FrankreichMarseille kulinarisch

Ohropax und Knackwürstchen...

25.10.2007 |

Die Bewohner Die eine Seite, die gute, ist, dass ich im Kreise der vielen jungen Leute hier im Studentenwohnheim immer mal wieder auf 28 Jahre geschätzt werde. Die andere Seite, die schlechte, ist, dass ich eben nicht mehr 28 bin. Sondern 35. Wäre vielleicht auch nicht so schlimm, wenn ich Amerikanerin wäre und mich deshalb unglaublich lautes reden null stören würde, ganz egal, ob noch andere Gruppen im Raum sind. Oder wäre ich Spanierin, mich würde durch Flure schreien und Müll liegen lassen einfach nicht stören, ich würde einfach fleissig mitmachen. So aber, werde auch ich easy allen Klischees gerecht und versuche den Spaniern zu erklären, das man den Müll in und nicht neben den Abfalleimer schmeisst, knalle die Türen meiner reizenden californischen Zimmernachbarin zu, die mit ihren friends um Mitternacht noch laute guturale Laute ausstösst. Aber irgendwie finden wir alle hier immer wieder gut zusammen und mir bringt`s Spaß etwas nach zu holen, was ich als Schülerin verpasst habe: den Austausch mit jungen Leuten aus der ganzen Welt. Ich lerne, das die Chinesen tatsächlich immer Schlürfen und Schmatzen und das sehr laut. Das die Spaniern sich mit Vorliebe und egal zu welcher Zeit und mit welchen Nahrungsergänzungen, massenweise Zwieback reinhauen. Das die Amis wirklich immer Salat und Putensteak essen. Man bei den netten osteuropäischen Mädels vergisst auf den Teller zu schauen, weil sie in Hotpants und purplesamtenen Puschelpump-Hausschuh durch die Gemeinschaftsküche wandeln. Das insgesamt alle alles essen und zwar mit Vorliebe bunt gemischt und nationale Genres sprengend – und das erschreckend viele nicht ansatzweise kochen können und nur die Verzweiflung sie zu ihren kulinarischen Abenteuern bewegt. Eine große Rolle spielen auf jeden Fall: Pasta und Hertha Knackwürstchen. Ein Kochkurs ist angedacht. Und bis dahin: ist das Essen egal, hauptsache, ab und an wird zusammen gefeiert…

Das Ambiente Also: Die Zimmer sind winzig und haben hässliche Tapeten und eine Woche nach dem Kälteeinbruch funktionieren langsam auch die Heizungen…Dank Ikea, lümchen, Fotos etc. wirds wohnlich, die Neondeckenbeleuchtung muß man einfach umgehen! Die Duschen sind schön heiß, den Rest muß man verdrängen und darf einfach nicht hinschauen. Die Toiletten sind ok – wenn man morgens erster ist. Die Farbkreationen der mit ranziger Farbe gestrichenen Flure nimmt man dankbar in Kauf, wenn man hier erstmal mit der orangbraunen Metro gefahren ist. Der Hausmeister ist ne Granate und Alice Schwarzers Schwester sorgt dafür, das alles rund läuft. Die Umgebung istne 1 – echt schön, wie auf den Fotos unschwer zu erkennen ist: Felsen, Wasser, Badestellen. Nur mit dem Bus ist es etwas mühsam in die Stadt zu kommen, wir sind hier in Luminy schon etwas außerhalb – bisschen wie in Harburg studieren und wohnen.

Inzwischen hat die Arbeit im Hotel angefangen – deshalb ist die Zeit zum Schreiben knapp – ich muß jetzt schlafen gehen. Aber erst muß ich leider die Party hier im Flur beenden-Ruhe!

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Wohnheim.EingangAlice Schwarzers Schwester und unsere PostfächerFlurheimflurTVroomWohnheim.PanoramaDuschenZimmer.EingangZimmer,Bad und Kücheheim.partyheimheim.party.carosimabrittaCalanques4calanques9spring2spring3Anna Konovalova,Russia,20,pikante CrepesAnthony,France,22,Brühwürfelsuppe mit Nudeln und KäseDavid,California,22,Natürlich Turkey und SalatDominique,Köln,22,Pute mit GnocciGabriela,Sweden,22,Würstchen,Nudeln,Mais,KetchupGe Ying Yang,China,20,heißes Wasser mit Fisch,Fleisch,Salat und EiJamie Sullivan,Broad Island,20,TurkeyMushroomBurgerJia Jie,China,21,Surimi mit Reis und Hertha Knacki WürstchenLily,Indonesien,Australien,Deutschland,SpringrollsMichael,Poland,22,Rührei mit Speck aus dem WassertopfNaved,India,22,Upma (Reismehlsauce) mit Nudeln und KetchupSima,Hamburg,26,SenfeierRain,China,22,Algenpasta mit Hack und ReisbreiAlgenpasta und HackPramod,India,23,Gemüse,Reis und BolognesesauceLydia ist stolz braun zu   sein.Madleens sozial benachteiligte Jungs im Osten auch.IronieWohnheim, große Küche
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Britta Behnk
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Hamburg
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Alle Reisen von Britta Behnk

Marseille kulinarisch

Nach verschlungenen Pfaden durch diverse Studienfächer und Werbeagenturen habe ich im Januar das vorest letzte Ziel erreicht: ich bin Köchin - und sehr glücklich damit. Und weil man diesen Job so fein mit auf Reisen nehmen kann, starte ich gleich durch und verlasse Hamburg gen Marseille, um im Rahmen des 'Leonardo de Vinci-EU-Programms' an einem 3monatigem Praktikum teilzunehmen.
Kommt mit auf eine kulinarische Tour de Provence!