
USA Kanada Tour - per Wohnmobil durch die Wildnis!
Bear Country - Waterton-Glacier International Peace Park
05.06.2001 |
04.06. Wanderung zum *Avalanche Lake Beim Blick aus dem Fenster heute morgen sind wir erst mal liegen geblieben und haben richtig lange geschlafen. Um 08:15 sind wir dann aufgestanden, der Himmel war immer noch bewölkt und trübe. Nach dem Frühstück haben wir Wasser aufgefüllt und Abwasser abgelassen, und dann haben wir noch unseren Propangastank auffüllen lassen. Propangas wird im Wohnmobil vielseitig verwendet. Natürlich für den Gasherd, aber auch für die Heißwasser-Aufbereitung, den Kühlschrank und die Heizung. Vor allem das letztere haben wir letzte Nacht ausgiebig in Anspruch genommen.
Der KOA Campground, auf dem wir übernachtet haben, war wirklich vorbildlich was die Anlage, die Sauberkeit und den Service bzw. die Hilfsbereitschaft des Personals betraf. Da die öffentlichen Telefone dort, die einen Dataport zur Verbindung mit dem Notebook haben, nicht funktionierten, stellte mir der Campground-Besitzer seinen Telefonanschluß zur Verbindung mit AOL zur Verfügung. Zum Dank sei hier die Internetadresse http://www.flatheadlakekoa.com und die Email-Adresse polsonkoa@bigsky.net erwähnt.
Es war schließlich ca. 10.30 Uhr als wir losfuhren. Mittlerweile war die Wolkendecke aufgerissen und wir konnten endlich mal einen schönen Blick auf den Flathead Lake und die Berge drumherum werfen.
Nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichten wir den Glacier National Park. Zunächst fuhren wir zum Sprague Creek Campground und reservierten einen Platz für die Nacht.
Dann fuhren wir zu einem Picknick-Platz und aßen eine Kleinigkeit zu Mittag, um uns etwas zu stärken. Danach ging es auf ein ca. 3-stündige Wanderung zum Avalanche Lake. Am Ziel angekommen erwartete uns ein typischer, von steilen Berghängen umgebener Gebirgssee.
Unsere „Tierausbeute" auf dieser Wanderung: Ein paar Mountain Goats (Bergziegen) in weiter Entfernung nur mit dem Fernglas zu sehen, ein Marder, der aber sehr schnell wieder verschwand, und ein Reh, welches bis auf ca. 2 Meter an uns herankam.
Nach dieser lohnenswerten Wanderung fuhren wir zurück auf den Campingplatz und genossen erst einmal die Sonne. Nach dem Desaster gestern hatten wir gar nicht auf so schönes Wetter hier im Gebirge gehofft.
Als wir dann das Abendessen (Lachs) auf dem Grill hatten, zogen wieder dunkle Woken auf, verbunden mit einem frischen Wind. Wir stellten uns also wieder auf Regen oder Schnee ein, aber es blieb trocken und nach ca. 2 Stunden klarte es sogar wieder etwas auf, so dass wir unser Lagerfeuer so richtig auskosten konnten.
05.06. Durch den Glacier National Park hindurch führt die berühmte „Going to the Sun Road". Allerdings ist die Straße an der höchsten Stelle, dem Logan Pass, nur in den Sommermonaten geöffnet. Z. Zt. war sie noch geschlossen und wir konnten vom Westen nur 14 Meilen in den Park hineinfahren (für Privatfahrzeuge über 21 Fuss Größe ist der Logan Pass generell gesperrt, wir hätten also auf keinen Fall fahren dürfen). Um in den Ostteil des Parks zu gelangen, mußten wir also einmal um den Park herumfahren, um dann am Osteingang wieder hineinzufahren.
Als wir morgens losfuhren, war das Wetter noch ganz ordentlich. Wir hielten an einer Stelle an, wo Schneeziegen im Sommer hinkommen, um Mineralien aus den Felsen zu lecken (Mineral Lick). Tatsächlich waren auch ein paar Ziegen an dieser Stelle und wir konnten sie auch ohne Fernglas gut sehen.
Während der Weiterfahrt wurde es zunehmend schlechter und als wir am Osteingang des Glacier Parks ankamen, waren dunkle Wolken aufgezogen und es fing leicht an zu regnen. Wir fuhren also ziemlich lustlos auf die „Going to the Sun Road", bis wir nach 10 Meilen an der Straßensperre ankamen und wieder umdrehen mußten. Von der Berglandschaft konnten wir bei diesem Wetter nicht viel erkennen. Auf der Rückfahrt haben wir immerhin noch einen Koyoten auf einer Wiese entdeckt.
Nicht anders erging es uns bei der Weiterfahrt Richtung Kanada. Kurz nach dem Verlassen des Glacier Parks erreichten wir den Chief Mountain Grenzübergang und konnten dort ohne Probleme nach Kanada wieder einreisen. Dort angekommen befindet man sich dann im Waterton Lakes National Park.
Zunächst fuhren wir in den Ort Waterton. Da wir mittlerweile 5000 km gefahren hatten war ein Ölwechsel fällig, so schreibt es der Vermieter vor. Den ließen wir dort erledigen und schlenderten währenddessen ein wenig durch den Ort. Die 58 CAN$ für den Ölwechsel bekommen wir natürlich vom Vermieter erstattet.
Weiter gings zum Cameron Lake, um trotz des schlechten Wetters eine Wanderung zu machen.
Als wir aber ein paar Hundert Meter gegangen waren, hatten wir einen Wanderweg vor uns, der fast vollständig unter Wasser stand. Also kehrten wir wieder um, fuhren wie im Glacier auch lustlos im Park herum und kehrten dann in den Ort Waterton zurück.
Die einzigen Lichtblicke waren ein Präriehundkolonie kurz vor dem Ort und ein paar Rehe, die direkt im Ort grasten.
Als Entschädigung für das schlechte Wetter sind wir dann abends schön Essen gegangen und haben uns dazu auch das ein oder andere Bier gegönnt.
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- Name
- Reinhold u. Ulrike Hinnah
- Alter
- 48
- Ort
- Osnabrück
- Webseite
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USA Kanada Tour - per Wohnmobil durch die Wildnis!
Unsere 2-wöchige Tour mit dem Wohnmobil durch den Nordwesten der USA und den Südwesten Kanadas führte uns vorbei an grandiosen Canyons und wilden Nationalparks. Tobende Wasserfälle, sprühende Geysire, wilde Büffel und Bären, Geisterstädte... es war einfach nur phantastisch. Kommt her und guckt euch diese Landschaft an!







