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In Brasilien scheint die Sonne

17.10.2007 |

Mit einem temperamentvollen Rumms landet der erste Stempel von vieren, die ich heute im Laufe von nur wenigen Stunden kassieren werde, in meinem Pass: Eine Stippvisite nach Brasilien, um die Wasserfälle von Iguazu auch von der anderen Seite zu sehen, verbrät eine Menge Platz auf den kostbaren Seiten meines für die Reise neu zugelegten Reisepasses. Vielleicht hätte ich doch nicht so geizig sein und in die Variante Xtra-Large mit 48 statt 32 Seiten investieren sollen?

Auch wenn mein Entdeckerherz angesichts der verschlungenen Pfade des argentinischen Nationalparks eindeutig höher schlägt und man aufgrund des unwegsameren Geländes weniger Seniorenausflügen ausweichen und verzweifelte Überholmanöver starten muss, genieße ich den Tag sehr, denn in Brasilien scheint die Sonne! Ich bin in fröhlicher Begleitung unterwegs, umgeben von lächelnden Menschen und munteren Tieren. Diese Tatsache allein ist ihre vier Stempel wert.

Als der vierte mit Karacho in meinem Pass landet, legt sich ein Schmunzeln auf meine Lippen. Mir wird schlagartig klar, dieser Stempel besiegelt meine Abneigung gegen halbe Sachen: Alles läuft nach dem Prinzip "Ganz oder gar nicht"! Morgen kann ich also endlich beruhigt weiterreisen.

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* muss sein, leider...
² sagen wir auch nich' weiter. Versprochen!

Die Wasserfälle von Iguazu auf der brasilianischen Seite.   WasserwuchtDie Wasserfälle von Iguazu auf der brasilianischen Seite. Hier scheint   die SonneMeerschwein genießt SonneSchmetterling pausiert auf den warmen Fliesen vor den ToilettenCoatie auf ExkursionBettelnde Coaties in Aktion. Wiesuuu denn bluuuß
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Friederike von Bistram
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Hamburg
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Südamerika Rundreise

Hallo! Ich bin Friederike, 31, und im „wahren Leben“ Grafikerin in Hamburg. In Kürze verlasse ich dieses „wahre Leben“ vorübergehend und tausche es gegen einen Traum: Ich werde für 10 Monate durch Südamerika reisen. Die Route ist offen, und wie sagt man so schön, der Weg ist das Ziel.
Ich möchte Spanisch lernen, Menschen begegnen, Tango tanzen, fotografieren und schreiben, Berge erklimmen, das Blau der Ozeane mit dem Himmel vergleichen und frische Luft atmen…
Letzteres wird wohl hintangestellt werden müssen, denn meine Reise beginnt in einer 12-Millionen-Metropole mit trügerischem Namen: Buenos Aires. Am 29. August geht es los, und schon am 3. September werde ich „eingeschult“, um meinen sehr überschaubaren Wortschatz, der sich bislang auf „Hola“ und „Un café con leche, por favor“ beschränkt, reisetauglich auszubauen.