Marseille kulinarisch
Halbzeit
09.11.2007 |
Herrje, die Zeit fliegt! Plötzlich können wir hier schon Bergfest feiern: die Hälfte unserer Marseillezeit ist ruckzuck um. Ich für meinen Teil habe das mit Austern und Champus hier in der Gemeinschaftsküche gefeiert – die meisten Studenten konnten das gar nicht fassen. Ist für sie doch solch ein Ritual fest mit Yachten und Seidenkleidern verbunden – aber das konnte ich hoffentlich ein bisschen zurecht ruckeln. AUf jedenfall durfte probieren wer wollte. Ansonsten: noch immer haben wir keine Zeit für Langeweile und Müßiggang. Unsere Jobs, Nachbarstädte und immer wieder: die Boutiquen (wir sind eben eine reine Mädchengruppe) halten uns ganz schön auf Trab. Aber inzwischen hat sich eine angenehme Routine ergeben. Das bedeutet, das nicht alles die ganze Zeit nur neu und aufregend, sondern bekannt und somit ohne Anstrengung zu meistern ist: Busfahren, Einkaufen, Post…Dieser Alltag schenkt einem neue Freiräume und so geht man jetzt ins Kino, Kaffeetrinken und in Restaurants um zu entspannen, anstatt einfach nur im Zimmer rumzuhängen. Und auch das Wetter ist gnädig mit uns. Auch, wenn es morgens gern ein mal bissigkalt ist, kann man sich mittags trotzdem an den "Strand" legen. Es gibt in den Felsen rund um Marseille hier und da windstille Buchten, die zwar nicht besonders komfortabel, aber wäremespeichernd sind. Toll, um in der Sonne aufzutanken. Erst seit heute werden wir um die Erfahrung "Mistral" reicher: eine wirklich steife Brise, aber für die Hamburger in unserer Gruppe natürlich ein reines Vergnügen!
Aix en Provence Toll! Eine angenehme Abwechslung zum ja doch recht großen, wenig grünen Marseille: kleine Gassen mit vielen schönen Geschäften und hübschen Cafes – ja, Frankreich eben. Nur 30 Minuten (über die Autobahn) von Marseille entfernt ist Aix unbedingt einen Trip wert. Die Atmosphäre ist besonders reizend und wer Zeit und Lust hat, kann auch prima einen kleinen Auslug zu einer der Kapellen auf den umliegenden Hügeln machen, um den wirklich schönen Blick zu genießen. Jetzt warten vor allem noch Nizza und Monaco auf unseren Besuch!
Kochen Nach ein paar Tagen ohne Berichte folgt bald der nächste Text und mehr Fotos vom Job. Vorab nur so viel: die Jungs sind echte Herzchen und die Arbeit ist ziemlich harmlos – bis auf die Kalorien in der Patisserie! Natürlich macht das Fehlen von Vokabeln wie "Schäler", "Stubenküken" oder "Springform" einem das Leben nicht gerade leichter. Aer was soll da erst Sima sagen, die mit Null Vokabeln hier angefangen hat! Und noch nehmen die Jungs all meine Kämpfe mit ihrer Sprache mit viel Humor. Und bringen mir herzlich gerne ihren Marseiller Küchenjargon bei. Oder wie man ganz kernig und original seinen Pastis bestellt. Aber dazu nächstes mal!
Hui, wie der Wind an den Fenstern ruckelt – ganz Marseille verkriecht sich. Ich aber freue mich und will raus!
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- Name
- Britta Behnk
- Alter
- 36
- Ort
- Hamburg
- Webseite
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Marseille kulinarisch
Nach verschlungenen Pfaden durch diverse Studienfächer und Werbeagenturen habe ich im Januar das vorest letzte Ziel erreicht: ich bin Köchin - und sehr glücklich damit. Und weil man diesen Job so fein mit auf Reisen nehmen kann, starte ich gleich durch und verlasse Hamburg gen Marseille, um im Rahmen des 'Leonardo de Vinci-EU-Programms' an einem 3monatigem Praktikum teilzunehmen.
Kommt mit auf eine kulinarische Tour de Provence!



















