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Heiße Quellen, kalte Berge und klare Seen

23.05.2001 |

Vom Boise National Forest in die Sawtooth Wilderness Area und weiter nach Jerome

Zuerst möchten wir alle zuhause etwas neidisch machen. Das Wetter war auch heute wieder klasse, strahlend blauer Himmel und Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad.

Heute morgen haben wir unsere Fahrt auf dem Ponderosa Pine Scenic Byway fortgesetzt. Zunächst ging es weiter wie es gestern abend aufgehört hat, an kahlen Berghängen vorbei. Auf einer Informationstafel war dann zu lesen, das hier 1989 ein großer Waldbrand gewütet hat. Nach nur ein paar Meilen bot sich auch schon der erste Haltepunkt an: Die Kirkham Hot Springs. Hier ergießen sich heiße Quellen aus den Berghängen in den South Fork Payette River. Auf einem Rundwanderweg kann man sich dieses Schauspiel aus der Nähe anschauen, was wir dann auch getan haben.

Die heißen Quellen sind wirklich sehr heiß, ich habe mal einen Finger reingehalten und ganz schnell wieder rausgenommen, das Wasser soll bis zu 140 Grad Fahrenheit haben (schätzungsweise 40 bis 50 Grad Celsius).

Da wo das heiße Wasser in den Fluss fließt, gibt es auch kleine natürliche Badepools mit Temperaturen wie im Whirlpool. Wer möchte kann hier ein Bad nehmen.

Unsere Fahrt ging dann weiter in die Sawtooth National Recreation Area.

Das Erholungsgebiet ist benannt nach der Sawtooth Range, dem Sägezahn-Gebirge. Glasklare Flüsse, Bergseen, Bergwiesen und die schneebedeckten Gipfel der „Sägezähne" machen den Reiz dieses Gebietes aus.

Einen ersten Eindruck davon konnten wir uns vom Park Creek Overlook verschaffen, einem Aussichtspunkt am Highway 21, von dem man einen tollen Blick auf die Berggipfel hat und der sich auch für eine erste kleine Wanderung anbietet.

Der nächste Halt war die kleine ehemalige Minenstadt Stanley. Ein netter Ort mit schönen Hotels, Restaurants und Cafes im Blockhausstil. Sogar dieser Ort hat eine öffentliche Bücherei mit Internet-Zugang. Da haben wir uns natürlich riesig gefreut, dass wir die Dateien von 2 Tagen von dort abschicken konnten.

Aber zu früh gefreut. Die Bibliothek hat nur an 3 Tagen in der Wochen geöffnet, und Mittwoch gehört nicht dazu. Dann kam noch die nächste Enttäuschung: Auch die Tourist Info hatte geschlossen, da wollten wir uns eigentlich Karten für die Sawtooth National Recreation Area besorgen. Nach Stanley verließen wir dann den Highway 21 und bogen auf den Highway 75 ein, auch dieser hat einen passenden Beinamen: „Sawtooth Scenic Byway".

Wir brauchten nicht weit zu fahren da kam das nächste Hinweisschild auf eine Tourist Info. Am Redfisch Lake nur 3 Meilen südlich von Stanley, aber auch die hatte noch geschlossen. Wo wir aber schon mal da waren sind wir natürlich auch zum See gefahren, und das war auch gut so. Es gibt dort eine Picknick Area direkt am See, da haben wir erst mal unser Mittagessen eingenommen.

Dann haben wir einen Spaziergang am See entlang gemacht. Das Wasser war glasklar, im Hintergrund ragten die Gipfel der Sawtooth Range empor, und auch dieses Bilderbuchpanorama konnten wir bei strahlend blauem Himmel und ca. 30 Grad geniessen.

Schade nur, das keine der Visitors Information geöffnet hatte. Wir hätten hier gerne die ein oder andere längere Wanderung gemacht und wären auch ein Tag länger geblieben, aber ohne detaillierte Karte ist das nun mal schlecht. Leider waren auch unsere Reiseführer in diesem Punkt nicht sehr hilfreich.

Also ging die Fahrt weiter zunächst bis nach Ketchum. Auch auf diesem Abschnitt wieder tolle Ausblicke auf schneebedeckte Gipfel, Bergwiesen und Flüsse.

Ketchum selbst ist ein richtiger Nobelort. Schon Meilen vorher lagen rechts und links des Highways richtige Prachtvillen, und das setze sich dann im Ort sowie im angrenzenden Ort Sun Valley fort. Gott sei Dank gab es auch ein nettes Internet Cafe, wo wir mal wieder ein paar Dateien absenden konnten. Der Ort selbst ist sehr nett, die Hauptstraße wird gesäumt von hübschen Häusern im Westernstil.

Dann ging es weiter nach Süden auf dem Sawtooth Scenic Byway. Allerdings verdient der Highway in diesem Bereich seien Namen wirklich nicht. Er verlässt die Bergregion und führt nur noch durch wüstenartige Landschaft, eine ziemlich öde Fahrt. Wir waren daher froh das wir nach 337 Tageskilometern den KOA Campground in Jerome erreicht haben. Nachdem wir unser Abendessen hinter uns haben (Steaks, Mais, Brot) sitzen wir jetzt im Wohnmobil. Da wir Stromanschluss haben sind wir froh, dass wir die Klimaanlage unseres Wohnmobils anmachen können, so warm ist es um 21.00 Uhr noch.

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* muss sein, leider...
² sagen wir auch nich' weiter. Versprochen!

Kirkham Hot SpringsDas Sägezahn-GebirgeKetchum Main StreetDas Casino von Ketchum
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Reinhold u. Ulrike Hinnah
Alter
44
Ort
Osnabrück
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Unsere 2-wöchige Tour mit dem Wohnmobil durch den Nordwesten der USA und den Südwesten Kanadas führte uns vorbei an grandiosen Canyons und wilden Nationalparks. Tobende Wasserfälle, sprühende Geysire, wilde Büffel und Bären, Geisterstädte... es war einfach nur phantastisch. Kommt her und guckt euch diese Landschaft an!