
USA Kanada Tour - per Wohnmobil durch die Wildnis!
Calgary - Übernahme Wohnmobil und Aufbruch in den Kootenay National Park
18.05.2001 |
Um 5:00 Uhr war die Nacht heute zu Ende, es dauert halt immer ein paar Tage bis man die Zeitumstellung so richtig vollzogen hat. Gott sei Dank konnte man schon ab 6:30 Uhr Hotel frühstücken. Das haben wir dann auch ausgiebig getan. Es gab richtiges amerikanisches Frühstücksbuffet, d.h. Schinkenspeck, Würstchen, Rührei, Bratkartoffeln etc. Nicht das wir jetzt absolute Fans dieser Art des Frühstücks sind, aber einmal im Urlaub gehört es dazu.
Gerade hat Ulrike bei unserem Wohnmobilvermieter angerufen, um die Abholung vom Hotel abzustimmen. Die sagten wir sollen ein Taxi nehmen und uns zur Vermietstation fahren lassen. Wir werden jetzt also unsere Sachen packen und dann losfahren. Nach der Wohnmobilübernahme wird dann getankt und eingekauft und dann geht es los in die "Wildnis".
Die Übernahme des Wohnmobils ging recht schnell und unproblematisch. Die Einweisung in die Bedienung erfolgt allerdings nicht mehr wie bisher durch einen Mitarbeiter von Cruise Canada, sondern durch ein Video, welches man sich im Büro anschaut. Selbstverständlich gibt es dieses Video auch in deutscher Sprache. Da wir der Mitarbeiterin gesagt haben, das dies unsere 9. Wohnmobilmiete ist, war sie mit uns einer Meinung das wir uns das Anschauen des Videos sparen können.
Das Wohnmobil ist hat schon 102.000 km gelaufen und die ein oder andere kleinere Macke, ist aber ansonsten in Ordnung und für 2 Personen sehr groß.
Nach der Übernahme ging es erst mal zum Safeway Supermarkt. Unser erster Einkauf beschränkte sich allerdings auf den Bedarf für einen Tag, da wir morgen über die Grenze in die USA fahren und die Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten (also alle Milchproduke, Obst und Gemüse etc.) untersagt ist. Nach dem Einkauf wurde noch schnell getankt (0,72 CAN$ pro Liter=ca. 1,08 DM) und dann ging es auf den Highway 1, den Trans Canada Highway, Richtung Banff. Hinter Banff fuhren wir dann nach Süden auf den Highway 93 in den Kootenay National Park. Der Highway verläuft sehr schön zunächst am Vermilion River entlang und später durch das Tal des Kootenay River, zu beiden Seiten bieten sich immer wieder schöne Blicke auf schneebedeckte Berge.
Trotz zwischenzeitlicher dunkler Wolken und ein paar Regentropfen oder sogar Schneeflocken war das Wetter im großen und ganzen heute recht gut. Im Kootenay National Park haben wir eine Wanderung am Marble Canyon entlang gemacht. Hier hat das blaue Gletscher-Schmelzwasser des Tokumm Creek einen beeindruckend tiefen Canyon in die Felsen gewaschen. Die Felswände stehen zum Teil so eng zusammen, das an manchen Stellen keine Sonnenstrahlen hinkommen und die Felsen mit Schnee und Eis bedeckt sind.
Alles in allem eine sehr schöne Wanderung.
Gefahren sind wir heute ca. 280 km bis ans Ende des Kootenay National Park nach Radium Hot Springs auf einen National Park Campground. Da wir einen recht sonnigen Platz hatten, konnten wir gut bis ca. 21:30 Uhr draußen am Lagerfeuer sitzen.
19.05.01: Vom Kootenay Nationalpark nach Coeur d'alene
Heute morgen ging es zeitig los. Um 6:15 Uhr sind wir aufgestanden, haben gefrühstückt, unseren Wassertank aufgefüllt und unseren Abwassertank entleert, so dass wir kurz nach 8:00 Uhr losfahren konnten.
Leider war das Wetter heute nicht so toll. Bis zum Nachmittag hat es immer wieder geregnet und es war sehr windig, was sich der Fahrt mit dem Wohnmobil besonders stark bemerkbar macht.
Unser erster Stop war Kimberley. Die Stadt nennt sich "Bavarian City in the Canadian Rockies" und ist daher eher was für Leute mit Faible für Bayerisches Kulturgut als für Amerika-/Kanada-Fans. Da es zudem noch stark regnete, hat uns das ganze nicht so vom Hocker gehauen.
Besonders erwähnen möchten wir allerdings noch das Bavarian Schnitzel House. Nein, wir haben dort kein Schnitzel gegessen, aber die Leute dort waren so nett und haben uns an ihren Computer mit Internet-Zugang gelassen und so konnten wir unseren Reisebericht von gestern an LIVETRAVEL senden. Zum Schnitzelhaus der Familie Schroeder (vor 14 Jahren aus Hamburg ausgewandert, klar das ein Hamburger in Kanada ein bayerisches Restaurant aufmacht) gehört außerdem noch ein Hotel und ein paar Blockhütten. Eine Internetadresse gibt es auch, und zur Belohnung für die Hilfsbereitschaft soll sie auch an dieser Stelle erwähnt werden: http://www.cyberlink.bc.ca/~chefbernards.
