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Inselextremsportarten...

16.01.2008 |

Liebe Freunde des Reisens,

Um diese Zeilen an Euch zu schicken bedurfte es einiger Anstrengung. Um den naechsten Vorposten der Zivilisation zu erreichen (Internet), muss ich von meinem Resort aus erst 30 Min durch den Dschungel laufen, um den einaeugigen Faehrmann zu erreichen, der mich ueber den kleinen Dschungelfluss schippert. Danach muss ich 10 Min um den richtigen Taxipreis feilschen, um die 5km Buckelpiste bis zur naechsten Kleinststadt zu bezwingen, in der sich dann ein kleines Internetcafe befindet.

Ich moechte mich hiermit uebrigens bei Dr. B. Yee aus Dumaguette bedanken, den ich im Fieberwahn konsultierte. Ich befuerchtete schon schlimmste Dschungelinfektionen wie Dengue Fieber oder die gemeine Spinnenkrankheit, als ich in seiner Praxis sass. Er diagnostizierte allerdings eine stinknormale Tropengrippe und empfahl mir neben Huehnersuppe mit ganzen Fuessen, Ruhe und Erholung. Also beschloss ich meine letzte Kraft zusammenzunehmen und schleppte mich in den naechsten Bus, um diesen geheimen Strand zu erreichen, von dem der Arzt zur Genesung berichtete. Gefuehlte 12 Stunden und 12000 Schlagloecher spaeter erreichte ich puenktlich zum Sonnenuntergang einen wunderschoenen tropischen Strand und eine kleines, liebevoll gefuehrtes Resort namens Driftwood. 3 singende Schwestern begleiteten mich in eine lustige Klapphuette, die fortan mein Fieberdomizil wurde und bekochten mich liebevoll mit Tee und heissen Limettensaft.

Ich weiss nicht ob es am Tee lag oder an der liebevollen Pfege der Schwestern aber die Tropengrippe verschwand genausoschnell wie sie aufzog, naemlich innerhalb von einer Stunde und ich konnte mich endlich den Insel Extremsportarten widmen.

Ein Tag beginnt hier in der Regel nach dem Aufwachen, mal frueher mal spaeter, und die ersten Fruehsportler widmen sich dem "Extreme Breakfasting", das sich hier gut und gerne ueber 2 Stunden hinziehen kann. Danach gibt es meist ein kurzes "Extreme Brainstorming", in der die Moeglichkeiten der Tagesgestaltung bedacht werden. Nach all der Arbeit braucht der Koerper erst mal ein wenig Bewegung, deswegen finden sich meistens gleich mehrere Kandidaten zum "Extreme Beachwalking" ein und der Strand wird in absoluten Zeitlupentempo abgelaufen. Wagemutige kombinieren dies sogleich mit dem "Extreme Greeting" der anderen Extremsportler, die sich im gleichen Wettkampfstadium befinden. Nach so viel Aufregung braucht der Koerper Abkuehlung und man taucht ab ins arschkalte 28 Grad warme Meer. Da wir uns hier auf einer Insel der Extrempsortarten befinden und zufaellig auch auf einer mit einem absolut perekten, stein- und getierlosen Strand, verlaeuft dieser unglaubliche Prozess des "Extreme Plansching" mit geschlossenen Augen!!!, nur um die Endorphinsucht des gestaehlten Spotlerhirns zu befriedigen. Da die Sonne nun bereits fast senkrecht am Himmel steht treffen sich (meistens Englaender) zum Extreme Sunburning, einer Sportart die ich der Gefahr wegen aufs schaerfste verachte und weil mein Reisefuehrer dringend davon warnt und abraet. Ich ziehe mich dann meistens zu einer Runde "Extreme Reading" in eine Haengematte zurueck und falle vor lauter Aufregung auch meistens schon ins "Extreme Napping" zurueck. Da der Koerper an einem solchen Wettkampftag Kalorien wie Sau verbrennt wird es Zeit fuer "Extreme Fruitshake Drinking", in der ganz Wagemutige auch schon mal exotische Sorten wie Papaya mit Moehren und Senf mischen, nur um die Geschmacksnerven erneut herauszukitzeln. Da ich genuegsam bin, reicht mir meist ein klassischer Mango-Papaya-Minze-Safran Shake, der in der Zubereitung leider sehr lange dauert, weil der Bootsjunge dafuer extra ins Nachbardof laufen muss, um den Safran zu suchen. Aber auch die Einheimischen sind hier den eigenartigsten Extremsportarten verfallen, daher bedankt er sich immer mir einem Laecheln fuer meine Bestellunng. Nachmittags ist hier das "Extreme Hamocking" schwer angesagt. Ganz Tollkuehne kombinieren dies soagr mit dem "Extreme Swinging" und schaukeln Ihre Matten steil in den Himmel. Ausklingen tut der Tag meistens mit dem "Extreme Sunsetting", das mit Ah's und Oh's kommetiert wird und nach all der Aufregung des Tages ziehen wir uns in die einzige Bar des Strandes zurueck um das "Extreme Bardrinking" einzuleiten, eine Barsportart, die nur in diesem Teil der Welt praktiziert wird und die nur unter der Begleitung von Musik mit weniger als 50bpm oder Stehbluesklassikern toleriert wird.

