische Häuser aus der Wild West Zeit, insgesamt waren wir von Cody aber nicht so angetan wie z.B. von Jackson Hole. Wir sind daher noch ca. 80 km weitergefahren und haben uns in dem auch nicht besonders schönen Städtchen Greybull auf einem KOA Campground einquartiert. Unsere nächsten Ziele sind dann die Bighorn Mountains und der Bighorn Canyon, bevor es zurück zum Yellowstone National Park geht.
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- Name
- Reinhold u. Ulrike Hinnah
- Alter
- 44
- Ort
- Osnabrück
- Webseite
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Alle Reisen von Reinhold u. Ulrike Hinnah
USA Kanada Tour - per Wohnmobil durch die Wildnis!
Unsere 2-wöchige Tour mit dem Wohnmobil durch den Nordwesten der USA und den Südwesten Kanadas führte uns vorbei an grandiosen Canyons und wilden Nationalparks. Tobende Wasserfälle, sprühende Geysire, wilde Büffel und Bären, Geisterstädte... es war einfach nur phantastisch. Kommt her und guckt euch diese Landschaft an!









