

Karibische Kapriolen
Unter Piraten
06.02.2009 |
Liebe Freunde des Reisens,
es hat ein bisschen gedauert bis dieser Bericht zu Tage kam. Das lag natuerlich nicht an meiner eigenen Faulheit sondern vielmehr an den Umstaenden und Bedingungen die auf dieser kleinen Pirateninsel herrschen. Die Schuld fuer diese Verzoegerung spreche ich hauptsaechlich der gemeinen Haengematte Else zu, die mich tagelang nicht aus Ihrem feinmaschigen Netz rollen lies. Dann gibt es noch Stingray Steven, den ich mehrfach in seinem Loft unter Wasser vortraf und der mich bat ihn doch bitte fortan taeglich zu besuchen. Und zu guter letzt schmeckt der Rum hier einfach zu gut, so dass ein Glas um die Ecke trinken oftmals in ein naechtliches Gelage ausartet.
Ich befinde mich immer noch auf Utila, einer kleinen, charmanten Insel auf der karibischen Seite Honduras. Diese Insel ist ein Mekka fuer allerlei Sportaucher und -Trinker und versprueht den Charme eines verschlafenen Piratennestes. Auf der Suche nach einer Tauchschule bezug ich Quartier in einem charmanten Holzhaus, auf dessen Seite das Antlitz Che`s gemalt ist. Der Herbergsleiter pries mir ein standesgemaesses Zimmer im Dive Master House fuer ungeschlagene $4 die Nacht an. Sein uberzeugendes Argument war aber die warme Dusche, eine ausgenommene Seltenheit in Piratendoerfern.
Tagsueber ist dieses kleine Piratennest ein verschlafenes Nest, in dem allerlei lustige Einwohner in elektrischen Golfwagen ueber die Insel fahren, weil es eigentlich verboten ist ein Auto zu besitzen. Aber der Arm des Gesetzes scheint hier nicht besonders lang zu sein.
Dies bestaetigten auch 2 spannende Naechte, in denen permanent Flugzeuge und Militaerhubschrauber ueber dieser Insel kreisten und ab un an vermummte Soldaten mit Suchscheinwerfern jeden Winkel des Dorfes umkrempelten. Wie sich 2 Tage spaeter herausstellte, schnappte das Militaer ein kleines Sportflugzeug, welches gerade mit 1500kg Kokain nach Miami aufbrechen wollte. Was fuer ein Fang! Das Rauschgift wurde ofiziell Sichergestellt, die boesen Buben verhaftet und Utila hatte neue Helden in Form der mutigen Soldaten, die den boesem Drogenkartell einen Strich durch die Rechnung machten. Am naechten Tag sah man gigantiswche Rauschwolken ueber der Insel, auf dem Flughafen zuengelte ein Feuer in dem 1,5t Koks vernichtet wurde.
Als 2 Tage spaeter der Polizeihauptkommissar aus der Hauptstadt Honduras auftauchte und nach den infhaftierten Ganoven fragte, waren diese seltsamerweise verschwunden. Als naechstes suchte er nach Beweisen, dass tatsaechlich Kokain verbrannt wurde und nicht etwa Wellpappe, aber auch diesem Beweis blieb das Militaer Schuldig. So reiste der Hauptkomissar mit wesentlich mehr offenen Fragen wieder ab.
Soviel zum langen Arm des Gesetztes in Honduras.
Die letzten 2 Woche verbrachte ich zumeist unter Wasser, ich habe mich sogar dazu aufraffen koennen einen Rescue Kurs zu belegen, so dass ich nun auch verbrieft und besiegelt ertrunke Taucher aus dem Wasser fischen darf. Zu meinen 50ten Tauchgang beschenkte ich mich mit einem Paar metallic-blauen Flossen und lebe seither in Panik, ob sie jemals in meinen Rucksack passen werden.
Aber leider endet auch das suesseste Nichtsun irgendwann und mir graust es fast schon ein wenig davor, Stingray Stevens Loft gegen staubigen Landstrassen eintauchen zu muessen.
Aber Abenteuer scheinen in diesem Land ja an jeder Ecke zu lauern.
Alle Gute
Martin
Es gibt 6 Kommentare.
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- Berlin
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Alle Reisen von donmartinberlin
Karibische Kapriolen
Von Miami über Nicaragua nach Panama will ich reisen. Janosch sagte: "Oh wie schön ist Panama." Ich hoffe er hatte recht und Tiger und Ente haben dort eine Strandbar eröffnet.





















Endloses warten auf Berta und halbgeleerte Rumfässer und dann noch die Geschichte vom Schnee in der Karibik - Martin - was sollen wir hier nur denken. Ich glaube das Bedarf schon eines Beweises.
Guybrush Ulysses Threepwood, der heimliche Untermieter von Stingray Steven ist wohl doch Pirat geworden, wie er ursprünglich vorhatte?
LG
sagte Michael Stricker am 08.02.2009 um 10:04 Uhr #
Endloses warten auf Berta und halbgeleerte Rumfässer und dann noch die Geschichte vom Schnee in der Karibik - Martin - was sollen wir hier nur denken. Ich glaube das Bedarf schon eines Beweises.
Guybrush Ulysses Threepwood, der heimliche Untermieter von Stingray Steven ist wohl doch Pirat geworden, wie er ursprünglich vorhatte?
LG
sagte Michael Stricker am 08.02.2009 um 10:05 Uhr #
Endloses warten auf Berta und halbgeleerte Rumfässer und dann noch die Geschichte vom Schnee in der Karibik - Martin - was sollen wir hier nur denken. Ich glaube das Bedarf schon eines Beweises.
Guybrush Ulysses Threepwood, der heimliche Untermieter von Stingray Steven ist wohl doch Pirat geworden, wie er ursprünglich vorhatte?
LG
sagte Michael Stricker am 08.02.2009 um 10:06 Uhr #
Endloses warten auf Berta und halbgeleerte Rumfässer und dann noch die Geschichte vom Schnee in der Karibik - Martin - was sollen wir hier nur denken. Ich glaube das Bedarf schon eines Beweises.
Guybrush Ulysses Threepwood, der heimliche Untermieter von Stingray Steven ist wohl doch Pirat geworden, wie er ursprünglich vorhatte?
LG
sagte Michael Stricker am 08.02.2009 um 10:07 Uhr #
Endloses warten auf Berta und halbgeleerte Rumfässer und dann noch die Geschichte vom Schnee in der Karibik - Martin - was sollen wir hier nur denken. Ich glaube das Bedarf schon eines Beweises.
Guybrush Ulysses Threepwood, der heimliche Untermieter von Stingray Steven ist wohl doch Pirat geworden, wie er ursprünglich vorhatte?
LG
sagte Michael Stricker am 08.02.2009 um 10:08 Uhr #
Hallo Martin ,wünschen Dir eine super Reise.
Es macht wieder richtig Laune Deine Berichte zu lesen ,
freuen uns schon auf den nächsten Bericht.
L. G. Jutta und Klaus
sagte K. u. J. Martens am 11.02.2009 um 19:15 Uhr #