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Old West Days in Jackson Hole und Grand Teton National Park

27.05.2001 |

Noch ein Nachtrag zum gestrigen Abend: Unser Vorhaben, das Nachtleben von Jackson zu erkunden, war eher enttäuschend. Wir sind in einen Saloon und eine Sportsbar in der Nähe unseres Campgrounds gegangen, aber das Publikum in beiden Läden war nicht so unser Fall, so dass wir nur ein Bier dort getrunken haben und dann zurück zum Campingplatz gegangen sind. Zufällig sprachen wir am nächsten Tag mit zwei Amerikanern aus San Diego über diesen Saloon und die waren der gleichen Meinung wie wir.

An diesem Wochenende fanden in Jackson Hole die Old West Days statt. Es gab diverse Veranstaltungen, bei denen die Stadt die Wild West Vergangenheit (die Jackson eigentlich gar nicht hat) wieder aufleben ließ. Einer der Höhepunkte war die Parade am Samstagmorgen. Hier zogen verschiedenen Gruppen, meistens in Wild West Kostümen, zu Fuß, auf Pferden oder Kutschen durch die Innenstadt.

Bonbons für die Kleinen wurden auch geworfen, ein bischen wie Karneval bei uns, aber ohne Alkoholexzesse (jedenfalls zu diesem Zeitpunkt noch nicht).

Das ganze war natürlich ein bischen amerikanisch-kitschig und sehr patriotisch, aber wir hatten so etwas bisher noch nicht gesehen, von daher war das mal etwas Abwechslung für uns, den Amis hat´s sowieso gefallen.

Mittags war dann als Kontrast dazu Natur angesagt: eine Bootstour auf dem Snake River zur Tierbeobachtung. Wir hätten allerdings vorher etwas genauer die verschiedenen Angebote vergleichen sollen. Aus Bequemlichkeit sind wir zu dem Anbieter gegangen, der gleich neben unserem Campingplatz sein Office hatte. Das war ein Fehler. Während die Touren anderer Anbieter durch den Grand Teton National Park führen, verlief unsere Bootstour nur außerhalb des Parks. An Wildlife waren „nur" Weißkopfseeadler, Pelikane und anderes Vogelvieh zu sehen. Mit 2 Stunden war die Tour viel zu lang(weilig).

Nach der Bootstour sind wir ein bischen durch „Downtown" Jackson geschlendert, haben auch ein bischen Geld dabei ausgegeben, und sind dann in die Million Dollar Cowboy Bar gegangen. Die wurde in einem Reiseführer empfohlen und das zu recht. Man sitzt nicht auf Barhockern vor der Theke, sondern auf echten Sätteln. Das ist zwar auf die Dauer nicht so bequem, aber natürlich sehr originell.

Die Atmosphäre hier war wesentlich angenehmer als in den beiden Kneipen am Vorabend. So sind wir mit einem Ehepaar aus Idaho ins Gespräch gekommen, die neben uns an der Theke saßen. Die haben sich natürlich darüber gefreut, dass wir Ihren Bundesstaat bereist und soviel Gefallen daran gefunden hatten. Dann wurde noch ein bischen darüber gefachsimpelt, welches der amerikanischen Biere denn nun besser schmeckt, schließlich kennen wir uns da auch schon ein wenig aus (unser Favorit: Alaskan Amber, ist aber leider auch teurer als z. B. Budweiser).

Als Abschluß des Samstags stand dann noch das Rodeo auf dem Programm.

Das fand unweit unseres Campgrounds statt und auch das war für uns eine Premiere. Es ist schon etwas anderes, sowas im Fernsehen zu sehen oder life dabei zu sein. Es war daher schon ein Erlebnis für uns.

Zurück zur Natur Am Sonntagmorgen ging es dann nach einem kleinen Einkauf (ist ja in den USA kein Problem sonntags) in den Grand Teton National Park. Wir gingen kurz in das Visitor Center, wo wir uns eine Karte mit Wanderwegen geben ließen und entschieden uns dann für eine Wanderung zum Taggart Lake. Der Weg ist ca. 4 Meilen lang, eine lohnenswerte Wanderung mit Ausblicken auf den See mit den Gipfeln der Teton Range im Hintergrund.

Leider war das Wetter nicht ganz so toll, zwischendurch gab es mal ein paar Regentropfen und zum Schluß sogar etwas Donnergrollen. Insgesamt haben wir für den Weg 1 ¾ Stunden gebraucht, und kurz vor dem Ende sogar einen Koyoten gesehen. Aber natürlich war er schon weg, als wir den Fotoapparat bereit hatten. Als wir zum Parkplatz zurückkamen, sahen wir einen Menschenauflauf auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Natürlich haben wir uns gleich dazugesellt und konnten dann den Grund für diesen Auflauf sehen. Einen ziemlich großen Elch, der zwischen den Büschen auf Nahrungssuche war. Leider wollte auch der nicht für´s Foto posieren.

Nachdem wir noch ein paar Aussichtspunkte mit tollen Ausblicken angefahren haben, sind wir zum Signal Mountain Campground gefahren und haben uns einen Platz für die Nacht ausgesucht. Wir haben Glück gehabt und haben noch einen Platz mit einer klasse Aussicht bekommen. Von meinen Campingstuhl aus schaue ich auf den Jackson Lake und dahinter den Mount Moran, den Grand Teton und den Middle Teton. Nur die Leute, die hier vorbeigehen oder -fahren, schauen etwas komisch, was da wohl für ein Spinner in seinem Campingstuhl sitzt, mit einem Notebook auf dem Schoß.

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Reinhold u. Ulrike
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USA Kanada Tour - per Wohnmobil durch die Wildnis!

Unsere 2-wöchige Tour mit dem Wohnmobil durch den Nordwesten der USA und den Südwesten Kanadas führte uns vorbei an grandiosen Canyons und wilden Nationalparks. Tobende Wasserfälle, sprühende Geysire, wilde Büffel und Bären, Geisterstädte... es war einfach nur phantastisch. Kommt her und guckt euch diese Landschaft an!