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kleine Reiseerfahrungen

07.01.2008 |

Eine kleine Liste mit Erfahrungen, die man wohl nur auf Reisen macht:

1.Der nette Student, den ich vor einer Mall traf, hat nicht wirklich eine Schwester in Berlin, obwohl er ein Photo von ihr vor dem Brandenburger Tor (Photoshop?) aufweisen konnte. Auch bezweifele ich mitlerweile, dass er gerade heute seinen Job verloren hat und deshalb die 100 Pesos, braucht um mit dem Bus nach Hause zu kommen.

  1. Jede Unterkunft hat Ihren Haken, der sich leider meist erst nach der ersten Nacht offenbahrt. Bisher habe ich folgende Maengel entdecken koennen:

    • 6 fliegende, tischtennisballgrosse Kakerlaken als meine neuen Untermieter.
    • Laut schnarchende Nebenbewohner
    • Das ruhige Café unter dem Zimmer entpuppt sich bei Nacht als laermende In-Disco, mit einem Faible fuer Scooter Cover Musik.
    • Die laermende Disco entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als der lokale Hotspot fuer Nutten und Ladyboys.
    • Trifft dies zu wuenscht man sich das nur das laute Schnarchen des Nachbars zurueck.
    • Die kleine, suesse Pfuetze neben der Huette verwandelt sich bei anhaltenden Regen in einen riesigen Froschteich, mit Gratis Open Air Konzert.
  2. Die Nationen der Touristen laesst sich anhalt folgender Anhaltspunkte recht zielsicher definieren:

    • Deutsche sind meistens dick und tragen immer weisse Socken (sogar beim Baden)
    • Englaender sind meisten dick, dafuer immer sonnenverbrannt und somit schon von weiten zu erkennen.
    • Amis sind meistens dick und tragen Bauchtaschen und Tshirts von Nacktbars, die schon in den spaeten Achtzigern geschlossen wurden.
    • Schweden sind meistens schlank und blond, dafuer immer betrunken und die Maedels hingegen sind wieder dick.
    • Belgier sind meistens von vielen, lachenden Kindern umgeben.
    • Polen hingegen erkennt man am demuetigen Auftreten, ausserdem sehen sie immer so aus, als haette man ihnen gerade das Eis geklaut. Sie bestellen zumeist schuechtern das Essen vom deutschen Nachbartisch und wundern sich vermutlich darueber das es immer nur Schnitzel gibt.
  3. Die vollbusige Schoenheit, mit leichten Damenbart und einer Groesse von ueber 190cm, die man in einer Bar trifft, ist mit 99 prozentiger Wahrscheinlichkeit keine echte Lady. Dennoch glauben dies ca. 30% der Deutschen, ca. 40% der Amis, ca. 60% der Schweden, die Belgier sind gar nicht erst da, wahrscheinlich schlafen die Kinder schon, aber immerhin rund 90% der Schweden und freuen sich auf eine spannende Nacht. Die Polen uebrigens auch, weil sie keine Lust mehr auf Schnitzel haben und sich nun an die Schweden halten.

  4. Es gibt nicht wirklich ofizielle Eintrittsgebuehren fuer die Apotheke, die andere Strassenseite, den Sonnenuntergang oder das Streicheln eines Katzenbabys.

  5. Das Taxometer des Taxifahrers ist meistens nicht wirklich gerade erst seit heute morgen defekt.

  6. Guenter und Bernd aus Ludwigsburg verstehen unter “der Schoenheit der Philipinen” etwas anderes als der Reisefuehrer.

  7. Der kleinste Riese der Welt, den mir ein Taxifahrer auf dem Weg nach Pum Put zeigen wollte (und der sich als dessen Bruder entpuppte) war vermutlich eine Touristenabzocke.

  8. Wie in anderen Laender auch, gilt das Zeigen mit dem Finger als aeusserst unhoeflich, Wegbeschreibungen erfolgen deshalb traditionell durch Kreisen und Zucken der Huefte. (Dies wiederum kann in einer Nachtbar sehr gefaehrlich werden….)

  9. Die Philipinos sind ein bisschen verpeilt, dazu gibt es ein gutes Beispiel: In der Naehe von Pum Put gibt es seltene Flussdelphine. Da sich Wissenschaftler schon seit langem Fragen, wie viele Delphine es noch gibt, gaben sie 2003 eine Untersuchung in Auftrag. Uber einen Zeitraum vom mehreren Wochen wurden an verschiedenen Flussabschnitten stichprobenartig Delphine gefangen und anschliessend sorgfaeltig gewogen, vermessen und frittiert. Die endgueltigen Zahlen stehen noch aus, aber ein vorlaeufiges Ergebnis geht davon aus, dass es jetzt 72 Delphine weniger gibt, als vor der Untersuchung.

Es gibt 2 Kommentare.
Deine Meinung?

  1. Mon cher,
    Du bist grossartig!
    Habe mich mal wieder köstlich amüsiert.
    Bin ich eigentlich eine Mischung aus Belgier und Deutsch?
    Den roten Kopf habe ich natürlich von den Engländern. Kommt wohl vom Gin Tonic.
    Big Kiss,
    Inge mit die Ringe

    sagte Ingo Schlösser am 11.01.2008 um 08:34 Uhr #

  2. Liebe Inge,

    Du bist zum Glueck auch immer leicht zu erkennen, mann muss einfach bloss dem Schraegen Lachen folgen und schon hat man die Inge entdeckt.... :)

    sagte Martin am 16.01.2008 um 05:05 Uhr #

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* muss sein, leider...
² sagen wir auch nich' weiter. Versprochen!

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Martin Zillger
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30
Ort
Berlin
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Asien Triangel Tour

Reisen macht schön! Jedes Jahr versuche ich mich für 2 Monate aus dem Alltagship zu flüchten, sozusagen auf der Suche nach einer inneren Ayuverda Kur. Klappt meistens, tut gut und öfnnet den Horizont. Das beste ist aber immer das Dazwischen. Diese kleinen, genialen Reisealltagsmomente, die ich bannen und teilen möchte. Deswegen bin ich hier!