Der weitere Verlauf der Fahrt war, trotz an sich schöner Landschaft, aufgrund des schlechten Wetters kaum dazu angetan, uns Begeisterungsstürme zu entlocken. Positiv war dagegen die Einreise in die USA, am Grenzübergang Kingsgate. Natürlich mussten wir aus unserem Auto aussteigen und ins Büro gehen, aber dann war alles sehr freundlich und unproblematisch. Nur das obligatorische grüne Einreiseformular ausfüllen, das es auch an diesem abgelegenen Grenzübergang in deutsch gibt, und 6 US$ pro Person bezahlen, das war´s. Die nette Beamtin hat sich sogar gefreut darüber, dass wir bei Staatsangehörigkeit german und nicht deutsch eingetragen haben. Keine Frage nach verbotenen Sachen die wir einführen wollen oder ähnliches.
Ganz anders erging es da den 4 jugendlichen Kanadiern, die neben uns im Immigration Office standen. Die mussten Fragen nach Drogen, Alkohol, Tabakwaren und landwirtschaftlichen Produkten beantworten, alle der Reihe nach ihre Hosentaschen ausleeren, dann ihren Autoschlüssel abgeben und dann wurde ihr Auto von 2 Beamten gefilzt, während sie im Büro warten mussten. Das Ergebnis haben wir natürlich nicht mitbekommen, wir konnten dann ja weiterfahren.
Der weitere Verlauf der Strecke war wie gehabt. Landschaftlich ganz schön, aber das Wetter. Am Nachmittag sind wir dann in Coeur d'Alene angekommen und haben erst mal ausgiebig eingekauft. Der Ort zählt mit 25.000 Einwohnern schon zu den größeren Städten Idahos. Zunächst sind wir zu einem Factory Outlet (Fabrikverkauf) gefahren und haben eine Jeans und noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft. Jeans gehören zu den wenigen Dingen, die man auch bei diesem hohen Dollar-Kurs noch recht günstig einkaufen kann. Danach sind wir dann zu Fred Meyer gefahren und haben unsere Lebensmittelvorräte aufgefüllt, da wir ja in Kanada nur für einen Tag eingekauft hatten. Fred Meyer ist eine Supermarktkette mit riesigen Märkten und einer ebenso riesigen Auswahl. Da macht einkaufen auch für Einkaufsmuffel wie mich so richtig Spaß. Na ja, jedenfalls beim ersten Mal noch.
Gefahren sind wir heute etwas über 500 km, verbraucht haben wir dabei ca. 22,5 Liter auf 100 km sowie einen Tankdeckel, den ich an der Tankstelle liegengelassen habe. Aufgefallen ist mir das aber erst 200 km weiter auf dem Parkplatz eines Haushaltswaren-Supermarktes. Zum Glück hatte dieser Supermarkt auch Auto-Zubehör und sogar den für unseren Chevrolet passenden Tankdeckel, so dass wir gleich für Ersatz sorgen konnten.
Abends sind wir dann schließlich auf einem KOA am Lake Coeur d'Alene gelandet. KOA bedeutet Kampground of America (keine Ahnung warum Kampground mit K und nicht, wie es eigentlich richtig wäre, mit C). Dahinter verbirgt sich eine Kette von Campingplatzbetreibern die in ganz Nordamerika vertreten sind.
Am Lake Coeur d'Alene war es zwar immer noch recht windig, aber es hatte mittlerweile aufgehört zu regnen und die Wolken waren verflogen, so dass wir nachdem wir unsere Burger gegrillt hatten, noch einen schönen Sonnenuntergang sehen konnten.
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- Name
- Reinhold u. Ulrike Hinnah
- Alter
- 49
- Ort
- Osnabrück
- Webseite
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Alle Reisen von Reinhold u. Ulrike Hinnah
USA Kanada Tour - per Wohnmobil durch die Wildnis!
Unsere 2-wöchige Tour mit dem Wohnmobil durch den Nordwesten der USA und den Südwesten Kanadas führte uns vorbei an grandiosen Canyons und wilden Nationalparks. Tobende Wasserfälle, sprühende Geysire, wilde Büffel und Bären, Geisterstädte... es war einfach nur phantastisch. Kommt her und guckt euch diese Landschaft an!








Hallo, vielen Dank für Euern tollen Reisebericht. Ich war jetzt bereits 10 x in den USA - aber immer mit dem PKW unterwegs. Im Mai 2008 geht es zum ersten Mal ab Los Angeles mit einem Wohnmobil von Cruise America auf Tour. Müssen wir da was besonders beachten? Wo könnte es Probleme geben und was habt Ihr für Tipps auf Lager? Würde mich über eine Rückmail unter b.stuve@gmx.de freuen.
Gruß aus dem hohen Norden Deutschlands.......Britta
sagte Britta Stuve am 22.11.2007 um 10:01 Uhr #