Ich entdecke meinen wahren Sportsgeist in diesem kleinen, wundervollen Zipfel der Welt und befuerchte ich werde noch so lange hierbleiben, wie es irgendwie moeglich ist, gerade nachdem ich von der neuen Trendsportart "Extreme Try Not Not Leaving Ever Again" efahren habe.

Allet Jute

Martin

Es gibt 5 Kommentare.
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  1. Hallo Martin,durch Zufall bin ich auf Deine Seiten gelangt und habe mich köstlich amüsiert.
    Wie Du sicher weist,ist Nicole mit Becko unterwegs.Ihr erlebt ja alle so tolle und auch kuriose Dinge und vor allem lasst ihr uns durch eure bildhaften , witzigen Berichte ein wenig daran teilhaben.Weiter so.... Jutta

    sagte Jutta Martens am 16.01.2008 um 16:36 Uhr #

  2. auch ich sage weiter so ;-)
    sehr suesser bericht! ist es wirklich so stressig bei dir?
    knutsch dich mirtini bis gleich

    sagte line am 16.01.2008 um 16:56 Uhr #

  3. Hola Martin, ohhh Dein Bericht hat mir genau das Extremlaughing beschert, dass ich nach meinem Extrembreakfasting gebraucht habe. Nach einem extremcultureshocking Tag gestern, werde ich mich jetzt dem Extremchilling und den von Dir so gut beschriebenen Extremfruchtshakedrinking widmen. Hasta luego und Gruesse aus Guatemala, die Nic***

    sagte Nic*** am 16.01.2008 um 18:09 Uhr #

  4. Hey Martin ,wo bleiben Deine lustigen Berichte .Komm gib Dir einen Stoß und schreib. Würden gern mal wieder herzhaft lachen.............Beste Grüsse aus Latdorf

    sagte Jutta & Klaus am 30.01.2008 um 12:22 Uhr #

  5. Es geht weiter, schickt mir doch mal eure Email an don.martin@berlin.de dann stecke ich euch in den Emailverteiler

    sagte Martin am 03.02.2008 um 06:53 Uhr #

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² sagen wir auch nich' weiter. Versprochen!

und anonymes BeachgirlThe Place To BeSinging SistersMann Mit HutKlapphuette2KlapphuetteGeschmackvolle InneneinrichtungExtreme Sunsetting2Extreme SunsettingExtreme HamockingDriftwood Party NightDriftwoodDie beruehmten ZuckerhutinselnBeachboy
Martin
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Martin Zillger
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Berlin
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Reisen macht schön! Jedes Jahr versuche ich mich für 2 Monate aus dem Alltagship zu flüchten, sozusagen auf der Suche nach einer inneren Ayuverda Kur. Klappt meistens, tut gut und öfnnet den Horizont. Das beste ist aber immer das Dazwischen. Diese kleinen, genialen Reisealltagsmomente, die ich bannen und teilen möchte. Deswegen bin ich hier!