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Geschichten aus einer kleinen Huette am Rande des Dschungels

03.02.2008 |

Liebe Freunde des Reisens,

Ich befinde mich in einem kleinen, flauschigen Cafe in El Nido einer kleinen, suessen Backpackerstadt inmitten des Bacuit Archipels auf Palawan. Caro ist mitlerweile endlich angekommen und hat die letzten Wochen mit mir in dieser Idylle verbracht. Daher aendere ich jetzt die Erzaehlweise auch in ein kommunstisches Wir.

Palawan ist eine fantastische und unglaublich schoene Travelleridylle. Man nehme in etwa alle bekannten schoensten Plaetze der Welt, die man persoenlich gesehen hat, potenziere sie mal 3 addiere ein wenig Reisegarn dazu und schon kann man sich ungefaehr Palawan vorstellen.

Wir starteten unseren Exkurs in Sabang, einem friedlichen Oertchen, in dem die lokale Attraktion ein angekettetes Aeffchen vor dem diesigen In-Lokal ist. Von Sabang aus kann man dann einen unterirdischen Fluss besichtigen, indem man einfach dem Monkey Trail in den Dschungel folgt. Voller Erwartung auf weitere Aeffchen begaben wir uns auf den Weg in Begleitung eines pelzigen Freundes in Form eines unglaublich suessen Labradorstrandhundes, den wir kurzehand Indiana tauften. Affen sahen wir dann keine, weil Indiana sie alle erfolgreich verscheuchte, dafuer aber ein paar Riesenleguane und die groesste Moskitopopulation, der ich je begegnet bin. Der Fluss in die gigantische Hoehle war sehr bizarr, zum einem weil die Landschaft wirklich beindruckend war und zum anderen, weil wir so lustige bunte Helme tragen mussten und unsere Boatguide wohl ein Praktikum in Venedig absolviert haben muss und waehrend des gesamten Fahrt schief italiensiche Lieder traellerte.

In Sabang trafen wir aber auch auf ein nettes Reisegrueppchen bestehend aus zwei englischen Vollblutarbeitsverweigerern, einem Vogelkundler und einem schottischen Ex Oelmitarbeiter, der mitlerweile nun seit 8 Jahren Urlaub macht. Dieses Grueppchen ist uns seitdem treu geblieben, wir treffen sie andauernd wieder oder sind zufaellig deren Nachabarn, wenn wir in ein neues Huettchen ziehen.

Wir segelten auf eine einsame Insel und bezogen eine kleines Huettchen am Rande des Dschungels, verbrachten den Tag in Haengematten und mit Fruchtschakes, herrlich wirklich!!! Dummerweise entpuppte sich der Cheffe des Resorts als kontrollwuetiger Schweizer Berufsalkoholiker der uns zwar mit immer neuen Resortregeln nervte aber uns nicht ueber die Bissigkeit der Sandfliegen aufklaerte, die uns nach 2 Tagen und unzaehligen Bissen letztendlich vertrieben. Seitdem verhalten wir uns wie Hunde und schubbern unseren Ruecken wohltuend an jedem Baum den wir finden koennen. Ach und der Vogelkundler und ich setzten eine neue Bestmarke im Kajakkentern. Wir verursachten 3 Kentervorgaenge in Folge neben eine Taucboot auf der offenen See, verloren 2 Schnorchel und der Volgelkundler seine Brille und stiegen schnell zum Highlight des Inseltratsches auf.

Das naechste Ziel hiess El Nido, in dessen Umgebung ca. 100 der 200 schoensten Inseln der Welt liegen, die man von Booten aus erkunden kann. Wir verbrachten den gestrigen Tag mit der minuetlich wechselnden Uberzeugung gerade erst die schoenste Insel der Welt gesehen zu haben, bis unser Boot wieder um die naechste Ecke bog und wir eine noch schoenere Insel trafen. Traumhaft wirklich, wenn das mit dem Gross und Strarkwerden nicht mehr klappen sollte, werde ich umschulen zum Bootkapitaen und bis an mein Lebensende ueber die Inseln staunen und vielleicht ein Praktikum bei dem italienisch singenden Guide absolvieren.

Nun sitzen wir in El Nido und warten auf unser Expeditionsboot, welches uns 3 Tage lange, inkl. privaten Koch und Masseur die Kueste nach Coron hochshippert. Wir kaufen Expeditionshuete und tonnenweise Moskitoapray um den Sandfliegen zu trotzen und natuerlich jede Menge Rum und der Monotonie einer Bootsfahrt vorzubeugen.

Mal sehen ob wir jemals zurueckkehren oder einfach fuer immer hierbleiben…

Allet Jute

Carolini und Martini

Es gibt 2 Kommentare.
Deine Meinung?

  1. Hey Ihr beiden Robinsons, ich sitze grad in einem suessen kleinen Internetcaffee in Guatemala, unglaublich weit weg von Euch und doch kann ich mich total in Eure Geschichten reinversetzen. Dieses Gefuehl, nie genug zu bekommen von diesem "An jeder Ecke gibts was Neues" ... Buen viaje, Nic***

    sagte Nic*** am 03.02.2008 um 17:12 Uhr #

  2. Also doch noch was von dir zu lesen bekommen !Ist ja geradezu mehr als abenteuerlich was Du und deine Freundin dort erleben.Dein Bericht war wieder sehr kurzweilig und lustig.Weiterhin viele Abenteuer und viel Spass . J & K aus Latdorf

    sagte klaus und jutta am 04.02.2008 um 20:25 Uhr #

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* muss sein, leider...
² sagen wir auch nich' weiter. Versprochen!

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Martin
hat nur 32 Bilder geschickt
Martin
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Userbild
Name
Martin Zillger
Alter
30
Ort
Berlin
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Asien Triangel Tour

Reisen macht schön! Jedes Jahr versuche ich mich für 2 Monate aus dem Alltagship zu flüchten, sozusagen auf der Suche nach einer inneren Ayuverda Kur. Klappt meistens, tut gut und öfnnet den Horizont. Das beste ist aber immer das Dazwischen. Diese kleinen, genialen Reisealltagsmomente, die ich bannen und teilen möchte. Deswegen bin ich hier!