KanadaVereinigte StaatenUSA Kanada Tour - per Wohnmobil durch die Wildnis!

Der Abschied naht

07.06.2001 |

06.06. Waterton Lakes National Park Beim Blick heute morgen aus dem Fenster kam gleich wieder Frust auf. Dunkle Wolken, Wind und richtig ungemütliche Temperaturen. Da reifte in uns der Beschluß, unsere Route zu ändern. Raus aus den Bergen, rein in die Prärie Albertas. Der Peter Lougheed Provincial Park in den Rocky Mountains wurde also gestrichen und stattdessen der Dinosaur Provincial Park angesteuert. Wir dachten uns, in der Prärie können wir dem schlechten Wetter eher entfliehen als in den Bergen.

Vom Waterton ging es also zunächst zum Fort Macleod, ein altes, wieder aufgebautes Fort der Nothwest Mounted Police. Hier wird einem ein Stück kanadischer Vergangenheit anschaulich präsentiert, und auch über Lebensweise und Geschichte der Indianer zur damaligen Zeit wurde man in einem Gebäude informiert, sehr lobenswert.

Dinosaur Provincial Park Über Lethbrigde und Brooks ging es dann zum Dinosaur Provincial Park. Die Fahrt dorthin verläuft durch eine für Alberta typische Landschaft, die Prärie bzw. das was mal Prärie war. Da wo früher die Büffel grasten, sieht man heute meilenweit Getreideanbaugebiet oder Weideland für Rinder oder Pferde. Hier scheint jeder Quadratzentimeter landwirtschaftlich genutzt zu werden.

Das Wetter war übrigens wirklich besser geworden, teils heiter teils wolkig wie es so schön im Wetterbericht heißt, hier sagt man dazu partly cloudy.

Im Park angekommen fuhren wir zunächst zur Rangerstation, um uns über die Möglichkeiten im Park zu informieren und reservierten einen Platz im wirklich schön angelegten Campground. Danach erkundeten wir auf verschiedenen Wanderwegen ca. 2 Std. lang den Park.

Den Namen Dinosaur hat der Park von den vielen Dinosaurier-Skeletten (die größte Ansammlung auf der ganzen Welt, deshalb auch Weltkulturerbe), die hier gefunden wurden. Ansonsten würde dieser Park sicher Badlands Provincial Park heißen, schlechtes Land werden in Nordamerika Gebiete dieser Art bezeichnet, bizarre Hügellandschaften in den verschiedensten Farbtönen in denen kaum etwas wächst.

Ein starker Kontrast zu den Gebirgsregionen, die wir vorher besucht haben und wir haben diese Änderung unserer Reiseroute auf jeden Fall nicht bereut.

Nach der Wanderung wurde das letzte Mal gegrillt und ein Lagerfeuer gemacht. Morgen haben wir in Calgary schon einen KOA Campground vorreserviert, und wir werden dort sicher irgendwo essen gehen. Von daher haben wir das letzte Lagerfeuer für diesen Urlaub richtig ausgekostet und bei angenehmen Temperaturen bis 22:00 Uhr draußen gesessen.

07.06. Weiter nach Drumheller – Dionsaurier gucken Durch die gleiche Farmlandschaft wie gestern ging es heute morgen weiter nach Drumheller. Die Landschaft um den Ort Drumheller ist ähnlich wie die im Dinosaur Provincial Park, d. h. hier sind auch wieder die sogenannten Badlands zu finden.

Bekannt ist der Ort aber durch ein außergewöhnliches Museum, das Royal Tyrell Museum of Palaeontology (Tyrell war der Mann, der hier als erster Saurierknochen gefunden hat).

Unter anderem sind dort über 30 vollständig zusammengefügte Dinosaurierskelette zu sehen, ein Großteil wurde im Gebiet um Drumheller oder im ca. 150 km entfernten Dinosaur Provincial Park gefunden, einige stammen aber auch aus China, den USA oder anderen Ländern. Ein wirklich beeindruckendes Museum, Besuch absolut lohnenswert, vor allem natürlich für Kinder oder Saurier-Fans.

Nach dem Besuch des Museums ging es dann zurück nach Calgary. Nicht vergessen darf ich natürlich das wir unterwegs wieder unsere Lieblingstiere, die Präriehunde gesehen haben, und zwar ziemlich nah.

Da morgen Abgabetermin für das Wohnmobil ist, fuhren wir in Calgary zunächst in eine Car Wash Anlage. Das Wohnmobil muß sauber abgegeben werden, sonst muß man bis zu 100 $ Strafe bezahlen. Die Vermieter sind da zwar meistens nicht so pingelig, aber zumindest grob sollte der Wagen schon gereinigt sein. Nach dieser groben Reinigung fuhren wir dann zur Vermietstation um unsere Koffer abzuholen. Dann brauchen wir morgen früh nicht mehr die Koffer packen, sondern können das schon heute in Ruhe machen. Es dauert schon seine Zeit, die Schränke im Wohni auszuräumen und die Klamotten wieder in die Koffer zu packen.

Mittlerweile ist das auch geschehen und Ulrike ist gerade dabei, das Wohnmobil von innen schon mal etwas zu reinigen. Gleich wird noch ein letztes Abendessen zubereitet und dann werden wir den letzten Abend mit ein paar Flaschen Big Rock Black Amber Ale ausklingen lassen, einem Bier das hier in Calgary gebraut wird. Mal sehen ob es schmeckt.

Dies ist also unser letzter Live Diary aus Amerika. Nach 6.100 km sind wir am Ende unserer Reise (O.K., morgen kommen noch ca. 20 km hinzu) und um eine interessante Erfahrung reicher. Das Erstellen und Versenden der Live Diarys ist nicht einfach, wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist, aber man lernt dabei auch andere Seiten und Menschen kennen (z. B. in den Internet Cafes oder Public Libaries), die man sonst nicht kennengelernt hätte.

Wir hoffen natürlich, das auch das Lesen der Diarys etwas Freude gemacht hat und sind natürlich gespannt auf das Feedback, wenn wir wieder zu Hause sind.

Auf bald Ulrike und Reinhold

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Fort MacleodSheriff OfficeÜbersetzenFlussfahrtBig Skies Reinhold (links) und ein Präriehund=?iso-8859-1?B?VHNjaPz8/HNzcy5KUEc=?=
Userbild
Name
Reinhold u. Ulrike Hinnah
Alter
44
Ort
Osnabrück
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USA Kanada Tour - per Wohnmobil durch die Wildnis!

Unsere 2-wöchige Tour mit dem Wohnmobil durch den Nordwesten der USA und den Südwesten Kanadas führte uns vorbei an grandiosen Canyons und wilden Nationalparks. Tobende Wasserfälle, sprühende Geysire, wilde Büffel und Bären, Geisterstädte... es war einfach nur phantastisch. Kommt her und guckt euch diese Landschaft an!