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Von Taucherlatein und Dschungelsaunen

06.01.2008 |

Liebe Freunde des Reisens,

Komme gerade mit prall gefuellten Taschen vom Hahnenkampf zurueck, das ist hier das Highlight an jedem Sonntag. Glueckgoettin Fortuna war mir hold , ich gewann 3 Kaempfe in Folge, weil ich einfach immer nur auf den groesseren Hahn wettete und bin nun stolze 500 Pesos reicher. Der routinierte Buchmacher nahms mir leider uebel, weil er wohl dachte, mit dem Bleichgesicht schnelles Geld zu machen, er hat sich dann auch unauffaellig aus dem Staub gemacht.

Der Weg hierher fuehrte mich ueber ein weiteres kleines Tauchernest namens Alona Beach, wo ich auch wohlverdient unter Palmen ins neue Jahr angestossen habe. Dort traf ich auch Nachbarn aus Berlin, ein nettes Paerchen aus Kreuzberg und wir hatten die Ehre an diesem Abend gleich dreimal Sylvester zu feiern, weil sich niemand am Strand auf eine offizielle Uhrzeit einigen wollte und so einfach alle 5 Minuten neu angestossen wurde. Ein Grossteil der Feuerwerks war da auch schon verballert, weil sich die Einheimischen mal wieder nicht beherrschen konnten und schon ab 22.00 Uhr die Raketen feuerten. War aber nett dort, wir sind dann weiter in den Urwald gefahren haben aber vorest noch eine kuriose Kreatur names Tarsier beobachten koennen. Das sind so Miniaffen, die wenn sie nicht gerade gegrillt am Strassenrand verkauft werden oder vom Katzen und Hunden gefressen werden in den Bauemen sitzen und schlafen. Sie ernaehren sich von Insekten die vorbeilaufen und teilweise auch von Ihren eigenem Nachwuchs, was nicht unbedingt dazu beitragen wird, diese schon vom austerben bedrohte Spezies zu erhalten.

Weiter gings in ein Dschungelcamp, suesse Huetten irgendwo im nirgendwo. Leider machte uns der Regenwald eine Strich durch die Rechnung, indem es einfach 48 Stunden durchpisste. Wir sind dann in die Dschungelsauna gegangen und ich habe ueber den ploetzlich erschienen Froschteich geflucht, der mir mitsamt 100 quakenden Froeschen den Schlaf raubte.

Mitlwerweile bin ich auf ner neuen Insel und gehe wieder tauchen. Zwar habe ich hier ne nette Huette und ne guenstige Tauchbude gefunden, leider bestehen die Mittauchenden goesstenteils aus deutschen Paerchen namems Baerbel und Bernd. Baerbaels und Bernds erkennt man nicht nur an den weissen Socken in den Sandalen, sondern vielmehr an der perfekt eingespielten Tauchersymbiose. Baerbel und Bernd haben grundsaetzlich das neuste und tollste Equipment und dikutieren nach Herzenlust mit Siggis und Sieglindes ueber die Vorzuege ihrer neusten Unterwasseruhr. Generell muss ich feststellen, das sich in diesem Sport um die wohl uncoolste Trendsportart handelt. Es ist naemlich relativ einfach zu tauchen und koerperlich bemuehen muss man sich auch nicht grossartig. Daher tummeln sich wahrscheinlich so viele Tauchnerds auf den Booten. Um mich von denen zu distanzieren leihe ich mir in der letzten Zeit generell nur noch das aelteste und am uncool aussehende Equipment, vorzugsweise Resteramsch aus den Achtzigern, mit dem man mindestens genauso einfach Tauchen kann, wie mit dem neuens Zeugs. Ich werde dann immer ganz seltsam angeschaut, aber wenn ich im Gegensatz zu Siggi noch sportlich wieder ins Boot einsteigen kann geniesse ich diese Blicke.

Allet Jute

Euer Martin

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Martin Zillger
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Berlin
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Reisen macht schön! Jedes Jahr versuche ich mich für 2 Monate aus dem Alltagship zu flüchten, sozusagen auf der Suche nach einer inneren Ayuverda Kur. Klappt meistens, tut gut und öfnnet den Horizont. Das beste ist aber immer das Dazwischen. Diese kleinen, genialen Reisealltagsmomente, die ich bannen und teilen möchte. Deswegen bin ich hier!